Vollständige Version anzeigen : Dummes Wahlverhalten - Erklärungsgesuch


Deejayy
07.06.2009, 21:52
Ich frage mich nun schon seit Jahren, wie es zu einer äußerst verwirrenden und in meinen Augen komischen Verhaltensweise von so ziemlich jedem Bürger in Deutschland kommen kann:

Man beschwert sich die gesamte Wahlperiode über die unfähigen Politiker, die einen das Geld aus der Tasche ziehen; die die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnen lassen; die das Gesundheitssystem ruinieren und die Renten in Grund und Boden wirtschaften. Die es ermöglichen, dass so etwas wie die Finanzkrise entsteht.

Stehen nun Wahlen an, so wählt man exakt die selben Parteien, die man IMMER wählt:

CDU, CSU, SPD, Die Grünen, FDP, oder etwas extremer: Links, Rechts


Ich frage mich nun: Was, einfach gestrickte Mitbürger, WAS ist es, das da nicht in euch schaltet?

Was hindert euch daran zu sagen: STOPP, mit uns/ mit MIR nicht mehr. Bevor ich wie immer die Macht zwischen Schwarz und Rot hin und her pendeln lasse, denke ich doch einmal in meinem Leben nach, lese mir Parteiprogramme durch und wähle ENDLICH mal etwas anderes. Wähle eine kleine Partei; gründe eventuell sogar eine eigene Partei, die unabhängig, nachhaltig und auf Wahrheit bedacht handelt und diesem vorherrschenden Machtspiel endlich ein Ende setzt?!?!?

Was - liebe Mitbürger - ist es, das euch an dieser m.E. doch so simplen Aufgabe scheitern und das Zepter jedes Jahr zwischen Not und Verderben zuweisen lässt?????


Ich beziehe mich hier auf die Wahlergebnisse, die sich Seit der Gründung der BRD ständig ausschließlich zwischen Rot (SPD und Grüne) und Schwarz (CDU/CSU und FDP) bewegen!!!!

Greetingz

Timo

Ficher
07.06.2009, 21:55
Also ich kann mir das immer nur so erklären:

In vielen geistert einfach dieser Konflikt herum: "Die vertreten ja genau meine Meinung, aber ich wähle sie mal nicht, denn sie schaffen es eh nicht und dann ist meine Stimme ja umsonst gewesen."
Das ist das Wahlverhalten vieler Mitbürger und ich finde das einfach traurig, dass man es einfach nicht schafft, seinen inneren Schweinehund zu überwinden und mal die Courage ergreift was neues zu wollen. Das fehlt in diesem Land (Staat) leider noch viel zu häufig.

mr.knut
07.06.2009, 22:01
das ganze ist gut so und shcützt uns vor extremen parteien wie links und rechts. wenn man rot schwarz weniger stimmen gibt bedeutet das gleichzeitig das die extremen parteien mehr macht gewinnen. und das willst du wkrlich? außerdem: die parteiprogramme von Links/rechts etc sind mal absoluter bullshit. und die anderen unbekannten parteien kann man sowieso mal total in sand treten.

leider haben parteien wie die linke und npd die treusten wähler. das kann man von anderen nich behaupten und daher wäre das verhalten das du forderst höchst gefährlich.

0R1G1N
07.06.2009, 22:15
wen willst du denn wählen ? piraten ? :D :D

es gibt vllt 2-3 gute kleine parteien, die vernünftige ideen haben, aber das wars dann auch..
deutschland wird auch immer älter, die leute die früher spd / cdu etc. gewählt haben werden dies in zukunft auch tun, oder glaubst du das eine 60 oder 80jährige , die vorher immer cdu gewählt hat, plötzlich die violetten wählt ?
wohl kaum..

da wird sich in zukunft nichts ändern, in staaten mit viel mehr jungen leuten ist da schon mehr drin, dazu gehört deutschland allerdings sicherlich nicht ;)

Jonny-P
07.06.2009, 22:23
die parteien werden ja nur gewählt weil sie immer gewählt werden..
deutschland wirds nie schaffen was anderes zu wählen, wenn doch dann respekt!

Major Rush
07.06.2009, 22:27
Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber das Wahlprogramm der CSU spricht mir größtenteils ausm Herzen deswegen seh ich keine Not was anderes zu wählen.

access denied
07.06.2009, 22:33
Bei Knut kannst Du sehen, warum das so ist.
Es ist der sog. Realismus, der nicht weiter denken kann als das Bestehende.
Deswegen denken alle: "ja dies und das find ich zwar gut, aber die Realkompetenz, bla bla bla".

coolatme
07.06.2009, 22:35
in meinem Freundeskreis konnte ich einige Leute dazu überreden, meine favorisierte Partei für Europa zu wählen... Nummer 29 ;-)

Die älteren Leute werden halt ihr traditionelles Zeug wählen, was sie immer gemacht haben. Ich mein, die Politiker die an der Macht sind, sind alle vieeeel zu alt. In der Zeit, in der wir leben, gibt es einen viel zu schnellen Wandeln an Wertvorstellung, Moral, Technik... etc. Die Politiker leben noch in den 90ern. Genauso die älteren Wähler. Es ist doch fast unmöglich, heutzutage mit der Zeit zu gehen, oder? ;-)
Woraus besteht denn die meiste Wählerschaft? Aus illusionierten, traditionellen Menschen, die generell keine Ahnung von Politik haben, aber einfach mal auf Verdacht die Partei wählt, die schon die Eltern damals gewählt haben.
Auf unserem Jugendparteitag ist immer etwas los, sehr viele Leute... aber das ist immer für das gesamte Bundesland, und dafür sind das auch wieder zu wenig. Dementsprechend gehen viele Junge auch nicht wählen. Wenn ich hier ne Umfrage in der Mannheimer Innenstadt starte, wer was gewählt hat... Ohje...

Irgendwie hab ich den Faden verloren, vllt fällts mir nacher wieder ein was ich schreiben wollte ^^

Edith sagt:

Ach, genau. Was machen eigentlich die meisten (extremen) Parteien? Wie die Linken sagen: mehr Geld für alle!
Was fürn Murks!
Wenn ich schon was anderes wählen will, dann brauch ich auch ein Konzept, wie man bestimmte Sachen ändern kann... viele jammern dass irgendwas nicht stimmt... aber Lösungs(ansätze) bringen sie auch nicht. Alles blablabla

wormsak
07.06.2009, 22:39
Die jungen leute können vlt was drehen oder ändern.
Aber die älteren gehen zur wahl und wählen halt des was sie kennen.

Mercys
07.06.2009, 23:09
Hab mir aber ähnlich gedacht als ich das Wahlergebnis gesehen hab. Denke zwar das auch von den ganz kleinen Parteien da einige komische dabei sind, wo man nicht ersthaft der meinung ist, das diese fähig für diesen job sind, aber warum immer SPD und CDU sich da abwechseln versteh ich komplett nicht. Bin da auch dagegen und glaube auch das viele einfach den normalen Trott haben sich nur zwischen den beiden entscheiden zu müssen, als sich die "mühe" zu machen auch mal information über die anderen einzuholen.

Lynx
08.06.2009, 11:05
Ganz einfach, weil die Politik der FDP für mich am ansprechensten ist, die Piratenpartei kommt bei mir als Protestpartei von Grund auf schonmal nicht in Frage, da sie auch sonst eher ein maues Wahlprogramm und kaum politische Erfahrung haben, wieso sollten sie dann in das Europaparlament einziehen.
Im Punkt der Sicherheitspolitik und dem Schutz der Grundrechte, stimm eich der FDP vollkommen zu, sie sind auch gegen die Internetzensur und treten für die Grundrechte der Bürger ein, dies wird auch bei der Bundestagswahl im Herbst zum Konflikt mit der CDU/CSU führen.

Ein weiterer Punkt ist, dass die FDP am Konzept der sozialen Marktwirtschaft festhält, was meiner Meinung nach Deutschland zu Reichtum und Fortschritt geführt hat, leider wird das heute nicht mehr geschätzt.
Im Punkt der Familienpolitik und auch der Integrationspolitik, bin ich mit der FDP einer Meinung, ich köntne dir jetzt noch zig andere Gründe nennen.

Um aber jetzt auf das allgemeine Thema zurück zu kommen: Meiner Meinung nach sind die Deutschen ein Nörglervolk (sieht man hier ja jeden Tag). Wobei das Meckern auf ganz hohen Niveau stattfindet, in der Wahlkabine wird dann einigen bewusst, dass es ihnen doch vergleichsweise gut geht. Ich bin der Meinung bevor man irgendwelchen extremen Verfassungsfeindlichen Parteien (bei der NPD sind wir uns einig, bei der Linken beziehe ich mich auf den Flügel von Frau Wagenknecht und Konsorten) seine Stimme gibt, gibt man sie lieber einer gemäßigten Partei (wodurch sich das Ergebnis der Grünen erklären lässt).

Die SPD hat sich sicherlich durch die Agenda 2010 einiges bei den Wählern versaut, das zieht sich bis heute hin. Die CDU/CSU ist gewohnt stark und hat durch die Wirtschaftskrise einige stimmen verloren, die Leute wollen kompetente Leute von der FDP.

Die Linke: Dazu brauch ich einiges nichts sagen, meistens wählen sie irgendwelche Rentner oder ältere Leute, meistens aus dem Osten, in Baden-Württemberg und Bayern, den wirtschaftlich starken Bundesländern spielt sie nur eine Nebenrolle, sie ist also als Frust- und Protespartei wie die NPD anzusehen in meinen Augen.

Ich muss sagen von dir hätte ich keinen so subjektiven Thread erwartet, wenn du doch der Meinung bist, dass das Wahlverhalten der Bürger dumm ist, dann ist das alleine deine subjektive Meinung, wenn du zu den Nörglern gehörst und es nicht einsehen kannst, das der Rest Deutschlands noch nicht auf den Kopf gefallen ist, dann brauchst du doch keinen so Thread eröffnen, allgemein spiegelt sich die Politikverdrossenheit in der niedrigen Wahlbeteiligung nieder. Ich bin gespannt auf die Bundestagswahl und hoffe, dass es für eine Schwarz-Gelbe Koalition reicht, die Deutschland wieder wirtschaftlich nach vorne bringt.

Positiv bei der Wahl ist außerdem, dass es keine rechtsextreme Partei ins Parlament geschafft hat, über die Linke lässt sich wie gesagt streiten, wobei diese meiner subjektiven Meinung nach kein deut besser ist wenn man eine sozialistische Demokratie öffentlich fordert und öffentlich behauptet es seien in der DDR die positiven Aspekte in Vergessenheit geraten.

