Vollständige Version anzeigen : Hartz4-Realität und politische Debatte


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01.02.2010, 18:07
http://jungle-world.com/artikel/2010/04/40240.html

Den Deutschen ist nichts mehr ein Graus, als das jm. nichts tut. Etwas tun, das ist fester Bestandteil der deutschen Ideologie. Alle Viere gerade sein lassen, nichts tun, so etwas ist gesellschaftlich verachtet.
Der Wert eines Individuums steht nicht, wie in wirklichen westlichen Demokratien, als Wert an sich, sondern wird in Deutschland ausschliesslich an der Produktivität für die Gesellschaft gemessen. Diese menschenverachtende Sklavenhalter- bzw. Untertanenmentalität durchzieht alle Klassen.
Zu wünschen wäre, dass sich die Hartz4-Empfänger endlich erheben, aber genau das wird durch diese Untertanenmentalität verhindert.


Überwachen und Sparen

In den politischen Debatten um das Arbeits*losengeld II geht es derzeit hauptsächlich um Verbesserungen. Die Lebensrealität der Bezieher von ALG II wird dabei jedoch ausgeblendet.

von Winfried Rust

Politisch gesehen, waren die Zeiten für die Bezieher von Hartz IV schon schlechter: Das Schonvermögen steigt auf 750 Euro pro Lebensjahr, die Möglichkeiten, etwas hinzuzuverdienen, sollen sich verbessern, auf die Erhöhung der Sätze für Kinder kann gehofft werden, und aus der Politik kam zuletzt kaum ein schlechtes Wort über sie. Die oppositionellen Grünen wollen auf die Sätze des Arbeitslosengeldes II ein paar Euro drauflegen und die »Linke« sogar noch etwas mehr, sie fordert einen monatlichen Regelsatz von 500 Euro.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) meinte hingegen, dass jedem, der Leistungen beziehe, abverlangt werden müsse, einer Beschäftigung nachzugehen – auch einer »nieder*wertigen Arbeit, im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung«. Wer Stütze kriegt, soll Laub aufspießen. Die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird innerhalb der Regierung jenen zugerechnet, die angeblich ein soziales Gewissen hätten, weil sie mahnt, die Arbeitslosen nicht zu beschimpfen. Aber »angemessen« findet sie die Höhe der Hartz-IV-Bezüge schon und insistiert: »Auch eine Arbeit, mit der man nicht ganz zufrieden ist, ist immer besser als Arbeitslosigkeit.« Der dem Arbeitnehmerflügel nahestehende CDU-Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, versteht unter einer »Grundrevision« des ALG II zum Beispiel: »Wenn jemand lange einzahlt in die Arbeitslosenversicherung, muss er mehr bekommen als der, der nur kurze Zeit ein*gezahlt hat.« Der hessische SPD-Generalsekretär Michael Roth sagt als Mitglied der Opposition: »Jemand, der jahrzehntelang in die Sozialversicherung eingezahlt hat, hat einen Anspruch darauf, anders behandelt zu werden als der, der noch nicht in diesen Sozialstaat eingezahlt hat. (…) Die SPD ist immer eine Leistungspartei gewesen.« Derzeit werden zwar die wachsenden Gegensätze zwischen Arm und Reich problematisiert. Über die Armen wird aber weiterhin gesprochen, als seien sie eine Manövriermasse.

Stefan Mappus, der designierte CDU-Ministerprä*sident von Baden-Württemberg, denkt schon einmal an die Haushaltssanierung: »Wenn man sich die großen Blöcke des Bundeshaushalts anschaut, kommt man an Hartz IV mit einem Umfang von 40 Milliarden Euro nicht vorbei.« Und Roland Koch gibt noch etwas zu bedenken: Wenn Millionen von Bürgern, die jeden Tag hart arbeiteten, sehen wür*den, dass andere ohne Anstrengung annähernd das Gleiche erhielten, sei das eine »Perversion des Sozialstaatsgedankens«. Da könnte es interessant werden, zu beobachten, wie sich die »Leistungspar*tei« SPD von der Sozialneiddebatte abgrenzen wird.

