mk0
06.03.2007, 16:42
Mindestens 112 Tote bei Selbstmordanschlag auf Schiiten-Pilger
Bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger im Irak sind mindestens 112 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt worden. Die Attentäter hatten ihre Sprengstoffgürtel mitten in der Menschenmenge gezündet.
Bagdad - Zwei Selbstmordattentäter hätten sich auf einer Straße nahe der Stadt Nadir, zwei Kilometer südlich von Hilla und rund 100 Kilometer südlich von Bagdad, in die Luft gesprengt, berichtet die Polizei. Mindestens 112 Menschen seien getötet und mehr als 200 verletzt worden. Etwa 50 Menschen schwebten in Lebensgefahr, sagte ein Krankenhausarzt der Nachrichtenagentur AFP. Unter den Opfern sind den Angaben zufolge Frauen und Kinder. Die Attentäter hätten ihr Sprengstoffgürtel inmitten der Pilger gezündet, die zu Fuß unterwegs nach Kerbala waren.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,817597,00.jpg
Anschlagsopfer: Sprengstoffgürtel inmitten der Pilger gezündet.
Schiitische Pilger strömen derzeit in die heilige Stadt Kerbala, um einen religiösen Feiertag zu begehen. Sie wurden bereits in der Vergangenheit wiederholt von sunnitischen Aufständischen angegriffen.
In Kerbala begehen die schiitischen Muslime am kommenden Wochenende den Todestag des Imam Hussein. Der Enkel des Propheten Mohammed war im Jahr 680 getötet worden. Die Schiiten begehen außerdem den 40. Tag nach dessen Tod. Dieser Tag markiert das Ende der Trauerzeit.
Rund um Kerbala, wo die Grabmoschee Husseins steht, wurden nach Angaben eines Polizeisprechers bereits 8000 Polizisten postiert, um die Pilger zu schützen. Es wird mit mehr als einer Million Besucher gerechnet.
Zuvor hatten Bombenanschläge nördlich von Bagdad neun US-Soldaten das Leben gekostet. Es habe sich um Angehörige einer Sondereinheit gehandelt, berichteten die amerikanischen Streitkräfte. Sechs Soldaten wurden getötet, als gestern während eines Kampfeinsatzes in der Provinz Salahuddin ein Sprengsatz explodierte. Am gleichen Tag kamen in der Provinz Dijala drei weitere Soldaten ums Leben, als eine Bombe am Straßenrand detonierte.
Der amerikanische Militärsprecher Michael Donnelly, erklärte, es sei ein traumatischer Tag für die amerikanischen Soldaten gewesen. Für die US-Streitkräfte war es der verlustreichste Tag im Irak seit dem 7. Februar. Damals kamen elf amerikanische Soldaten ums Leben, davon sieben beim Absturz eines Hubschraubers.
als/AP/Reuters/dpa
quelle: spiegel online (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,470228,00.html)
Bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger im Irak sind mindestens 112 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt worden. Die Attentäter hatten ihre Sprengstoffgürtel mitten in der Menschenmenge gezündet.
Bagdad - Zwei Selbstmordattentäter hätten sich auf einer Straße nahe der Stadt Nadir, zwei Kilometer südlich von Hilla und rund 100 Kilometer südlich von Bagdad, in die Luft gesprengt, berichtet die Polizei. Mindestens 112 Menschen seien getötet und mehr als 200 verletzt worden. Etwa 50 Menschen schwebten in Lebensgefahr, sagte ein Krankenhausarzt der Nachrichtenagentur AFP. Unter den Opfern sind den Angaben zufolge Frauen und Kinder. Die Attentäter hätten ihr Sprengstoffgürtel inmitten der Pilger gezündet, die zu Fuß unterwegs nach Kerbala waren.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,817597,00.jpg
Anschlagsopfer: Sprengstoffgürtel inmitten der Pilger gezündet.
Schiitische Pilger strömen derzeit in die heilige Stadt Kerbala, um einen religiösen Feiertag zu begehen. Sie wurden bereits in der Vergangenheit wiederholt von sunnitischen Aufständischen angegriffen.
In Kerbala begehen die schiitischen Muslime am kommenden Wochenende den Todestag des Imam Hussein. Der Enkel des Propheten Mohammed war im Jahr 680 getötet worden. Die Schiiten begehen außerdem den 40. Tag nach dessen Tod. Dieser Tag markiert das Ende der Trauerzeit.
Rund um Kerbala, wo die Grabmoschee Husseins steht, wurden nach Angaben eines Polizeisprechers bereits 8000 Polizisten postiert, um die Pilger zu schützen. Es wird mit mehr als einer Million Besucher gerechnet.
Zuvor hatten Bombenanschläge nördlich von Bagdad neun US-Soldaten das Leben gekostet. Es habe sich um Angehörige einer Sondereinheit gehandelt, berichteten die amerikanischen Streitkräfte. Sechs Soldaten wurden getötet, als gestern während eines Kampfeinsatzes in der Provinz Salahuddin ein Sprengsatz explodierte. Am gleichen Tag kamen in der Provinz Dijala drei weitere Soldaten ums Leben, als eine Bombe am Straßenrand detonierte.
Der amerikanische Militärsprecher Michael Donnelly, erklärte, es sei ein traumatischer Tag für die amerikanischen Soldaten gewesen. Für die US-Streitkräfte war es der verlustreichste Tag im Irak seit dem 7. Februar. Damals kamen elf amerikanische Soldaten ums Leben, davon sieben beim Absturz eines Hubschraubers.
als/AP/Reuters/dpa
quelle: spiegel online (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,470228,00.html)