Deejayy
08.06.2009, 11:26
das ganze ist gut so und shcützt uns vor extremen parteien wie links und rechts. wenn man rot schwarz weniger stimmen gibt bedeutet das gleichzeitig das die extremen parteien mehr macht gewinnen. und das willst du wkrlich? außerdem: die parteiprogramme von Links/rechts etc sind mal absoluter bullshit. und die anderen unbekannten parteien kann man sowieso mal total in sand treten.

Das ist glaube ich exakt die geistlose Meinung, mit der ich rechnete.
Jedwede andere Partei außerhalb der Mitte wird als "extrem, bullshit und in den sand treten könnend" abgestempelt, ohne sich auch nur eine Sekunde mit deren wirklichen Inhalten und Zielen auseinanderzusetzen.

Könnte es evtl. die Veroberflächlichung aufgrund des Angebotsinflationismus in jedem Bereich des Lebens, das Nichtinformierenwollen aus dem Grund des IchkannsowiesonichtsändernundhabenichtdenWillenmichauchaktivfüretwaseinzuse tzen, sowie die aus der Allgemeinheit heraus vermittelte Angst, aufzufallen und aus dem Gleichschritt des Denkens und des Handelns alleinig auf den Mainstream bezogen, sein, die euch daran hindert, euch mal wirklich gedanken zu machen und euch selbst aus der selbstverschuldeten Unzufriedenheit zu holen?

Schonmal Parteiprogramme durchgelesen? Schonmal mit den Kandidaten persönlich gesprochen? Überhaupt schonmal andere Parteien angeschaut und durchgelesen?
Ich denke nicht. Man lebt in seiner sicheren Vorurteilswelt, in der man sich wohl fühlt. So kann man sein Leben lang meckern aber braucht sich nicht anzustrengen. Das können dann die da Oben für einen machen, aber eigentlich auch immer nur falsch.

Wie verwirrend, oder?

Zu Lynx:

Ich habe eine angewohnheit, die mir manchmal auch hinderlich sein kann, Themen sehr provozierend zu eröffnen, da ich mir dadurch, aus vergleichen zur Boulevardpresse, welche doch eher auch von den formal weniger gebildeten Personen rezipiert wird, verspreche, dass auch diese im Bereich Politik sich angesprochen fühlen und dadurch evtl. sogar eine Antwort geben!

Zum Nörgeln:

Ich beziehe mich auf die tatsächlich stattfindene Spaltung zwischen Arm und Reich, die auch im wissenschaftlichen Bereich (außerhalb der Medien) eindeutig Zunahme konstatiert.
Offensichtlich ist ebenso, dass die FDP weiterhin segregieren möchte: Zwischen Arm und Reich!
Auch bezieht sich nun speziell die FDP nicht auf die Soziale Marktwirtschaft, sondern auf die "Neue Soziale Marktwirtschaft", welche dem Sozialen eigentlich abgesprochen hat.
Es wird auf Eigenverantwortung gesetzt, die soziale Unterstützung soll weitestgehend zurückgefahren werden, Sozial ist nunmehr nur noch, was Arbeit schafft. Diese Aussage ist eine Bedeutungsumkonstruktion des Begriffs Sozial. Dieser hat - natürlich berechnend - stattgefunden um der FDP die Möglichkeit zu geben, auch mit dem Sozialen (welches wie gesagt eigentlich nicht mehr sozial ist) werben zu können. Die FDP ist eine eindeutige Gutbürgerliche, Bürgerliche Bildungsschicht oder Obere Mittel bis Oberschichtspartei, welche NICHT für alle das gleiche Wohl als Ziel hat.
Deswegen kann diese Partei NICHT dem Wohle aller dienen, denn dieser "Schicht" gehören nur wenige Prozent des Gesamtbevölkerung an.

Zum Ausgangspunkt:

Zieht man wissenschaftliche Studien heran (aus den Sozialwissenschaften) so ist eindeutig zu konstatieren, dass:
1. Einem zunehmenden Teil der Bevölkerung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch mangelndes ökonomische Kapital verwehrt wird (Stichpunkt: Schere)
2. Sich dadurch natürlich auch das soziale und kulturelle Kapital verringert (Stichpunkt: Segregation, Desintegration, Ausschluss)
3. Sich diese Unsicherheiten auch eindeutig auf eine subjektive Unsicherheit niederschlägt (Stichpunkte: Angst, Sicherheit)
4. Diese wiederum maßgeblich für Segregationen und Aggressionen verantwortlich sind (Stichpunkt: Aggressionstheorie)

Nimmt man diese Fakten, so sollte eine wirkliche Herstellung der Sozialen Marktwirtschaft, eine Rückbeziehung auf "Eigentum verpflichtet" und "Gemeinwohl vor Eigenwohl" angestrebt und vor allem praktisch umgesetzt werden um zukünftigen, gravierenden Problemen in dieser, in der Öffentlichkeit und den Medien noch recht harmlos dargestellte Situation, der Gesellschaft noch rechtzeitig entgegenwirken zu können.
Das hat nichts mit Links/Rechts zu tun sondern ausschließlich mit richtig oder falsch.
Und unter dieser Betrachtungsweise sind es beinahe alle "großen" Parteien, die diesen Tatsachen entgegenhandeln und eher machttheoretische und auf Eigenwohl bezogene Interessen vertreten bzw. nach ihnen handeln.


Zitat (Cem Basam):

Diese 99 Abgeordneten repräsentieren nicht den Willen der Wahlberechtigen in Deutschland. Sie haben in meinen Augen keine echte Legitimation. In diesem Licht erscheinen mir Diskussionen über Verluste und Gewinne der einzelnen Parteien wie nackter Hohn. Verloren haben heute alle Parteien. Sie besitzen offenbar nicht das Vertrauen der Wählerschaft. Das Europäische Parlament hat heute ebenfalls verloren.


Greetingz

Timo

Sachxe
08.06.2009, 11:41
Das ist glaube ich exakt die geistlose Meinung, mit der ich rechnete.
Jedwede andere Partei außerhalb der Mitte wird als "extrem, bullshit und in den sand treten könnend" abgestempelt, ohne sich auch nur eine Sekunde mit deren wirklichen Inhalten und Zielen auseinanderzusetzen.

Könnte es evtl. die Veroberflächlichung aufgrund des Angebotsinflationismus in jedem Bereich des Lebens, das Nichtinformierenwollen aus dem Grund des IchkannsowiesonichtsändernundhabenichtdenWillenmichauchaktivfüretwaseinzuse tzen, sowie die aus der Allgemeinheit heraus vermittelte Angst, aufzufallen und aus dem Gleichschritt des Denkens und des Handelns alleinig auf den Mainstream bezogen, sein, die euch daran hindert, euch mal wirklich gedanken zu machen und euch selbst aus der selbstverschuldeten Unzufriedenheit zu holen?

Schonmal Parteiprogramme durchgelesen? Schonmal mit den Kandidaten persönlich gesprochen? Überhaupt schonmal andere Parteien angeschaut und durchgelesen?
Ich denke nicht. Man lebt in seiner sicheren Vorurteilswelt, in der man sich wohl fühlt. So kann man sein Leben lang meckern aber braucht sich nicht anzustrengen. Das können dann die da Oben für einen machen, aber eigentlich auch immer nur falsch.

Wie armselig und lächerlich, oder?

ich bin mal so frei un behaupte, dass du auch noch nicht alle parteiprogramme von grund auf studiert hast geschweige denn mit personen jeglicher partei in direkten kontakt getreten bist. vielleicht bist du der sohn eines politikers, der eine kleine splitterpartei führt und fühlst dich deswegen alternativ, whatever. und das soll nicht mal beleidigend gemeint sein.

ich glaube das problem in deutschland ist historisch verwurzelt: wir sind eine anormale nation, was politik und identität betrifft, da wir es uns lange zeit nicht leisten konnten, unsere identität zu zeigen. was die politik betrifft, so denke ich, dass winston churchill es mit seinem zitat ganz gut auf den punkt gebracht hat: "das beste argument gegen demokratie ist ein fünfminütiges gespräch mit einem durchschnittlichen wähler" warum ist das so? weil demokratie auf dieser gewaltigen ebene, wie wir sie nun schon seit 1789 erleben, nicht funktionieren kann, im rückgriff auf jule zeh. zweitens geht es den leuten momentan noch zu gut , als dass sie den weg in die wahllokale für unabdingbar halten. schade, aber muss man akzeptieren.

und eingestandenermaßen vertreten 50% der kleinen individuellen parteien auch wirklich unzulängliche ziele. dass wir - um auf die APPD zu verweisen - nicht unbedingt die grenzen von 1285 oder dergleichen wiederherstellen sollten, darin stimmen wir hoffentlich überein. und für einen einfachen bürger, der vielleicht noch nicht einmal studiert hat, ist es schwierig, parteiprogramme dahingehend prognostizierend als zukunftsweisend zu klassifizieren, als das dies nicht einmal mehr politexperten heutzutage schaffen können. dann mag es nicht verwundern, dass die alten instinkte des menschen ihn einholen und ihn wieder auf seinen gemütlichen schaukelstuhl bitten.

letztlich würde ich niemanden für sein wahlverhalten kritisieren, wenn ich nicht selber schon einmal politisch wirklich aktiv tätig gewesen wäre und das bin ich nicht, so wie 99% der restes hier. ich glaube, das sind die wirklich schwarzen schafe. selbsternannte intelektuelle, die sich an die wand lehnen und einen dirigentenstab in der hand halten, obwohl sie noch nie ein instrument gesehen haben.