Von den Betroffenen sind diese Debatten weit ent*fernt. Als die Hartz-Reformen in Kraft traten, veränderte sich die Sozialstruktur im unteren Drit*tel der deutschen Gesellschaft. Der grundsätzliche Anspruch auf ALG II, ohne vorher Beiträge in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt zu haben, erleichterte es vielen Erwerbslosen, an staatliche Leistungen zu kommen. Trotzdem sind auch heute viele Arme der »Verfolgungsbetreuung« im ALG-II-Regime nicht gewachsen und fallen durch das soziale Netz. Eine große Zahl derjenigen, die früher Arbeitslosenhilfe bezogen, erfuhr mit der Einführung des ALG II eine Kürzung der Bezüge und zum Teil die Anrechnung ihrer Vermögen. Es vergrößerte sich der Niedriglohnsektor, in dem am und unter dem Existenzminimum gearbeitet und ergänzendes ALG II bezogen wird.

Schon lange hat der Mangel auch jene erreicht, die zu Beginn der Hartz-Reformen noch einen neuwertigen Computer oder ein brauchbares Auto besaßen. Wer länger von Hartz IV lebt, ist finan*ziell auf Null, und wenn ein neues Fahrrad gebraucht wird, ist das für manche ein ernstes Problem. Der Alltag von Hartz-IV-Empfängern ist von fortwährenden Demütigungen gekennzeichnet. Dazu gehört die Angst vor dem Verlust von essentiellen Dingen, wie beispielsweise der Wasch*maschine. Oder die Versagung von kleinen Freuden wie der Currywurst beim Gang durch das Quar*tier oder dem abendlichen Kinobesuch. Die Erfahrung von Isolation gehört ebenso zu dieser Realität, weil die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben Geld kostet. All das ist die zeitgenössische Ausprägung der Armut. Das heißt allerdings nicht, dass man sich die Bezieher von ALG II als niedergeschlagene Elendsgestalten vorstellen kann. Aber der Druck in den geschilderten Lebens*verhältnissen ist strukturell vorhanden, auch wenn ihm widerstanden oder das Geldproblem kreativ gelöst wird. Die politische Debatte ist von solchen Fragen ziemlich frei.

Während die Empfänger von ALG II zur Suche nach nicht vorhandenen Jobs genötigt werden, un*terliegen sie einer Art Residenzpflicht. Unter der Woche dürfen sie wegen der so genannten Verfüg*barkeit ihren Wohnsitz nicht verlassen. Alleine, was das Wohnen angeht, gibt es ein Sortiment von Restriktionen, die einem selbstbestimmten Leben Hohn sprechen. Erwerbslose unter 25 Jahren, die eine Wohnung beziehen möchten, brauchen die Zustimmung der Arbeitsgemeinschaft (Arge), die für die Arbeitsvermittlung und die Bewilligung des ALG II zuständig ist. Dieser muss dargelegt wer*den, warum man nicht mehr bei den Eltern woh*nen kann. Wenn die Arge bei Erwerbslosen fest*stellt, dass ihre Miete über der festgesetzten Obergrenze liegt, werden sie zum Umzug genötigt. Aber auch jeder erwachsene Erwerbslose, der aus eigenen Motiven umzieht, benötigt die Zustimmung der Arge, vor allem, wenn dabei die Miete steigt. Das Ersuchen wird gerne abgelehnt – auch wenn die Miete weiter unter der kommunalen Ober*grenze liegt. Wer mit einem Partner zu*sam*men*ziehen möchte, darf das zwar tun. Allerdings hat das eine Kürzung der Leistungen zur Folge, weil man eine Bedarfsgemeinschaft eingeht. Das kann überprüft werden.

Der ALG-II-Empfänger lebt in dem Wissen, dass es jederzeit an der Tür klingeln könnte und zwei Sozialdetektive die Privatsphäre durchforsten könn*ten. Die alltägliche Durchdringung des Lebens der Betroffenen von diesem Kontrollregime ist viel eher bemerkenswert, als einzelne me*dien*wirksame Skandale es sind. Die politische Debatte sieht geradezu nach Gutsherrenart daran vorbei.

