Vollständige Version anzeigen : Dell: „Ubuntu“ als Windows-Ersatz


xxxkiller
19.05.2007, 21:48

Neue Computer, egal ob Notebook oder Desktop, wurden bislang standartisiert mit einer Version des Betriebsprogramms Windows geliefert. Software auf Basis des freien Linux-Codes waren meist etwas für Tüftler. Nun bietet Dell seine PCs wahlweise mit dem Linux-System „Ubuntu“ an – höchste Zeit, dem Billig-Betriesbssystem auf den Zahn zu fühlen. Ein Praxistest_

DÜSSELDORF. Kostenbewußte Käufer können sich in Zukunft statt Windows Vista auch ab Werk das freie Linux-Betriebssystem „Ubuntu“ auf ihrem Dell-PC liefern lassen. Diese Ankündigung ließ PC-Nutzer weltweit aufhorchen. Was sehr verlockend klingt, hält für unerfahrene Nutzer aber so manche Stolperfalle bereit. Ein Praxistest mit dem alten PC aus der heimischen Rumpelkammer schafft hier Klarheit, bevor man vielleicht auf das falsche Pferd setzt.

Im Handelsblatt-Test musste ein zwei Jahre alter Dell-Desktop-PC mit einfacher Onboard-Grafik, 512 MB Hauptspeicher und einem durchschnittlich flotten Intel Pentium 4 Prozessor herhalten. Installiert wurde die Version Ubuntu 7_04 aus dem Internet. Das System wird als sogenannte „ISO-Datei“ geliefert. Wichtig: CD-Brennprogrammen wie Nero haben spezielle Menüpunkte, um ISO-Dateien richtig auf CD zu bannen. Wird das nicht beachtet, funktioniert die Installations-CD hinterher schlicht nicht.

Nach dem Einschalten fährt Ubuntu als temporäre Installation hoch, ohne Windows anzutasten. Wer also nach ein paar Minuten Spielerei schon weiß, dass es nichts für ihn ist, schaltet den Rechner einfach wieder aus und das war’s. Probieren kostet in diesem Fall wirklich nichts. Ubuntu kann aber auch zusätzlich zu Windows oder als Ersatz fest installiert werden. Dann wird die Festplatte gelöscht und überschrieben. Wir wählten Letzteres, nachdem gesichert war, dass sich keine wichtigen Daten mehr auf dem Rechner befinden. Nach rund 30 Minuten war die Installation erledigt und das System mit der optisch ansprechenden „Gnome“-Desktop-Oberfläche einsatzbereit. Danach sollte als erstes der passende Treiber für die jeweilige Grafikkarte nachinstalliert werden. Gnome liegt in der Bedienung irgendwo zwischen Mac OS und Windows. Die Eingewöhnung geht, vor allem für Windows-Nutzer, recht flott von statten. Das mitgelieferte „Open-Office 2_0“ ist ein sehr guter Ersatz für Microsofts Office-Paket. Der E-Mail-Client „Evolution“ bietet echtes Outlook-Feeling und war in weniger als fünf Minuten für den POP-3-Abruf eines Web-de-Kontos eingerichtet. Standard-Webbrowser ist der auch auf Windows beliebte „Firefox 2_0“.

Die Arbeitsgeschwindigkeit des Testsystems (das als Windows-Vista-Maschine kaum eine Zukunft hat) war überzeugend. Unter Linux hat der Oldie ein zweites Leben vor sich.

Insgesamt ist Ubuntu schon in der Originalversion sehr umfangreich ausgestattet bis hin zur Fotobearbeitung und einfachen Spielen wie „Solitair“. Die Probleme für Neulinge beginnen erst, wenn zusätzliche Software installieren werden soll. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Qualität der freien Open-Source-Software im Netz enorm schwankt. Alte und gereifte Projekte wie Open Office haben mittlerweile eine bemerkenswerte Stabilität und professionelle Features erreicht. Andere, vor allem junge Projekte, können noch massive Fehler aufweisen. Die Auswahl muss der Nutzer alleine treffen. Support gibt es oft nur in Internetforen oder gar nicht. Aber ein Fehlgriff kostet meist nur Zeit und ein paar Nerven. Im schlimmsten Fall wird die Software-Zitrone einfach wieder deinstalliert.

Die Nutzung der beiden integrierten Software-Installationsprogramme ist dabei dringend angeraten. Denn nach jeder Installation wird das Betriebssystem durch das Hilfsprogramm komplett neu „kompiliert“, also zusammengebaut. Das geht auch alles manuell, aber ein unerfahrener Nutzer könnte das System dabei zerstören.