Deejayy
08.06.2009, 12:06
ich bin mal so frei un behaupte, dass du auch noch nicht alle parteiprogramme von grund auf studiert hast geschweige denn mit personen jeglicher partei in direkten kontakt getreten bist. vielleicht bist du der sohn eines politikers, der eine kleine splitterpartei führt und fühlst dich deswegen alternativ, whatever. und das soll nicht mal beleidigend gemeint sein.

ich glaube das problem in deutschland ist historisch verwurzelt: wir sind eine anormale nation, was politik und identität betrifft, da wir es uns lange zeit nicht leisten konnten, unsere identität zu zeigen. was die politik betrifft, so denke ich, dass winston churchill es mit seinem zitat ganz gut auf den punkt gebracht hat: "das beste argument gegen demokratie ist ein fünfminütiges gespräch mit einem durchschnittlichen wähler" warum ist das so? weil demokratie auf dieser gewaltigen ebene, wie wir sie nun schon seit 1789 erleben, nicht funktionieren kann, im rückgriff auf jule zeh. zweitens geht es den leuten momentan noch zu gut , als dass sie den weg in die wahllokale für unabdingbar halten. schade, aber muss man akzeptieren.

und eingestandenermaßen vertreten 50% der kleinen individuellen parteien auch wirklich unzulängliche ziele. dass wir - um auf die APPD zu verweisen - nicht unbedingt die grenzen von 1285 oder dergleichen wiederherstellen sollten, darin stimmen wir hoffentlich überein. und für einen einfachen bürger, der vielleicht noch nicht einmal studiert hat, ist es schwierig, parteiprogramme dahingehend prognostizierend als zukunftsweisend zu klassifizieren, als das dies nicht einmal mehr politexperten heutzutage schaffen können. dann mag es nicht verwundern, dass die alten instinkte des menschen ihn einholen und ihn wieder auf seinen gemütlichen schaukelstuhl bitten.

letztlich würde ich niemanden für sein wahlverhalten kritisieren, wenn ich nicht selber schon einmal politisch wirklich aktiv tätig gewesen wäre und das bin ich nicht, so wie 99% der restes hier. ich glaube, das sind die wirklich schwarzen schafe. selbsternannte intelektuelle, die sich an die wand lehnen und einen dirigentenstab in der hand halten, obwohl sie noch nie ein instrument gesehen haben.

Schöne Worte!
Da stimme ich dir zu.
Diese, meine Meinung und meine Kritik gilt ebenso den Politikern selbst, obwohl Sie auch gleichzeitig die Bürger, die Mitmenschen; Du und Ich sind. Wieso ist es offensichtlich so schwierig, die Gesamtheit der Menschen miteinzubeziehen? Wieso kann man das Wissen, welches vorhanden ist, wie man Menschen motiviert und miteinbezieht, nicht auch praktisch in der Politik umgesetzt werden? Wieso wollen Politiker den Menschen garnicht helfen, sie garnicht aufklären, ihnen nicht helfen, sondern im Grunde Macht und Geld und Ansehen bzw. Anerkennung für sich?
Wo bleibt das Ideologische an der Politik? Wo sind die Denker, die Praktiker, die Etwasbewegenden?

Ich möchte mich nicht als tauber Dirigent vor das Orchester stellen und meine Partitur aufzwingen. Ich möchte Selbstreflexion erzeugen und aktive Courage erzeugen, welche von jedem kommen sollte. Ich allein, ohne die Hilfe und die Gedanken und das Handeln anderer, bin ich allein. Ich hoffe hierdurch auf Unterstützung, auch wenn es manchmal nicht der richtige Weg ist, den ich für dieses Ziel einschlage. So verzeiht mir diese Untat. :cool:


Greetingz

Timo

Sachxe
08.06.2009, 12:39
Schöne Worte!
Da stimme ich dir zu.
Diese, meine Meinung und meine Kritik gilt ebenso den Politikern selbst, obwohl Sie auch gleichzeitig die Bürger, die Mitmenschen; Du und Ich sind. Wieso ist es offensichtlich so schwierig, die Gesamtheit der Menschen miteinzubeziehen? Wieso kann man das Wissen, welches vorhanden ist, wie man Menschen motiviert und miteinbezieht, nicht auch praktisch in der Politik umgesetzt werden? Wieso wollen Politiker den Menschen garnicht helfen, sie garnicht aufklären, ihnen nicht helfen, sondern im Grunde Macht und Geld und Ansehen bzw. Anerkennung für sich?
Wo bleibt das Ideologische an der Politik? Wo sind die Denker, die Praktiker, die Etwasbewegenden?

Ich möchte mich nicht als tauber Dirigent vor das Orchester stellen und meine Partitur aufzwingen. Ich möchte Selbstreflexion erzeugen und aktive Courage erzeugen, welche von jedem kommen sollte. Ich allein, ohne die Hilfe und die Gedanken und das Handeln anderer, bin ich allein. Ich hoffe hierdurch auf Unterstützung, auch wenn es manchmal nicht der richtige Weg ist, den ich für dieses Ziel einschlage. So verzeiht mir diese Untat. :cool:

ich glaube, das hier sind die schönen worte.
denn mit der aussage, dass du quasi durch diskurs deine aktivität auf andere projizieren willst, gehörst du zwar zu einer ehrbaren, aber leider aussterbenden sorte von denkern. man kann es politik gar nicht übel nehmen, aber machiavelli hat schon als erste neuzeitlicher staatstheoretiker erkannt, dass zur politik auch immer ein "wille zur macht" gehört, jetzt mal abgesehen von seiner idee eines opportunistische machtstaates. ohne jenen willen ist es heute gar nicht mehr möglich politisch aufzusteigen. ironischerweise ist der politische aufstieg mit einem verrat der eigenen - möglicherweise ehrlichen und gutmütigen - absichten verbunden, ob man möchte oder nicht.

aber erzähl das mal der dame an der kasse vom aldi... die beschimpft lieber die CDU und fühlt sich gut dabei. also lass sie lieber fluchen und schmunzel :S

mr.knut
08.06.2009, 15:57
uj, da hab ich mir aber wieder zwei feinde gemacht =)
naja, acces denied ist eh nicht mehr zu helfen (ich verweise an dieser stelle mal auf deinen whine thread: klick (http://board.raidrush.ws/showthread.php?t=603495)) kannst mich jetzt gerne melden, aber dir jedes mal vom neuen zu sagen das du eifnach nur absoluten dreck von dir gibst ist überflüssig. du wirst es eh nie verstehen und das weiß mittlerweile halb rr.

Bei Knut kannst Du sehen, warum das so ist.
Es ist der sog. Realismus, der nicht weiter denken kann als das Bestehende.

ganz komisch. es ist nämlich genau so das ich weiterdenke. genau deshalb komme ich ja auf diese annahme. aber wie geasgt, ich werds nich erklären da eine diskussion mit dir eh ins leere führt.

[...]

Schonmal Parteiprogramme durchgelesen? Schonmal mit den Kandidaten persönlich gesprochen? Überhaupt schonmal andere Parteien angeschaut und durchgelesen?
Ich denke nicht. falsch gedacht.

Man lebt in seiner sicheren Vorurteilswelt, in der man sich wohl fühlt. So kann man sein Leben lang meckern aber braucht sich nicht anzustrengen. Das können dann die da Oben für einen machen, aber eigentlich auch immer nur falsch. im gegensatz zur linken/rechten fraktion (die übrigens sehr stark bei rr vertreten ist) meckere ich nicht den ganzen tag. ist ne leere behauptung von dir.

erklär mir doch bitte mal genau was hierdran falsch ist (ich habe noch eine klitzekleine hoffnung das ich mit dir diskutieren kann):
das ganze ist gut so und shcützt uns vor extremen parteien wie links und rechts. wenn man rot schwarz weniger stimmen gibt bedeutet das gleichzeitig das die extremen parteien mehr macht gewinnen. und das willst du wkrlich?

igita
08.06.2009, 16:16
Es gibt in meine Augen kein dummes Wahlverhalten.
Dumm ist nur wer nicht wählen geht.
Jeder Wähler verdient Respekt, egal ob er nun NPD oder LINKE wählt.

Auch finde ich, dass sich das Wählerverhalten bei uns sehr stark geändert hat.
Der Wandel benötigt nuneinmal Zeit.
5 % sind kein Pappenstil.

Bis in die 80 hatten wir ein schönes 3 Fraktionensystem.
Die FDP hatte die Rolle der Schutzmacht des Volkes vor dem Sozialismus der SPD und dem Konservatismus der Union.

Dann kamen die Grünen, die damals ja ein Haufen Ökoaktivisten waren, die außer Umweltthemen nichts auf ihrer Agenda hatten.
Sie sind doch ein ZEichen, dafür dass sich Vereiningungen Gehör verschaffen können und aktiv in die Politik eingreifen können.
Jedoch mussten sie sich wandeln.
Umwelt spielt zwar immernoch eine sehr große Rolle bei ihnen, jedoch haben sie auch die anderen Themen mehr oder weniger kompetent besetzt.
Heute sind sie nun eine ganz normale Partei, die sich ins Spektrum hereingearbeitet hat.

Die Linke ist nun mitten in diesem Prozess.

Die Piraten stehen am Anfang.
0,9 % ist nicht schlecht und in Schweden haben sie es sogar ins EP geschafft.
Bisher sind nur eine Partei mit einem einzigen Thema, dass sie besetzen.
Damit sind sie für mich nicht wählbar.
Auch ist das Thema wohl doch nicht so interessant bzw wichtig für die Menschen, dass sie nur deswegen ins Parlament gewählt werden müssten.



Daher kann ich auch nicht erkennen, dass das Wählerverhalten konstant bleibt.
Der Trend geht ja genau in die andere Richtung.
Die kleinen werden stärker und die zwei großen Union und SPD verlieren.


Warum die Lager trotzdem so konstant bleiben erkläre ich so.

1) weil die ganz kleinen Parteien viel zu wenige Themen besetzt haben.
- die Violetten sind doch nur von Renter, die keine Nachkommen haben interessant
- die Piraten nur für Downloadfreaks
2) weil diese Parteien kein Glück haben, dass ihr Thema in der Gründungszeit akut in der Gesselschaft diskutiert wird
- wo wären die Grünen ohne Tschernobyl
- die Linke ohne Agenda 2010

3) weil sie kein Geld für Werbung usw. haben

4) weil sie kaum Mitglieder haben und ihnen die PArteistruktur fehlt

5) Wählerbindung spielt eine Rolle
Dies wird bei den Grünen sehr deutlich. Dies haben keine Wähler, die älter als 70 sind.

blubbiblub
08.06.2009, 16:25
eins ist auf jedenfall sicher.
wenn die ganzen älteren leute in deutschland mal nicht mehr sind, wird es auf jedenfall einen großen umschwung geben.
egal in welche richtung oder für welche parteien.
die alten, sagen wir mal ab 50 aufwärts wählen immer cdu/fdp, spd/grüne.
wir die jüngeren beschäftigen uns auch mit anderen parteien und vorallem auch anderen interessen.

klar spielt für uns auch die rente, die gesundheit, die famile usw eine rolle, aber wir haben einfach andere interessen wie unsere eltern/oms und opas.

das sollten sich die großen parteien vielleicht auch mal zu herzen nehmen, denn sonst sehen sie sich in 10 bis 30 jahren irgendwo bei 10% und die kleineren parteien über die heute viele lachen bei 30%.

mich würde es freuen wenn wir mehr als 5 parteien im bundestag hätten,
dann würden mehr interessen von allen vertreten werden und nicht immer nur die selben.


gruß blubbi

konkret
08.06.2009, 16:41
...
die alten, sagen wir mal ab 50 aufwärts wählen immer cdu/fdp, spd/grüne.
wir die jüngeren beschäftigen uns auch mit anderen parteien und vorallem auch anderen interessen.
...