Man kann sich die Welt der Arbeitsagenturen als Parallelgesellschaft vorstellen, die sich nicht nur mit abseitigen Praktiken, sondern auch mittels einer bizarren Sprache abhebt. Ein prägnantes Beispiel dafür sind die Briefe, die von der Arge ver*schickt werden, mit Inhalten wie diesen: »Bis zur endgültigen Entscheidung werden Ihre Kinder bei den Berechnungen Ihrer Leistungen vorläufig nicht berücksichtigt. Die aufgrund der vorläufigen Entscheidungen erbrachten Leistungen sind nach vollständiger Klärung der Sach- und Rechtslage auf Ihre zustehenden Leistungen anzurechnen (§328 Abs. 3 Satz 1 SGB III). Soweit mit der abschlie*ßen*den Entscheidung ein Leistungsanspruch nicht oder nur in geringer Höhe zuerkannt wird, sind die Leistungen zu erstatten (§328 Abs.3 Satz 2 SGBIII). Wird diese vorläufige Entscheidung nicht aufgeho*ben oder geändert, erfolgt die endgültige Erklärung nur auf Antrag des Betroffenen (§328 Abs.2 SGB III).«

Die politische Debatte ist frei von einem Einblick in diese Welt. Die Empfänger von Hartz IV werden weiter versachlicht, als Defizitgestalten oder als Feindbilder dargestellt. Wenn Akteure auf gleicher Augenhöhe über Verteilungsfragen diskutieren wür*den, sähe das anders aus. Mit Hartz IV sollte So*zialpolitik nie abgeschafft, sondern aktualisiert werden. Die Debatte zeigt durchaus, dass die kostengünstige Befriedung der Armen weiterhin als ei*ne wichtige Aufgabe des Staates betrachtet wird, um den sozialen Frieden zu gewährleisten. Gut ge*hen darf es den nicht arbeitenden Beziehern von Hartz IV aber weiterhin nicht. Das ist eine Erwartung, die gesellschaftlich auf ihnen lastet. Die Sozialpolitik und die Debatten, die in ihrem Namen ge*führt werden, tun das ihre, um diese Erwartung zu erfüllen.

mr.knut
01.02.2010, 18:24
Alda finne bei der einleitung platzt mir ja schon der kragen:
Der Wert eines Individuums steht nicht, wie in wirklichen westlichen Demokratien, als Wert an sich, sondern wird in Deutschland ausschliesslich an der Produktivität für die Gesellschaft gemessen. Diese menschenverachtende Sklavenhalter- bzw. Untertanenmentalität durchzieht alle Klassen.alleine das du allen deutschen so ein denken unterstellst ist höchstbeleidigend für das gesamte deutsche volk. alleine dieser gedankengang zeugt von fanatischem denken. wirklich unter aller sau sowas von sich zu geben.


Zu wünschen wäre, dass sich die Hartz4-Empfänger endlich erheben, aber genau das wird durch diese Untertanenmentalität verhindert.es geht den hartz4 empfängern in deutschland so gut. warum sollte man sich gegen die arbeitenden "erheben"? es gibt einfach keinen grund in deutschland als hartz4 empfänger zu meckern(gabs hier nichtmal nen thread über relative armut?)

2t: jungleworld=bildniveau

neger187
01.02.2010, 19:10
[...] Der Wert eines Individuums steht nicht, wie in wirklichen westlichen Demokratien, als Wert an sich, sondern wird in Deutschland ausschliesslich an der Produktivität für die Gesellschaft gemessen. [...]

arbeitet jemand nicht - aus welchen günden auch immer -, ist er in der tat unproduktiv, wenn man hier die volkswirtschaftliche definition von produktivität nimmt.

dieser jemand beteiligt sich nicht an der erwirtschaftung des volkseinkommens, zahlt nur bedingt steuern und erhält seinen lebensunterhalt durch soziale transferleistungen finanziert.

man muss sich hier wirklich auf einen produktivitäts-definition einigen, denn sonst reden alle aneinander vorbei...

ein arbeitsloser hartz-4-empfänger kann sich trotzdem in den dienst der gesellschaft stellen, auch ohne direkt geld dafür zu erhalten bzw. etwas für die erwirtschaftung des volkseinkommens zu tun - und sowas wird eben doch von den menschen wertgeschätzt.

die aussage deines zitates kommt für ich ziemlich materialistisch-orientiert daher.