Um neue Programme installieren zu können, müssen manchmal Datenquellen, so genannte „Repositories“, aus dem Internet (oder von CD) in ein eigenes Verzeichnis eingetragen werden. Manchmal muss man hierfür etwas herumsuchen, aber irgendwo auf den Internetsservern ist immer der Pfad genau angegeben, den man eingeben muss.

Hat es geklappt, werden die zusätzlichen Programmangebote dann im Suchfenster aufgelistet. Generell bleibt festzuhalten: Ohne Internet-Anschluss (mindestens DSL) mit Flatrate ist Ubuntu kaum sinnvoll wart- und erweiterbar.

Der Anschluss gängiger Drucker ist problemlos, kritisch ist die Unterstützung von bestimmten Modems, einigen Soundkarten, Mobiltelefonen und Multimediageräten wie MP3-Playern oder DVB-T-Empfängern. Viele Geräte werden nur rudimentär unterstützt. Auch das MP3-Format wird im Originalzustand nicht angeboten, da es patentgeschützt ist. Schwarz bleibt der Bildschirm auch bei DVD-Kaufvideos. Die Nachinstallation sogenannter „Codecs“ – sofern legal – oder kommerzieller Software, um das Problem zu lösen, ist nicht immer trivial.

Fazit: Angst vor Linux muss heute keiner mehr haben. Im Gegenteil, gerade ältere Rechner erwachen zu neuem Leben als Homeoffice oder Familien-E-Mail-Maschine. Da wird Linux zur ersten Wahl. Aber eine „Zurücklehnen und Vergessen“-Lösung ist Ubuntu nicht. Bis im Test alle gewünschten Funktionen - soweit verfügbar - wirklich gut liefen und die wichtigsten Zusatzprogramme eingebunden waren, brauchte es doch einen knappen Tag Arbeit und viel Stöbern in Internetforen und Programmdatenbanken. Die empfehlenswerte Alternative zu Ubuntu: das ausgereifte openSUSE 10_2, gesponsort von der Silicon Valley Legende Novell.

Quelle: handelsblatt-com (__-handelsblatt-com/news/Technologie/Forschung-Innovation/_pv/_p/203116/_t/ft/_b/1270134/default-aspx/ubuntu-als-windows-ersatz-html)

alan™
21.05.2007, 14:30

Mh ich kann irgendwie garnicht verstehen, warum Dell das jetzt anbietet.
Gut finde ich's trotzdem.
Die machen doch bestimmt ein gutes Partnergeschäfft mit Microsoft??

greetz

rainman
22.05.2007, 09:45

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Dell kündigte vor kurzem an, einige seiner Fertig-PCs auch mit Ubuntu Linux anbieten zu wollen. Bisher hatte das Unternehmen nur Windows vorinstalliert. Jetzt scheint festzustehen, ab wann die ersten Dell-Rechner mit Linux erhältlich sein sollen.

Ein Blogger erhielt auf eine Anfrage bei Dell die Antwort, dass man am Donnerstag dieser Woche mit dem Vertrieb der Ubuntu-Systeme beginnen will. Wie erwartet soll es sich dabei um die Modelle E520 für den Desktop, den Laptop Inspiron 1505 und den Entertainment-PC XPS 410 handeln.

Dell begründet die Entscheidung, Ubuntu Linux zur Vorinstallation anzubieten mit dem Wunsch, seinen Kunden neue Möglichkeiten zur Anpassung ihres neuen Computers an die eigenen Wünsche zu geben. Der Hersteller will nur Hardware-Komponenten verbauen, für die auch stabile Linux-Treiber zur Verfügung stehen.

Vorerst will Dell die neuen Linux-PCs nur in den USA anbieten.

Quelle:__-winfuture-de/news,31868-html

stinkZwiebel
22.05.2007, 19:01

nein_. nein_.
die letzte zeile gefällt mir garnicht:

Die empfehlenswerte Alternative zu Ubuntu: das ausgereifte openSUSE 10_2, gesponsort von der Silicon Valley Legende Novell_
da bleibt man gleich bei windows bevor man das installiert

osiris
22.05.2007, 19:20

Ach_.

Dell ist doch sowieso eine Drecks Firma_.

No-Name Crap mit schlechter Verarbeitung und überteuertem Preis_. die Verarbeiten doch Ubuntu mit dem selben Preis, obwohls freeware is -_-

Die sagten auch mal die machen Susi drauf_. und was is? Windows Vista -_-

Die haben doch sowieso schiss, dass dann keiner mehr ihre Produkte kauft, was auch geschehen würde, da nun eben die meisten Leute Windows verwenden, weils einfach und komfortabel is_.

Müll Nachricht, haben doch schiss



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