Ich verstehe nicht, was schlimm daran ist, die "Volksparteien" (CDU, SPD, FDP, Grüne) zu wählen. Was verstehst du unter anderen Interessen? Zum Beispiel die Piratenpartei? Die Piratenpartei wirbt vornehmlich (ähnlich "Die Tierschützer") nur mit einem Themenkomplex, in dem sie etwas bewegen wollen. Zugegeben, Datenschutz im Internet und geistiges Eigentum ist ein wichtiges Thema, aber Politik muss sich mit viel mehr befassen! Die Themenkomplexe mit denen sich die Volksparteien auseinanderesetzten sind viel weitläufiger, sie betreffen nach Möglichkeit alle Politikfelder.

Wie würde unsere Politik aussehen, wenn die Piratenpartei die alleinige Mehrheit hat? Nach einem Monat hätte das Parlament nichts mehr zu beschließen, da die Piratenpartei zu nichts mehr eine Meinung hat ...

Vielleicht sehen "alte" Menschen auch einfach die Gefahr eines Mehr-Parteien-Systems (Stichwort Weimar), in dem der politische Konsens immer schwere zu finden ist und das Land immer schwirieger zu regieren ist. Nichts gegen politische Vielfalt (finde ich toll und sinnvoll, ehrlich), nur sehe ich auch die Gefahren darin, wenn viele Parteien im Parlament sitzen.

Wie immer in der Politik gibt es kein Gut oder Böse. Sowohl 2 bis 4 Volksparteien als auch mehrere kleinere Parteien im Parlament, haben ihre Vor- und Nachteile.

...
mich würde es freuen wenn wir mehr als 5 parteien im bundestag hätten,
dann würden mehr interessen von allen vertreten werden und nicht immer nur die selben.
...
Ich glaube nicht, dass die Interessensvertretung allein mit der Anzahl der Parteien im Bundestag zu tun hat. In den USA fühlten sich (möglicherweise, war selbst nie dort und habs nur gelesen) die Afro-Amerikaner jahrhundertelang nicht berücksichtigt. Jetzt hat sich das Blatt bei vielen gewendet. Wie viele Parteien sind im Kongress und Repräsentantenhaus vertreten? 2!

access denied
08.06.2009, 16:43
uj, da hab ich mir aber wieder zwei feinde gemacht =)
naja, acces denied ist eh nicht mehr zu helfen (ich verweise an dieser stelle mal auf deinen whine thread: klick (http://board.raidrush.ws/showthread.php?t=603495)) kannst mich jetzt gerne melden, aber dir jedes mal vom neuen zu sagen das du eifnach nur absoluten dreck von dir gibst ist überflüssig.

Das Du Dich davon überfordert fühlst, mir argumentativ nachzuweisen, dass ich "Dreck" rede, überrascht mich nicht. Letztendlich hast Du keine Argumente, mit denen Du das könntest.

ganz komisch. es ist nämlich genau so das ich weiterdenke. genau deshalb komme ich ja auf diese annahme.

Nö tust Du nicht. Das Bestehende heisst, innerhalb der sog. Realpolitik zu denken und genau das tust Du. Also hast Du nicht weiter gedacht.

Lynx
08.06.2009, 16:57
Zum Nörgeln:

Ich beziehe mich auf die tatsächlich stattfindene Spaltung zwischen Arm und Reich, die auch im wissenschaftlichen Bereich (außerhalb der Medien) eindeutig Zunahme konstatiert.
Offensichtlich ist ebenso, dass die FDP weiterhin segregieren möchte: Zwischen Arm und Reich!
Auch bezieht sich nun speziell die FDP nicht auf die Soziale Marktwirtschaft, sondern auf die "Neue Soziale Marktwirtschaft", welche dem Sozialen eigentlich abgesprochen hat.
Es wird auf Eigenverantwortung gesetzt, die soziale Unterstützung soll weitestgehend zurückgefahren werden, Sozial ist nunmehr nur noch, was Arbeit schafft. Diese Aussage ist eine Bedeutungsumkonstruktion des Begriffs Sozial. Dieser hat - natürlich berechnend - stattgefunden um der FDP die Möglichkeit zu geben, auch mit dem Sozialen (welches wie gesagt eigentlich nicht mehr sozial ist) werben zu können. Die FDP ist eine eindeutige Gutbürgerliche, Bürgerliche Bildungsschicht oder Obere Mittel bis Oberschichtspartei, welche NICHT für alle das gleiche Wohl als Ziel hat.
Deswegen kann diese Partei NICHT dem Wohle aller dienen, denn dieser "Schicht" gehören nur wenige Prozent des Gesamtbevölkerung an.

Link zum Artikel auf der FDP-Homepage, les ihn dir durch (http://www.fdp-fraktion.de/webcom/show_themen_abisz_neu.php?wc_c=539&wc_id=70) und überleg dir noch einmal was die FDP wirklich sagt und was du gerne hättest was sie sagt, immerhin ist das größte Vorurteil, dass die FDP eine Reichenpartei für Turbokapitalisten ist, leider, auch hier weit verbreitet. Die FDP ist nur dafür, dass der Staat sich aus gewissen Sachen wie der Wirtschaft weitgehend heraushält, so lange keine konjunkturförderne Maßnahmen nötig sind.
Wenn die Wirtschaft fluriert erledigt sich auf lange Zeit das Thema soziale Gerechtigkeit auch, da alle davon profitieren, auch wenn es immer wieder von einigen hier angezweifelt wird. Die Sektoren Wirtschafts- und Sozialpolitik hängen stark miteinander zusammen.
Ungerecht finde ich das Verhalten der Linken, sich so dreißt in die Öffentlichkeit zu stellen und alle Reichen als Turbokapitalisten darzustellen und offen zu sagen, dass man erstmal den reichen das Geld wegnehmen will.
--> Soziale Gerechtigkeit definiert jeder für sich und ist völlig subjektiv, für mich hat der Industrielle der 7 Tage in der Woche täglich 12-14 Stunden arbeitet sein Geld eher verdient als ein arbeitsloser Sozialschmarotzer sein Arbeitslosengeld 2 (ich weiß sehr überspitzt dargstellt)






Zieht man wissenschaftliche Studien heran (aus den Sozialwissenschaften) so ist eindeutig zu konstatieren, dass:
1. Einem zunehmenden Teil der Bevölkerung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch mangelndes ökonomische Kapital verwehrt wird (Stichpunkt: Schere)

Das habe ich nicht angezweifelt im Moment sind besonders Familien die von Sozialhilfen leben müssen stark benachteiligt, doch setzt die FDP auch an dieser Stelle an.

2. Sich dadurch natürlich auch das soziale und kulturelle Kapital verringert (Stichpunkt: Segregation, Desintegration, Ausschluss)

Ist die logische Schlussfolgerung daraus.

3. Sich diese Unsicherheiten auch eindeutig auf eine subjektive Unsicherheit niederschlägt (Stichpunkte: Angst, Sicherheit)

Stimm ich dir auch zu.

4. Diese wiederum maßgeblich für Segregationen und Aggressionen verantwortlich sind (Stichpunkt: Aggressionstheorie)

Der immer wieder auftretende Sozialneid ist das beste Beispiel, jedoch zeigt sich diese Aggression immer nur gegen andere, seien es Politiker, der frühere Arbeitgeber.... die wenigstens Arbeitslosen suchen die Schuld bei sich.

Nimmt man diese Fakten, so sollte eine wirkliche Herstellung der Sozialen Marktwirtschaft, eine Rückbeziehung auf "Eigentum verpflichtet" und "Gemeinwohl vor Eigenwohl" angestrebt und vor allem praktisch umgesetzt werden um zukünftigen, gravierenden Problemen in dieser, in der Öffentlichkeit und den Medien noch recht harmlos dargestellte Situation, der Gesellschaft noch rechtzeitig entgegenwirken zu können.

So schlimm kann es noch nicht sein, die Bundestag wird zeigen, wie es um Deutschland und die Wähler steht, spätestens wenn die NPD und die Linke mehr Wähler bekommen ist das ein Zeichen dafür, dass es mit Deutschland bergab geht. Ich kann nur betonen die FDP vertritt die soziale Marktwirtschaft.

Das hat nichts mit Links/Rechts zu tun sondern ausschließlich mit richtig oder falsch.
Und unter dieser Betrachtungsweise sind es beinahe alle "großen" Parteien, die diesen Tatsachen entgegenhandeln und eher machttheoretische und auf Eigenwohl bezogene Interessen vertreten bzw. nach ihnen handeln.


Natürlich tun dies die Parteien, aber durch die Bank alle Parteien, sonst bräuchten sie keinen Wahlkampf sondern würden das Geld anderweitig investieren.



Diese 99 Abgeordneten repräsentieren nicht den Willen der Wahlberechtigen in Deutschland. Sie haben in meinen Augen keine echte Legitimation. In diesem Licht erscheinen mir Diskussionen über Verluste und Gewinne der einzelnen Parteien wie nackter Hohn. Verloren haben heute alle Parteien. Sie besitzen offenbar nicht das Vertrauen der Wählerschaft. Das Europäische Parlament hat heute ebenfalls verloren.

Die Mehrheit des deutschen Volkes hat entschieden, wenn das dir nicht passt oder irgendwem sonst ist das seine subjektive Meinung, was gibt eigtl. den Leuten immer das Recht ihre Meinung zur absolut richtige Wahrheit zu erheben, da ist schon so manch anderer auf die Schnauze geflogen.

Sehr schön, die Mehrheit des deutschen Volkes hat entschieden, würde ich dazu sagen.

eins ist auf jedenfall sicher.
wenn die ganzen älteren leute in deutschland mal nicht mehr sind, wird es auf jedenfall einen großen umschwung geben.
egal in welche richtung oder für welche parteien.
die alten, sagen wir mal ab 50 aufwärts wählen immer cdu/fdp, spd/grüne.