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01.02.2010, 20:13
arbeitet jemand nicht - aus welchen günden auch immer -, ist er in der tat unproduktiv, wenn man hier die volkswirtschaftliche definition von produktivität nimmt.

dieser jemand beteiligt sich nicht an der erwirtschaftung des volkseinkommens, zahlt nur bedingt steuern und erhält seinen lebensunterhalt durch soziale transferleistungen finanziert.

Das mag zwar richtig sein, aber das meine ich gar nicht.
Mir geht es darum, wie Individuen hier angesehen werden, eben nur als Produktivitätsfaktor. Diese Mentalität führt in ihrer letzten Konsequenz zu "Arbeit macht frei". Und das ganze betrifft ja nicht nur Arbeitslose, sondern auch Rentner, Behinderte usw.


die aussage deines zitates kommt für ich ziemlich materialistisch-orientiert daher.

Materialistisch im Sinne des Marx#schen Materialismus, ja.

Para
01.02.2010, 20:21
Schon lange hat der Mangel auch jene erreicht, die zu Beginn der Hartz-Reformen noch einen neuwertigen Computer oder ein brauchbares Auto besaßen. Wer länger von Hartz IV lebt, ist finan*ziell auf Null, und wenn ein neues Fahrrad gebraucht wird, ist das für manche ein ernstes Problem. Der Alltag von Hartz-IV-Empfängern ist von fortwährenden Demütigungen gekennzeichnet. Dazu gehört die Angst vor dem Verlust von essentiellen Dingen, wie beispielsweise der Wasch*maschine. Oder die Versagung von kleinen Freuden wie der Currywurst beim Gang durch das Quar*tier oder dem abendlichen Kinobesuch. Die Erfahrung von Isolation gehört ebenso zu dieser Realität, weil die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben Geld kostet.

Teilweise Irrsinn. Wer eine Waschmaschine braucht bekommt sie auch. Genauso wie ein Fahrrad. Alles andere, jegliche Vergnüglichkeiten wie Kino usw. ist nicht durch den Steuerzahler zu finanzieren. Das wäre ja noch schöner.

doomhsf
01.02.2010, 20:26
Dazu kommt, dass ja ein Fernseher zum Existenzminimum gehört. Gotteswillen....man könnte bei Hartz4 für manche noch soooo viel streichen.

Und natürlich muss man damit rechnen, kontrolliert zu werden. Man benutzt ja auch nicht sein eigenes Geld, sondern das vom Staat.
Der Artikel ist halt wie viele von jungle-world: Schlicht weg schlecht.

maha.rishi
01.02.2010, 20:39
http://jungle-world.com/artikel/2010/04/40240.html (http://go.raidrush.ws/?http://jungle-world.com/artikel/2010/04/40240.html)

Den Deutschen ist nichts mehr ein Graus, als das jm. nichts tut. Etwas tun, das ist fester Bestandteil der deutschen Ideologie. Alle Viere gerade sein lassen, nichts tun, so etwas ist gesellschaftlich verachtet.
Der Wert eines Individuums steht nicht, wie in wirklichen westlichen Demokratien, als Wert an sich, sondern wird in Deutschland ausschliesslich an der Produktivität für die Gesellschaft gemessen. Diese menschenverachtende Sklavenhalter- bzw. Untertanenmentalität durchzieht alle Klassen.
Zu wünschen wäre, dass sich die Hartz4-Empfänger endlich erheben, aber genau das wird durch diese Untertanenmentalität verhindert.