Naja ich sags mal so hier im Board ist der Altersdurchschnitt relativ gering, ich denke einige waren das erste mal wählen, in der Pubertät neigt man dazu zur Rebellion, bei einigen Wahlberechtigten ist der Vorgang noch nicht abgeschlossen, ich falle wohl aus dem Raster und auch die Umfragen zeigen, dass gerade die Grünen und die FDP viele Wähler unter 30 haben.
Was ich sagen will ist, dass man mit dem Alter vernünftiger wird und weiter reift, als Abschluss möchte ich auf das Zitat in meiner Signatur verweisen, da ist denke ich was wahres dran, bei einigen geht es eben schnelle rund bei einigen dauert es ein leben lang, bis sie begreifen mit was sie kostbare Zeit ihres Lebens verschwendet haben, manche können nicht zur RUhe kommen und einfach genießen und spielen noch ihr Leben lang den Weltverbesserer.

Wer mit 20 kein Kommunist ist, der hat kein Herz. Wer mit 30 immer noch Kommunist ist, der hat keinen Verstand -Winston Churchill

blubbiblub
08.06.2009, 16:59
Ich verstehe nicht, was schlimm daran ist, die "Volksparteien" (CDU, SPD, FDP, Grüne) zu wählen. Was verstehst du unter anderen Interessen? Zum Beispiel die Piratenpartei? Die Piratenpartei wirbt vornehmlich (ähnlich "Die Tierschützer") nur mit einem Themenkomplex, in dem sie etwas bewegen wollen. Zugegeben, Datenschutz im Internet und geistiges Eigentum ist ein wichtiges Thema, aber Politik muss sich mit viel mehr befassen! Die Themenkomplexe mit denen sich die Volksparteien auseinanderesetzten sind viel weitläufiger, sie betreffen nach Möglichkeit alle Politikfelder.

Wie würde unsere Politik aussehen, wenn die Piratenpartei die alleinige Mehrheit hat? Nach einem Monat hätte das Parlament nichts mehr zu beschließen, da die Piratenpartei zu nichts mehr eine Meinung hat ...

Vielleicht sehen "alte" Menschen auch einfach die Gefahr eines Mehr-Parteien-Systems (Stichwort Weimar), in dem der politische Konsens immer schwere zu finden ist und das Land immer schwirieger zu regieren ist. Nichts gegen politische Vielfalt (finde ich toll und sinnvoll, ehrlich), nur sehe ich auch die Gefahren darin, wenn viele Parteien im Parlament sitzen.

Wie immer in der Politik gibt es kein Gut oder Böse. Sowohl 2 bis 4 Volksparteien als auch mehrere kleinere Parteien im Parlament, haben ihre Vor- und Nachteile.

jede partei hat mal klein angefangen oder zumindestens die meisten.
wie schon ein anderer erwähnt hatte, haben die grünen damals auch nur mit ihrem umwelt thema angefangen und haben später auch andere themen gebiete abgedeckt.
natürlich kann man sich nicht nur auf ein thema beharren wie es im moment die piraten partei macht.
aber wenn sie wächst werden auch andere themen abgedeckt, ansonsten sind sie schnell wieder weg vom fenster.
das weisst du, ich und sie selber bestimmt auch.

wenn ich immer das geschwafel höre von meinem onkel und meinem vater zb.
onkel ist in der cdu im kreis bei uns irgendwas höheres.
mein vater wählt auch schon ewig cdu, eig meine ganze famile.
nur ich nicht.

alle aus meiner famile sagen zu den themen wie auf unsere computer zugreifen total überwachung per internet usw, ist mir doch egal ich hab doch nix zu verbergen.
leider machen sie sich dabei keine gedanken über die zukunft.
warum auch? leben ja eh net mehr solange wie ich... sarkastisch ausgedrückt.
und nein das hat jetzt nix mitm leechen zu tun.
es geht um alles was uns eventuell noch bevor steht oder auch nicht.

es kann doch einfach net sein das man stur die parteien wählt, die die familie wählt, weil sie es schon immer getan hat.
genauso wenn ich gestern das gerede höre von den politikern.
spd/grüne und cdu/fdp hacken immer nur gegenseitig auf sich rum, aber das die ganzen kleinen parteien zusammen zwischen 10 und 11% erziehlt haben, darüber machen sie sich keine gedanken, bzw es interessiert sie nicht.
knapp die hälfte der wähler ist wählen gegangen davon 10% für kleine parteien ist verdammt viel.
die großen parteien verlieren ihre stimmen an kleine, das ist es was ich meine.
sie sollten sich vielleicht mal darüber gedanken machen warum das so ist.

in einem anderen politik thread hab ich gestern gelesen ah der wahl o mat zeigt mir die piraten als 1 an. als 2tes die volksabstimmung und als drittes ka ich sag mal linke.

dann schreibt er: aber ich gehe sowieso die spd wählen.
ja witzig, erstens wofür macht er dann den wahl o mat test wenn er eh das wählt was er denkt.
durch den test sollte er eig gemerkt haben für welche partei er steht.
macht aber genau das gegenteil.
sowas ist arm tut mir leid.
oder besser gesagt unwissenheit, bzw er informiert sich einfach nicht.
und so ist es mit vielen hier in deutschland.

gruß blubbi

konkret
08.06.2009, 17:25
jede partei hat mal klein angefangen oder zumindestens die meisten.
wie schon ein anderer erwähnt hatte, haben die grünen damals auch nur mit ihrem umwelt thema angefangen und haben später auch andere themen gebiete abgedeckt.
natürlich kann man sich nicht nur auf ein thema beharren wie es im moment die piraten partei macht.
aber wenn sie wächst werden auch andere themen abgedeckt, ansonsten sind sie schnell wieder weg vom fenster.
das weisst du, ich und sie selber bestimmt auch.


Ja, da geb ich dir auf jeden Fall recht!

Ich wollte mit meinem Post eigentlich nur deutlich machen, dass es - wie (fast) überall in der Politik - kein richtig oder falsch gibt. Es gibt kein ideales politisches System. Weder das Zwei-Parteiensystem der USA noch das Mehr-Parteien-System in Italien oder das "deutsche" System in der Mitte, ist nur gut oder nur schlecht. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Das gleiche gilt zum Beispiel für mehr Bürgerbeteiligungen dank Volksentscheiden.

Die Beispiele aus deiner Familie kann ich gut nachvollziehen und mir geht diesere Spruch "Mir doch egal, ich hab nichts zu verbergen" zum Thema Datenschutz auch ziemlich gegen die Strich!

neger187
08.06.2009, 17:30
Ich frage mich nun schon seit Jahren, wie es zu einer äußerst verwirrenden und in meinen Augen komischen Verhaltensweise von so ziemlich jedem Bürger in Deutschland kommen kann:

Man beschwert sich die gesamte Wahlperiode über die unfähigen Politiker, die einen das Geld aus der Tasche ziehen; die die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnen lassen; die das Gesundheitssystem ruinieren und die Renten in Grund und Boden wirtschaften. Die es ermöglichen, dass so etwas wie die Finanzkrise entsteht.

Stehen nun Wahlen an, so wählt man exakt die selben Parteien, die man IMMER wählt:

CDU, CSU, SPD, Die Grünen, FDP, oder etwas extremer: Links, Rechts


Ich frage mich nun: Was, einfach gestrickte Mitbürger, WAS ist es, das da nicht in euch schaltet?

Was hindert euch daran zu sagen: STOPP, mit uns/ mit MIR nicht mehr. Bevor ich wie immer die Macht zwischen Schwarz und Rot hin und her pendeln lasse, denke ich doch einmal in meinem Leben nach, lese mir Parteiprogramme durch und wähle ENDLICH mal etwas anderes. Wähle eine kleine Partei; gründe eventuell sogar eine eigene Partei, die unabhängig, nachhaltig und auf Wahrheit bedacht handelt und diesem vorherrschenden Machtspiel endlich ein Ende setzt?!?!?

Was - liebe Mitbürger - ist es, das euch an dieser m.E. doch so simplen Aufgabe scheitern und das Zepter jedes Jahr zwischen Not und Verderben zuweisen lässt?????


Ich beziehe mich hier auf die Wahlergebnisse, die sich Seit der Gründung der BRD ständig ausschließlich zwischen Rot (SPD und Grüne) und Schwarz (CDU/CSU und FDP) bewegen!!!!

Greetingz

Timo

der von mir fett hervorgehobene teil klingt für mich sehr idealisitsch und affektiv... die großen parteien haben sich über die jahre bewährt, man weiß mehr oder weniger woran man ist.

den glauben, dass die leute, welche sich über die politik beschweren, jedes jahr die gleichen parteien wählen, sollte man noch ein mal überdenken. es ist doch eher so, dass die notorischen politiknörgler erst gar nicht wählen gehen...

new273
09.06.2009, 07:38
Obwohl wir ja alle selbst entscheiden können, welche Partei wir wählen, geben wir doch irgendwie nur einer Partei unsere Stimme die im Endeffekt dann macht was sie will!!! Gleich ein halbes Jahr nach der Wahl müssten alle nochmal wählen dürfen, und wenn die Parteien dann nicht dafür eingestanden haben, womit sie in ihren Wahlprogrammen auf Stimmenfang gegangen sind ( denn mehr ist es für mich nicht) dann sollten sie sofort wieder abgewählt werden.
Schaut mal nach Frankreich, da gehen die Leute auf die Straße, der Deutsche hat ne lange Leitung, anscheinend gehts ihm noch zu gut. Wir sehen halt alle zu das wir unseren eigenen Arsch an die Wand bekommen. Bin da ja nicht wirklich anders :-)

Daher glaube ich kann man nicht einfach sagen ´Dummes Wahlverhalten`´ denn wir sollten uns als Wähler schon auf unsere Parteien und deren Programme verlassen können. Ansonsten ist das System völlig daneben.

Irgendwann ist ein Aufstand mal wieder fällig --- Wenn er nicht schon lange Überfällig ist..:angry:



In Deutschland kann es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müßte.

von Josef Wissarionowitsch Stalin
(21.12.1879 - 05.03.1953)

mfg new273

spotting
09.06.2009, 08:17
...

in einem anderen politik thread hab ich gestern gelesen ah der wahl o mat zeigt mir die piraten als 1 an. als 2tes die volksabstimmung und als drittes ka ich sag mal linke.

dann schreibt er: aber ich gehe sowieso die spd wählen.
ja witzig, erstens wofür macht er dann den wahl o mat test wenn er eh das wählt was er denkt.
durch den test sollte er eig gemerkt haben für welche partei er steht.
macht aber genau das gegenteil.
sowas ist arm tut mir leid.
oder besser gesagt unwissenheit, bzw er informiert sich einfach nicht.
und so ist es mit vielen hier in deutschland.

gruß blubbi

nun, was du hier von dir gibts ist der größte stuss den ich je gehört habe.

vergleichen wir einmal 2 situationen.

amerika
hier gibt es 2 parteien. keine 30 wie momentan in deutschland sondern 2.
die menschen stimmen über 2 parteien ab und am ende hat eine partei die mehrheit.

ob einem die inhalte der partei zu 30, 60 oder 100% zusagen ist egal.
entweder die partei bei der ich die meisten übereinstimmungen habe oder gar keine.

die folge ist, dass sich eine partei i.d.R. eine Wahlperiode darauf konzentrieren kann ihre Gedanken auch umzusetzen. Streitigkeiten werden innerhalb der Partei behoben. Kompromisse innerparteilich gelöst.

Die Regierung ist beschlussfähig

Israel
Hier stellen sich ca. gefühlte 30 Parteien zur Wahl, gefühlte 15 kommen in das Parlament (oder wie es in Israel genannt wird) und ein Zusammenschluss aus 4-5 Parteien stellt die Regierung.

Sobald eine der Regierungsparteien mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist - Austritt aus der Koalition

Folge -> keine Beschlussfähige Regierung mehr. -> im Zweifelsfall neuwahlen.




In Deutschland wird diese Israelische Situation glücklicherweise noch durch eine 5% Hürde vermieden.
Glücklicherweise gibt es damit immer wieder die Situation, dass man aus 1 oder 2 Parteien eine Regierung hat bilden kann.

So zumindest bis zur Wiedervereinigung.

danach kam mit der PDS (inzwischen die Linken) eine weitere "große" Partei in die deutsche Parteienlandschaft.

Das hat zur Folge, dass die klassische Beziehung Rot oder Schwarz + Gelb oder Grün nicht mehr funktioniert.

-> Deshalb behaupte ich: Jmd der Links wählen geht wählt eine Schwarz Rote Regierung.

Warum?

Weil nur in dieser Kombination eine 2 Parteien - Koalition gebildet werden kann, die die Mehrheit im Bundestag erzielt.

erkennt ihr den Widerspruch?
Ich wähle Links weil ich protestieren will ... unterstütze damit aber eigentlich den Fortbestand der Schwarz Roten Regierung...

Trottel echt

nun, zurück zur Piratenpartei.
oben ist gesagt -> Wahlomat meinte Piratenpartei passt am besten.
Ich geh aber SPD wählen ...


OK, in meinen Augen vernünftig.
Warum?

Wenn ich eine Partei wähle, die nicht über die 5% Hürde kommt. Was passiert dann?

Meine Stimme wird bei der weiteren Betrachtung und der Aufteilung der Sitze nicht berücksichtigt. Ist in etwa genauso als wenn ich nicht wählen gehen würde.

Also - wenn ich wählen gehe dann auch eine Partei die die 5% Hürde nehmen kann.

Warum schaffte es die deutsche Piratenpartei nicht über die 5% hinaus?
1. Wahlprogramm
- sehr einseitig in Punkten die Kommunikation und das Selbstbestimmungsrecht der eigenen Informationen betreffen.
- nur selten eine Stellungnahme zu allen anderen Politischen Themen.
--> ich wähle doch niemanden, der mir nicht erklären kann wie er sich die Zukunft der Bundeswehr, der Wirtschaftskrisenbewältigung, der Sozialen Sicherheit, der Energieversorgung, der ... vorstellt.

2. Öffentliche Aufmerksamkeit.
Hier in den unendlichen Weiten des Internets hat die PP gerade in Foren wie diesem hier viel Anerkennung gefunden. -> Aber woanders nicht.
Während in Schweden ein öffentliches Ereignis (Pirate Bay Klage) die Meinungen der dortigen PP immer wieder ins Fernsehen brachte, so gab es etwas vergleichbares nicht in Deutschland.
oder gibt es jmd von euch, der ohne zu googlen 3 Politiker mit Namen nennen kann - die er gewählt hätte. ...

ok, dass ich im Vorfeld nicht geglaubt habe dass die PP die 5% knacken kann ist jetzt nicht gerade idealistisch aber realistisch.


also in kurz zusammengefasst.

Links wählen sorgt erneut für eine große Koalition
Splitterparteien wählen bestätigt die Wahlergebnisse der anderen


Jemand der unter diesen Gesichtspunkten wählt als "arm" zu bezeichnen ist deutliche zur Schau stellung von falschem Idealismus und mangelndem Politikverständnis.

Deejayy
09.06.2009, 10:19
Zum Zitat:

das ganze ist gut so und shcützt uns vor extremen parteien wie links und rechts. wenn man rot schwarz weniger stimmen gibt bedeutet das gleichzeitig das die extremen parteien mehr macht gewinnen. und das willst du wkrlich?


Stimmt insofern nicht, da nicht automatisch EXTREME Parteien an Macht gewinnen, sondern ebensogut kleine Parteien (Wie z.B. Bd. 90, die PSG oder die ÖDP) gewählt werden können, somit muss deine Aussage relativiert werden, da sie so nicht richtig ist.

Links wählen sorgt erneut für eine große Koalition
Splitterparteien wählen bestätigt die Wahlergebnisse der anderen


Jemand der unter diesen Gesichtspunkten wählt als "arm" zu bezeichnen ist deutliche zur Schau stellung von falschem Idealismus und mangelndem Politikverständnis.

Hierzu:

Anhand der zwei Staaten Israel und Amerika belegen zu wollen, dass ein Weniger-Parteien-Parlament grundsätzlich besser funktioniert als ein Mehr-Parteien-Parlament ist nicht möglich.
Genausogut kannst du nicht 2000 Menschen für die Gesamtheit der Menschen heranziehen - ist einfach nicht representativ! Deswegen ist deine Argumentation auch nicht haltbar.

der von mir fett hervorgehobene teil klingt für mich sehr idealisitsch und affektiv... die großen parteien haben sich über die jahre bewährt, man weiß mehr oder weniger woran man ist.

den glauben, dass die leute, welche sich über die politik beschweren, jedes jahr die gleichen parteien wählen, sollte man noch ein mal überdenken. es ist doch eher so, dass die notorischen politiknörgler erst gar nicht wählen gehen...

Die großen Parteien handeln vermehrt nicht nach den Vorstellungen der Bevölkerung, vertreten das demokratische Prinzip also kaum noch. Hilfeleistungen bekommen sie mittels Medien, welche Tatsachen verzerren oder auslassen. Nicht jeder ist so medienkompetent, dass er qua Internet der Wahrheit näher kommen kann, als es mittels TV oder Presse möglich ist, da teilweise sogar das Wissen, dass nicht alles, was im TV/ in der Presse gezeigt wird der Wahrheit entspricht.
Ich kann nicht sagen, dass die kleineren Parteien auch exakt das Umsetzen, was sie versprechen. Jedoch ist die Tatsache, dass mehr kleine Parteien gewählt werden ein Grund für die zwei großen, dass sie sich nicht mehr so sicher fühlen können, wie sie es bis vor kurzem waren und - zumindest kurzzeitig - aus ihrer sicher gedachte Zone heraustreten müssen, um sich dem Volk zeitweilend wieder etwas zu nähern.

Wenn ich von den kleinen Parteien spreche, meine ich diejenigen, die der Öffentlichkeit beinahe gänzlich verwehrt bleiben.
Diese müssen und sind auch keineswegs extremistisch (euer Verdacht gibt mir den Hinweis, dass ihr euch in dieser Landschaft teilweise auch wirklich nicht weiter als euren Gartenzaun informiert habt), sondern sind m.E. eher den machtgeblendeten Parteien vorzuziehen.
Wenn man sich die Verstrickung zwischen Wirtschaft, Politik und Presse anschaut, dann ist es nicht verwunderlich, dass Politik beinahe eine vollständige Handlungsautonomie besitzt, welche lediglich seitens Wirtschaft beeinflusst wird; jedoch kaum noch durch den Bürger, da er garnicht wirklich mitbekommt, was dort abläuft (betrifft: Abstraktionsgrade, Volksdistanz sowie Verzerrung durch Medien, bzw. PR)!

Das habe ich nicht angezweifelt im Moment sind besonders Familien die von Sozialhilfen leben müssen stark benachteiligt, doch setzt die FDP auch an dieser Stelle an.

Die FDP setzt NICHT an dieser Stelle an. Man bemerke:


„Arbeit muss sich wieder lohnen“, das war das Motto des 60. ordentlichen Bundesparteitags der FDP in der Messe Hannover, in dessen Mittelpunkt „Beratungen“ zum Wahlprogramm [PDF - 620 KB] (http://www.deutschlandprogramm.de/files/1547/Leitantrag.pdf) für die Bundestagswahl standen. Schon aus diesem Slogan kann man ablesen, dass die FDP nicht lügen muss, um einen Wortbruch zu begehen. Nein, die FDP ist geschickter. Sie deutet schon die ursprüngliche Bedeutung der Worte so um, dass sie eine Lüge enthalten. Bei „Arbeit muss sich wieder lohnen“ geht es nämlich nicht darum, dass Arbeit wieder gut be-“lohnt“ wird, sondern ausschließlich darum, dass die Steuern und Sozialabgaben auf den Lohn gesenkt werden. Und das – wie sollte es bei der FDP auch anders sein - besonders für diejenigen, die hohe Löhne beziehen.
„Arbeit muss sich wieder lohnen“ ist tatsächlich eine Lügenphrase, um die wahren Gedanken und Absichten der FDP zu verschleiern. Wolfgang Lieb

„Arbeit muss sich lohnen“ war z.B. auch eine Parole, die sich im Aufruf des DGB zum 1. Mai 2008 finden ließ. Die Bedeutung war dort allerdings, dass es für gute Arbeit auch einen guten Lohn geben müsse. Ganz anders ist die Bedeutung dieser Parole bei der FDP. Es geht nicht darum, dass Arbeit besser bezahlt wird, sondern darum, dass die Steuern und Sozialabgaben auf den Lohn gesenkt werden, damit aus dem höheren Netto etwa die private Vorsorge finanziert werden soll:

Leistung muss sich lohnen. Die FDP will den Bürgerinnen und Bürgern wieder mehr ihres hart erarbeiteten Geldes belassen. Wir wollen einfache, niedrige und gerechte Steuern für mehr Netto vom Brutto. (S. 3)

Nein, die FDP fordert natürlich nicht einen Mindestlohn, für den es sich zu arbeiten lohnt, um sein Leben fristen zu können; im Gegenteil, sie ist ausdrücklich dagegen (S. 17). Sie fordert auch nicht die Eingrenzung des Niedriglohnsektors, in dem inzwischen 6,6 Millionen oder 22,6 % aller Beschäftigten (http://www.boeckler.de/32014_90369.html) arbeiten müssen. Nein, mit ihrem sog. „Bürgergeld“ von 662 Euro im Monat erhielten ja die Betroffenen das notwendige Mindesteinkommen und so könnten sogar noch Arbeitnehmer mit einem darunter liegenden Lohn in den Arbeitsmarkt integriert werden (S. 17).