es ist den deutschen, wie jedem normal denkenden menschen auch, lediglich ein graus, das leute fürs nichtstun geld bekommen, erst recht wenn sie dann teilweise besser leben als viele leute die arbeiten. dabei geht es nicht um den produktivwert eines menschen. niemand hat etwas dagegen, wenn jemand nicht arbeiten möchte. aber dann soll er bitte auch entsprechend selbst zurecht kommen, und nicht auf kosten anderer, die hart arbeiten und teilweise trotzdem schlechter leben, durchgefüttert werden. das ist ein einfaches prinzip von geben und nehmen, ganz normal menschlich, du gehst auch nicht in ein geschäft bedienst dich und bezahlst nicht dafür. das hat auch nichts mit kapitalismus zu tun sondern ist ganz normal in einer gesellschaft, dass die mit schmarozzermentalität, die die gemeinschaft nur ausnutzen, ohne etwas dafür zu geben schlecht angesehen sind.
ein sozialstaat ist für die leute da, die aus den unterschiedlichsten gründen sich nicht selbst über die runden bringen KÖNNEN! nicht für die, die nur zu faul sind ihren arsch mal hochzukriegen

Terrorbeat
01.02.2010, 22:10
Es ist ja nicht ganz richtig, das Menschen die nichts tun in der Gesellschaft verachtet sind. Es gibt genug Eigentümer, die bei ihrem täglichen Rundgang durch die Fabrik nichts weiter tun als Leute anbrüllen und löhne zu kürzen, danach nach hause gehen und dafür noch mehr als das hundertfache als ein Hartz4 Empfänger verdienen.

Was ich besonders verblödet finde, sind die Leute, die täglich 10 Stunden für ein billiglohn in der Zeitarbeitsfirma schuften und diese Dummheit noch damit argumentieren, das sie nicht vom Staat leben wollen, total lächerlich. Da erkennt man einfach dran, das sich das Volk mal wieder einig ist, wer die nächste Opferrolle spielen darf. Ich hab jedenfalls kein bock zu Arbeiten, schon gar nicht unter 12 Euro die Stunde. Und jeder der dies tut, untergräbt das recht der anderen auf höhere Löhne, da bei ihnen das Ausbeutungssystem fruchtet, man es also weiter praktiziert. Ich weiss noch genau, als die Löhne von 7 Euro einen totalen Skandal auslösten, heute hat sich dies schon so sehr normalisiert, dass sogar Gewerkschaften Mindestlöhne von 6 Euro fordern. Heute ist ein Stundenlohn von 4.50€ oder 5€ in der Fabrik normal.

brb
01.02.2010, 22:23
diese ganzen Hartz4 Debatten gehen doch immer an dem eigentlichen Kern vorbei.

Es gibt nicht genug Arbeit für alle in Deutschland, was ja auch nicht erst seit gestern so ist. Dass es nicht genug Arbeit gibt, sollte die letzten Jahrzehnte mal so langsam durchgedrungen sein. Da kommen auch keine neuen Millionen Arbeitsplätze irgendwo aus Zauberhand um die Ecke.

pragmatisch gesehen 3 mögliche Lösungen, wenn man die Sache nur von der Arbeitsplatzseite aus betrachtet

1. Es tauchen plötzlich doch noch die paar Millionen neue Jobs irgendwoher auf -> sehr unwahrscheinlich
2. Alle arbeiten etwas weniger, damit auch andere 'mit'arbeiten können -> die goldene Mitte
3. Es werden alle Arbeitslosen ins Meer gejagt -> äähh lassen wir das


Das Problem sind aber nicht nur die fehlenden Arbeitsplätze, sondern auch die häufig viel zu geringen Löhne. Es wird im gleichen Atemzug auch immer gefordert, Menschen sollten auch "niedere" Arbeiten übernehmen. Was ist nieder, als für 2,5€ also bei 40h für 100 Euro (und weniger) im Monat irgendwo zu malochen?
Gibs da noch was schlechteres bezahltes, wer macht solche Jobs? Davon kann kein Mensch in Deutschland ohne Stütze überleben, oder ist damit gemeint, die Leute für gar kein Geld mehr arbeiten lassen zu wollen?

Wer will die Menschen für "fast" kein Lohn mehr einstellen? Wer bezahlt die Menschen trotzdem, damit diese trotz Arbeit überleben können? Wer bekommt den Gewinn, den die Menschen trotz "fast" keiner Löhne erwirtschaften?

Meiner Meinung sollten da diejenigen, mit vergoldeten Zigarren für 600€ das Stück und Maserati vor der Tür auch einen Gang runter schalten und den Menschen wieder vernünftige Löhne zahlen und alle teilen sich die vorhandene Arbeit, oder wir lassen das ganze blöde getue und gehen doch gleich zu Lösung 3 über. Das erspart uns wenigstens Jahre weiterer heuchlerischer Diskussionen über die bösen Arbeitslosen. Das Geld scheint ja doch da zu sein.

dennisnedry
01.02.2010, 22:25
Deutschland ist das einzige Land, wo deine Existenz schon durchs "Nix tun" gesichert ist.

Lass dir das mal auf der Zunge zergehen..

Kabio
01.02.2010, 22:39
Deutschland ist das einzige Land, wo deine Existenz schon durchs "Nix tun" gesichert ist.

Lass dir das mal auf der Zunge zergehen..

andere länder haben wohl keine sozialsysteme?

ich hoffe, das kannst du auch nachweisen, denn sonst ist es, was es sowieso schon ist. blanker populismus.

dennisnedry
01.02.2010, 22:41
andere länder haben wohl keine sozialsysteme?

Keins so stark wie in Deutschland. USA,China.. z.B. garkeins...


ich hoffe, das kannst du auch nachweisen, denn sonst ist es, was es sowieso schon ist. blanker populismus.

Das ist Fakt....Hartz 4 ist Realität..was soll ich da nachweisen?

Kabio
01.02.2010, 22:45
Keins so stark wie in Deutschland. USA,China.. z.B. garkeins...


1. ist es völliger unsinn zu behaupten die usa hätten kein sozialsystem
2. solltest du mir nachweisen, dass deutschland das freundlichste sozialsystem überhaupt hat
und 3. wäre selbst das noch lange kein grund zu behaupten, dass deutschland der einzige (und das ist das, was du gesagt hast) staat wäre in dem es möglich wäre ausschließlich von staatlichen hilfen zu leben.

die aussage war einfach grober unfug.

neger187
01.02.2010, 22:56
Es ist ja nicht ganz richtig, das Menschen die nichts tun in der Gesellschaft verachtet sind. Es gibt genug Eigentümer, die bei ihrem täglichen Rundgang durch die Fabrik nichts weiter tun als Leute anbrüllen und löhne zu kürzen, danach nach hause gehen und dafür noch mehr als das hundertfache als ein Harz4 Empfänger verdienen.

Was ich besonders verblödet finde, sind die Leute, die täglich 10 Stunden für ein billiglohn in der Zeitarbeitsfirma schuften und diese Dummheit noch damit argumentieren, das sie nicht vom Staat leben wollen, total lächerlich. Da erkennt man einfach dran, das sich das Volk mal wieder einig ist, wer die nächste Opferrolle spielen darf. Ich hab jedenfalls kein bock zu Arbeiten, schon gar nicht unter 12 Euro die Stunde. Und jeder der dies tut, untergräbt das recht der anderen auf höhere Löhne, da bei ihnen das Ausbeutungssystem fruchtet, man es also weiter praktiziert. Ich weiss noch genau, als die Löhne von 7 Euro einen totalen Skandal auslösten, heute hat sich dies schon so sehr normalisiert, dass sogar Gewerkschaften Mindestlöhne von 6 Euro fordern. Heute ist ein Stundenlohn von 4.50€ oder 5€ in der Fabrik normal.

wie entstehen deiner meinung nach löhne und warum sind diese teilweise so "niedrig"?

Terrorbeat
01.02.2010, 23:50
wie entstehen deiner meinung nach löhne und warum sind diese teilweise so "niedrig"? rein aus der Laune der Kapitalisten, der, die die Löhne machen.