„Der Mensch steht im Mittelpunkt liberaler Politik.“ So lautet der erste Satz der Präambel. Genauer hätte es heißen müssen: Der gehobene Mittelstand und die höheren Einkommensbezieher stehen im Mittelpunkt liberaler Politik. Es ist eben die Mitte nach der Definition der FDP: „Es sind die Menschen in der Mittelschicht, die unsere Gemeinschaft stark machen. Sie kümmern sich um eine gute Ausbildung ihrer Kinder, sorgen für die Familie vor und leben Solidarität mit den Schwachen. … Die Gängelung der Mitte muss aufhören, damit sich Leistung endlich wieder lohnt.“ (S. 3)

Bei dem vor allem auf die Steuerlast bezogenen Leistungsbegriff sind also etwa die 50 Prozent der Haushalte nicht inbegriffen, die nach Angaben des Bundesfinanzministeriums (http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_54/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Gesellschaft__und__Zukunft/126__Steuerabgabenquote.html?__nnn=true) aufgrund ihres geringen Einkommens gar keine Einkommensteuer zu zahlen haben. (Also etwa die Familie mit zwei Kindern, die unter Berücksichtigung des Kindergelds bis zu einem Bruttoeinkommen von 37.610,- Euro überhaupt nicht entlastet würde, weil sie derzeit keine Einkommensteuer bezahlen muss.) Auch drei Viertel der Rentnerinnen und Rentner, die heute wegen ihres geringen Einkommens (bis 1.600 Euro) keine Steuern zahlen, würden durch weitere Steuersenkungen nicht entlastet. (http://www.nachdenkseiten.de/?p=3241)

Dasselbe Täuschungsmanöver findet sich auch beim Drei-Stufen-Steuertarif wieder:

„Unser einfacher und verständlicher Drei-Stufen-Tarif von 10, 25 und 35 Prozent senkt die Steuerbelastung und schafft den dringend benötigten finanziellen Spielraum für Bürger und Unternehmen (S. 5)…Dazu erhält jeder Bürger – ob Erwachsener oder Kind – einen Grundfreibetrag von 8.004 Euro. Darüber hinaus gilt für Einkommen bis 20.000 Euro ein Steuersatz von 10 Prozent, für Einkommensteile zwischen 20.000 Euro und 50.000 Euro ein Steuersatz von 25 Prozent, für Einkommensteile ab 50.000 Euro ein Steuersatz von 35 Prozent (S.6).

Derzeit liegen der Grundfreibetrag bei 7.664 Euro und der Eingangssteuersatz bei 15 %. Also gut, alle Einkommensbezieher (und nicht nur die mit einem niedrigeren Einkommen) hätten nach dem Programm der FDP knapp 400 Euro im Jahr zusätzlich steuerfrei. Auch die Senkung des Steuersatzes um 5 % bis 20.000 Euro Jahreseinkommen hört sich noch gut an. Schaut man aber einmal auf die dritte Stufe, so wird deutlich, worum es der FDP eigentlich geht:
Derzeit liegt der Spitzensteuersatz bei 42 % und setzt bei einem Einkommen von etwa 52.000 Euro bei Alleinstehenden (104.000 Euro bei Verheirateten) und darüber an. Für alle, die über 50.000 Euro (Einzel-)Einkommen haben, will die FDP nun den Steuersatz um 7% senken. Und die sog. „Reichensteuer“ ab einem Einkommen von 250.000 Euro für Ledige mit einem Steuersatz von 45% wird dabei gleich mit abgeschafft.

Was hier als „gerechte Steuer“ verkauft wird, ist nichts anderes als eine Flat-Tax für Besserverdienende mit gewissen Erleichterungen für Minderverdiener. Der verbliebene „Spitzensteuersatz“ würde demnach von 56% in den 70er Jahren und 53% ab 1998 und heute von 42 bzw. 45 % („Reichensteuer“) auf 35 % weiter abgesenkt, dafür allerdings schon für mittlere Einkommen greifen.

Schaut man noch genauer hin, wozu denn die Senkung der Steuerbelastung die „dringend benötigten finanziellen Spielräume“ schaffen soll, dann stößt man unter anderem auf die (private) „Vorsorge für Alter, Gesundheit und Pflege“. Es geht also gar nicht um „mehr Netto vom Brutto“, sondern es geht um Steuerentlastung, damit das damit gewonnene Geld für die private Vorsorge eingesetzt werden kann. Damit dann wiederum die sog. „Lohnnebenkosten“ gesenkt werden können.

Eine weitere Verschleierung durch Tarnworte:

„Für Liberale gilt: Bildung ist Bürgerrecht. Nur gute Bildung ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und befähigt zu einem freiheitlichen und selbstbestimmten Leben.“(S.4)

Aber statt freien Zugang zur Bildung von der Vorschule bis zum Studium fordert die FDP Bildungs- und Betreuungsgutscheine, die Förderung von „privat-gewerblichen“ Anbietern, gleichberechtigte (staatliche) Mitfinanzierung von privaten Schulen und „Studienbeiträge“, über deren Höhe jede Hochschule selbst entscheiden können soll.
Bürgerrecht auf Bildung für diejenigen also, die es sich leisten können.

Man könnte das gesamte Wahlprogramm der FDP durchgehen, nahezu bei jeder Forderung auf dem Felde der Wirtschafts-, Sozial oder Bildungspolitik finden wir den ganzen
Katalog neoliberaler Glaubenssätze.

„Wir wollen die Maßstäbe politischen Handelns neu (?) definieren: Freiheit vor Gleichheit, Erwirtschaften vor Verteilen, Privat vor Staat, Eigenverantwortung statt Staatsgläubigkeit, Chancengleichheit statt Gleichmacherei. (S. 2)“

Oder auch weitere Forderungen:
mehr Freiheit und Verantwortung und weniger staatliche Bevormundung,
einen Staat, der seine Stärke aus der Beschränkung auf seine hoheitlichen Aufgabe schöpft,
Eigenverantwortung gegen die Bevormundung durch die bürokratischen Auswüchse des sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaates,
Der Staat muss sich aus der Wirtschaft zurückziehen (S.14)
Leistung muss sich lohnen

Es ist die alte neoliberale Litanei, die hier als „neu“ verkauft werden soll.
Gerade so, als gäbe es keinerlei neue Lehren aus der dramatischen Finanzmarktkrise zu ziehen.

Typischerweise gibt es für die Liberalen in der Finanzkrise auch kein Marktversagen, sondern ausschließlich ein Regulierungsversagen, und „Regulierungsversagen ist Staatsversagen“ (S. 10). Der Staat ist eben immer schuld.

Bevor der Staat überhaupt in die insolventen Banken eingestiegen ist, fordert die FDP einen „Re-Privatisierungsrat“. Die FDP ist die einzige Partei, die ernsthaft und glaubhaft wieder aus der Staatswirtschaft aussteigen will. (S. 10)

Man fragt sich angesichts der bisherigen staatlichen Krisenbewältigung, von welchem Land die Liberalen eigentlich reden.

Und natürlich muss die Deregulierung weiter vorangetrieben werden:
„Die Tarifautonomie muss vor staatlichen Lohndiktaten geschützt werden.“
„Die Kosten der betrieblichen Mitbestimmung müssen begrenzt“ werden.
Der Kündigungsschutz sollte erst für Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten und nach einer Beschäftigungsdauer von zwei Jahren gelten.

Eine „liberale Sozialpolitik“ heißt für die FDP, dass die gesetzliche Rentenversicherung in Zukunft „nur noch die Grundversorgung gewähren“ soll, deshalb müssten „die private und betriebliche kapitalgedeckte Vorsorge … gestärkt werden“ (S. 18 ).

Auch bei der Krankenversicherung soll es nur noch eine „Grundversorgung ohne Risikozuschläge“ (S. 19) geben. „In der Krankenversicherung muss der Weg wegführen von der Lohnbezogenheit der Beiträge und vom Umlageverfahren hin zu einem leistungsgerechten Prämiensystem, das über Kapitaldeckung eine sichere Grundlage für eine generationengerechte Verteilung der Lasten schafft und gleichzeitig dafür sorgt, dass jeder Bürger so weit wie möglich selbst bestimmen kann, was er wie absichern will.“ (S. 19)

So geht das über fast 90 Seiten weiter.

Die Dinge falsch zu benennen, heißt das Unglück der Welt zu vergrößern, sagte Albert Camus. Das Wahlprogramm der FDP ist ein typisches Falschwörterbuch, das den Sinn von Wort und Sprache zur Tarnung von einseitigen Interessen der Vermögenden und wirtschaftliche Macht Besitzenden missbraucht.
Man müsste am Beispiel dieses Programms Kurse zur sprachlichen Selbstverteidigung einrichten, damit sich die Menschen gegen die Lügen, die sich dahinter verbergen, besser wehren könnten.
Doch wenn man die mediale Rezeption dieses Programms betrachtet, muss man leider den Eindruck gewinnen, der Orwellsche Neusprech habe die Bedeutung der Worte in der Altsprache schon verdrängt.

Der immer wieder auftretende Sozialneid ist das beste Beispiel, jedoch zeigt sich diese Aggression immer nur gegen andere, seien es Politiker, der frühere Arbeitgeber.... die wenigstens Arbeitslosen suchen die Schuld bei sich.