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01.02.2010, 23:55
Löhne entstehen zunächst mal aus dem Zwang des- und derjenigen, seine/ihre Arbeitskraft verkaufen zu müssen. Das Kapital eignet sich Arbeitskraft und Zeit an und zahlt dafür einen gewissen Betrag. Der Gewinn des Kapitals errechnet sich aus der unbezahlten Mehrarbeit, welche der bzw. die ArbeiterIn aufwendet, ohne sie für die eigene Reproduktion zu benötigen.

graci
02.02.2010, 04:46
Löhne entstehen zunächst mal aus dem Zwang des- und derjenigen, seine/ihre Arbeitskraft verkaufen zu müssen. Das Kapital eignet sich Arbeitskraft und Zeit an und zahlt dafür einen gewissen Betrag. Der Gewinn des Kapitals errechnet sich aus der unbezahlten Mehrarbeit, welche der bzw. die ArbeiterIn aufwendet, ohne sie für die eigene Reproduktion zu benötigen.

boh alter, wie scheisse ist das formuliert? oder hast du es durch copy&paste? Löhne sind preise für deine arbeitskraft, richtig. Preise entstehen durch Angebot und Nachfrage. Aus der sicht der Arbeitgebers: wieviele Angestellte (arbeiter? in welchem Jahrhundert lebst du? Angestellte ;) ) bietet mir der Markt? Wieviel frage ich und meine Mitbewerber nach? Aus der Sicht des Arbeitnehmers: Wieviele Jobs bietet mir der Markt an? Wieviele Nachfrager = Arbeitslose gibt es? Dazu gibt es einige Bremsmechanismes, damit wir nicht zum manchester-kapitalismus (total freier kapitalismus, wo Arbeitgeber seine Sklaven nach Belieben feuern und heuern konnte und Arbeitnehmer keine Rechte hatten) zurückkehren.

es ist den deutschen, wie jedem normal denkenden menschen auch, lediglich ein graus, das leute fürs nichtstun geld bekommen, erst recht wenn sie dann teilweise besser leben als viele leute die arbeiten. dabei geht es nicht um den produktivwert eines menschen. niemand hat etwas dagegen, wenn jemand nicht arbeiten möchte. aber dann soll er bitte auch entsprechend selbst zurecht kommen, und nicht auf kosten anderer, die hart arbeiten und teilweise trotzdem schlechter leben, durchgefüttert werden. das ist ein einfaches prinzip von geben und nehmen, ganz normal menschlich, du gehst auch nicht in ein geschäft bedienst dich und bezahlst nicht dafür. das hat auch nichts mit kapitalismus zu tun sondern ist ganz normal in einer gesellschaft, dass die mit schmarozzermentalität, die die gemeinschaft nur ausnutzen, ohne etwas dafür zu geben schlecht angesehen sind.
ein sozialstaat ist für die leute da, die aus den unterschiedlichsten gründen sich nicht selbst über die runden bringen KÖNNEN! nicht für die, die nur zu faul sind ihren arsch mal hochzukriegen

genau das ist der punkt. ein zweiter geht noch ein bisschen weiter: ich möchte auch nicht unbedingt Idioten (= ohne Hirn und Talent) unterstützen, die können von mir aus auch krepieren.

wegen dem Sozialsystem: Das System ist wirklich Luxus auf der Welt. Die Welt hat ca. 200 Länder und nicht nur die 20 aus der ersten Welt, wie man in Deutschland meint. Dazu gehören auch die Länder in der 2. und 3. Welt und das ist mit Abstand die Mehrheit: Dort können die Menschen von einem Hartz4 Leben nur träumen, ich habe auf meiner Weltreise erst gar nicht erzählt, was der Staat Arbeitslosen nicht alles schenkt. Eine Waschmaschine geschenkt, lol... als ob man nicht klassisch per Hand waschen könnte, wie es in den meisten Ländern der Welt üblich ist.