Einmal sind es auch tatsächlich die äußeren Strukturen, die den Menschen erschweren, Arbeit zu finden (bei weiterem Interesse, kann ich hierzu gern ein paar Literaturangaben aushändigen). Aus diesem Grund muss man die propagierte alleinige Schuld defiinitiv stark relativieren. Sie wird jedoch sehr gerne in Kreisen der besser verdienenden verwendet.
Desweiteren ist es statistisch eindeutig so, dass Aggressionen zu einem Großteil endogen ausgeübt werden, diese Aggression jedoch kaum in ofiziellen Statistiken miteinbezogen werden, so dass man dies sicher leicht nicht wahrnimmt!

Ich kann nur betonen die FDP vertritt die soziale Marktwirtschaft.

Auch hier verweise ich auf meine ausführliche Information bezüglich der FDP im Spoiler! Aber dies soll kein FDP oder Anti FDP Thread werden, somit verweise ich wieder auf die eigentliche Diskussion und das Wahlverhalten.

Greetingz

Timo

n0b0dy
09.06.2009, 10:24
@spotting: Ich wähl trotzdem links. Und zwar weil es die einzige Alternative zum neoliberalen Einheitsbrei ist. Rot-Grün hat genau die selbe Politik gemacht wie Schwarz-Rot:
Deregulierung, Steuern für Reiche und Unternehmen gesenkt, Sozialabbau etc.
Es gibt also sogut wie keinen Unterschied mehr wer regiert.
Diese "realpolitische" (schwachsinnswort) denke, man müsse halt die hälfte seiner prinzipien über bord werfen um nen kita platz zu retten o.ä. ist der größte Blödsinn überhaupt denn wie man es an SPD und Grüne eindeutig gesehen hat:
"Wenn du dich mit dem Teufel einlässt verändert sich nicht der Teufel sondern der Teufel verändert dich!"

Wenn die Linken sich allerdings auch so entwickeln, dann wähl ich ungültig und geh zur FAU. -.-

Shnuppl
09.06.2009, 13:05
Das Volk als dumm beschimpfen, wenn es nicht wunschgenäß abstimmt. Das ist ja mal
ein Verständnis von Demokratie.

Ich tät sagen, die Antwort auf deine Frage ist ´selektive Wahrnehmung´. Oder so in der Art.
Du verwechselst deine eigene Meinung und die nicht repräsentative Meinung anderer,
die du erfahren durftest, mit dem Volk als Gesamtheit.

MfG

spotting
09.06.2009, 13:21
@ nobody
Die Linken entwickeln?

nun, entweder die Linken gehen den gleichen weg wie die Grünen,
Einen weg den du nicht haben willst,

oder die Linken werden die Politiklandschaft bald wieder verlassen.

Warum?

die Linken ist ein Zusammenschluss von PDS (Osten) und WASG (Westen) die beide für sich genommen nicht stark genug waren die 5% zu knacken und aufgrund der eher kruzfristigen Wahl 2005 sich ohne großartige Diskussionsrunden ... etc ... zusammengetan haben.
Das dieses Bündniss einzig und alleine an einer Person hängt, - Lafontaine - ist ein schwer nachzuvollziehender Gedanke ...

und wird die Zukunft zeigen.

Aber eines bleibt sicher.
Links ist keine Regierungspartei.
Weder FDP noch CDU werden mit Links regieren. Auch die SPD wird sich hüten einen neuen Linken Flügel an sich ran zu lassen, wobei man erst in den letzten Jahren (so sehen es die nicht linken in der SPD) durch die Linkspartei diesen Flügel Mundtot hat machen können.

Folge -> Linkspartei ist eine art Joker für die Opposition.
man muss nicht nur besser sein als die zwei anderen Parteien,
man muss besser sein als die zwei anderen Parteien + Linke.

Aufgrund der Politischen Wähler Grundstruktur kann das nur durch CDU + SPD geschehen.
An eine Schwarz Gelbe Regierung (so wie es momentan in den Umfragen häufig zu sehen ist) glaube bislang ich nicht.

@Deejayy

anstelle zu behaupten, meine Argumentation sei nicht nachvollziehbar weil nicht representativ - zeige uns doch einmal deine argumentation.

du sagst, viele parteien sind gut.
jeder kann möglichst nah an seiner persönlichen meinung wählen gehn ...

ok

soweit hab ich kein problem damit.

aber

an einem punkt müssen gesetze erlassen werden.
das geht nur mit einer Mehrheit in Bundestag und Bundesrat.

Diese Mehrheit ist in einem Vielparteiensystem nunmal nicht dauerhaft gewährleistet.

Anstelle das man handelt - auch wenn es manchnal die falsche Entscheidung ist - muss man Tatenlos zusehen wie sich nichts ändert.


Und zur FDP

einerseits kritisiert man die Medienlandschaft und - man kann nicht alles glauben was man sieht und hört - andererseits gibt es hier ein möglicherweise aus dem kontext gerissenes von externer seite komentiertes zitat. hättest du das gesamte programm verlinkt und dann auf bestimmte inhalte - nicht textpassagen - dich bezogen wärst du glaubhaft gewesen. so liest es sich - ohne dass ich die originalen inhalte kenne - wie ketzerei.


und zur zur Sozialistischen Marktwirtschaft.

der Grundgedanke einer (kapitalistischen) Marktwirtschaft lautet
Wenn du versuchst für dich das optimale Herauszuholen, ebenso wie jeder andere dies auch versucht, haben am ende ALLE mehr.

Das ist ein reines Leistungsprinzip.

Jmd, der etwas leistet bekommt auch etwas.
Jmd, der wenig leistet bekommt auch nur wenig.
Jmd, der viel leistet bekommt auch viel.

Jmd, der nichts leistet bekommt auch nichts.

Dazu kommt in Deutschland der Begriff Soziale Marktwirtschaft.
Jmd, der nicht in der Lage ist zu leisten, bekommt auch.

Aber damit wird in Deutschland auch der letzte Satz der Marktwirtschaft nichtig.
Jmd, der nichts leistet bekommt auch nichts. Dieser Spagat ist für alle Parteien unheimlich schwierieg.

Während - so hat man den Eindruck - die Linkspartei allen Marktwirtschaftsteilnehmern von der Gesamtleistung aller den gleichen Anteil pro Kopf geben möchte
So möchte die FDP den Leistungsgedanken in den Fordergrund heben und Transparrenz zwischen Leistung und Leistungsbezahlung fördern.

shangri-la
09.06.2009, 13:26
ich trinke zwar gern mal ein bier, aber wähle ich dann gleich diese bierpartei die nicht arbeiten will? nein, denn diese leute sollen doch nicht das land regieren. auf bundesebene ist man doch mit den 5 parteien gut bedient. gäbs noch eine partei rechts von der cdu wäre das ganze spektrum abgedeckt. die 5% hürde ist ne gute sache (siehe weimarer republik). splitterparteien wie in italien machen die regierungsbildung einfach zu schwierig. lieber eine regierung, der ich nur 80% zustimme als gar keine.
und außerdem: besser 5 große parteien als 2 wie in den USA.

es mag zwar seltsam klingen, aber ich glaube es wählen auch viele cdu und spd weil sie "gewinnen" wollen. nach dem motto: "yo, meine stimme hat die regierung mitgebildet". also das wählen, was die meisten wählen. wird schon richtig sein.

yxx
10.06.2009, 21:21
Die ganzen CDU und SPD Wähler sind Stammwähler die oft auch organisiert dabei sind oder sich auf kommunaler Ebene Vorteile durhc dort regierende Parteien erhoffen. Aber es gilt: Die CDU und SPD - Wähler sterben aus. Es wächst immer mehr die Nachkriegsgeneration an. Sieht man doch allein hier schon (haupstächlich U25), dass die großen Parteien hier nicht das Feedback haben. Sondern eher das die FDP einen immer längeren Strohalm bekommt.

access denied
11.06.2009, 08:46
amerika
hier gibt es 2 parteien. keine 30 wie momentan in deutschland sondern 2.
die menschen stimmen über 2 parteien ab und am ende hat eine partei die mehrheit.

ob einem die inhalte der partei zu 30, 60 oder 100% zusagen ist egal.
entweder die partei bei der ich die meisten übereinstimmungen habe oder gar keine.

die folge ist, dass sich eine partei i.d.R. eine Wahlperiode darauf konzentrieren kann ihre Gedanken auch umzusetzen. Streitigkeiten werden innerhalb der Partei behoben. Kompromisse innerparteilich gelöst.

Die Regierung ist beschlussfähig



Haha, Du hast nicht die geringste Ahnung.
In Amerika gibt es nur zwei Parteien, alles klar :rolleyes:

spotting
11.06.2009, 09:08
Haha, Du hast nicht die geringste Ahnung.
In Amerika gibt es nur zwei Parteien, alles klar :rolleyes:

Natürlich gibt es auch in Amerika andere Parteien. Jedoch haben diese Parteien keine Chance bei der Regierungsbildung eine Rolle zu spielen

Ca. 60% der Amerikaner fühlen sich mit einer der zwei Parteien verbunden.
Von den letzten 40% gehen 30% ebenfalls eine der zwei Parteien wählen. ... obwohl sie eigentlich unabhängig wären und ebenfalls auch einen Unabhängigen Kandidaten wählen könnten.
http://usa.usembassy.de/etexts/gov/bibby_d.htm

In manchen vereinzelten Wahlbezirken haben unabhängige Politiker auch realistische Chancen, auf Bundes-Ebene nicht.

Und wenn du mir etwas anderes erzählen willst - dann begründe deine Meinung bitte.

Fakt ist, Amerika hat ein zwei Parteien System ... auch wenn es nirgends schriftlich gesetzlich verankert ist entscheiden die Wähler in dieser Form.

FraggerDaddy
14.06.2009, 12:47
rot und schwarz sind halt DIE Volksparteien schlecht hin!! Beide haben ein breitgefächertes Parteiprogramm und sind sicherlich die renommiertesten Vertreter Deutschlands!! DAher findet man immer wieder etwas in einem der beiden Parteiprogramme was einen anspricht!!!

Und generell kann man sagen, dass die Politiker ihre Sache nicht schlecht machen! Zwar sind sie zum Teil schelcht, dafür woanders dann wieder gut!!! Daher denke ich schon das die meisten nach ihrer Überzeugung wählen und nicht weil sies einfahc immer so machen!

raid-rush
14.06.2009, 12:47
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Dummes Wahlverhalten - Erklärungsgesuch

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