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02.02.2010, 09:38
boh alter, wie scheisse ist das formuliert? oder hast du es durch copy&paste? Löhne sind preise für deine arbeitskraft, richtig. Preise entstehen durch Angebot und Nachfrage. Aus der sicht der Arbeitgebers: wieviele Angestellte (arbeiter? in welchem Jahrhundert lebst du? Angestellte ;) ) bietet mir der Markt? Wieviel frage ich und meine Mitbewerber nach? Aus der Sicht des Arbeitnehmers: Wieviele Jobs bietet mir der Markt an? Wieviele Nachfrager = Arbeitslose gibt es? Dazu gibt es einige Bremsmechanismes, damit wir nicht zum manchester-kapitalismus (total freier kapitalismus, wo Arbeitgeber seine Sklaven nach Belieben feuern und heuern konnte und Arbeitnehmer keine Rechte hatten) zurückkehren.

Das komplett falsche Mantra von Angebot und Nachfrage ist leider komplett falsch.
Die Lohndrückerei, bzw. das erheischen immer mehr unbezahlter Arbeitszeit, komplettiert durch den Prozess der Intesivierung der Arbeit, resultiert aus der Konkurrenz des Kapitals untereinander.

stropharia
02.02.2010, 10:38
so erstmal zur klarstellung
kaum ein hartzler ist arbeitslos!!! evtl erwerbslos....
sehr sehr viele menschen die arbeiten (zeitarbeit und ähnlicher dreck)
bekommen zusätzlich staatliche unterstützung weil der lohn nicht reicht.
ausserdem ist hartz4 wie arbeit!!!
ständiger stress mit behörden, zwangskürzungen,kontrollen ect...
man sollte eher mal fragen warum die löhne so niedrig sind??
statt wieder auf die "schwachen" zu zeigen...
ausserdem ist das ziel jeder modernen gesellschaft arbeitslos zu sein!!!
bitte es gibt eine minderheit die geht gerne arbeiten -auch workaholics genannt
doch wer bitte steht gerne morgens un 4 halb 5 auf und lässt sich dann von chefs rumkomandieren??
und warum bitte werden machinen erfunden die uns die arbeit wegnehmen??
bestimmt nicht weil arbeit so geil ist....
und wenn wir die arbeit gerechter verteilen würden (ähnlich der nahrung)
hätte jeder arbeit und keiner zuviel ;)

Stefan Mappus, der designierte CDU-Ministerprä*sident von Baden-Württemberg, denkt schon einmal an die Haushaltssanierung: »Wenn man sich die großen Blöcke des Bundeshaushalts anschaut, kommt man an Hartz IV mit einem Umfang von 40 Milliarden Euro nicht vorbei.« Und Roland Koch gibt noch etwas zu bedenken: Wenn Millionen von Bürgern, die jeden Tag hart arbeiteten, sehen wür*den, dass andere ohne Anstrengung annähernd das Gleiche erhielten, sei das eine »Perversion des Sozialstaatsgedankens«. Da könnte es interessant werden, zu beobachten, wie sich die »Leistungspar*tei« SPD von der Sozialneiddebatte abgrenzen wird.

was bei dieser rechnung wiedermal nicht berücksichtigt wird ist das mind.50% des geldes wieder zurück in die staatskasse fließt....
und ausserdem gibt die brd genug geld für banken,rüstung und kriegsspiele aus....
das sollte eigentlich die sozialleistungen relativieren!

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,22933/ticket,g_a_s_t

mr.knut
02.02.2010, 12:04
1. ist es völliger unsinn zu behaupten die usa hätten kein sozialsystem
2. solltest du mir nachweisen, dass deutschland das freundlichste sozialsystem überhaupt hat
und 3. wäre selbst das noch lange kein grund zu behaupten, dass deutschland der einzige (und das ist das, was du gesagt hast) staat wäre in dem es möglich wäre ausschließlich von staatlichen hilfen zu leben.

die aussage war einfach grober unfug.
diese ewigen aussagelosen vergleiche. ob die usa china etc jetzt ein sozialsystem haben ist doch vollkommen egal. fakt ist das das deutsche sozialsystem wirklich sehr sehr sozial ist und da einfach niemand meckern sollte.

maha.rishi
02.02.2010, 12:21
so erstmal zur klarstellung
kaum ein hartzler ist arbeitslos!!! evtl erwerbslos....
sehr sehr viele menschen die arbeiten (zeitarbeit und ähnlicher dreck)
bekommen zusätzlich staatliche unterstützung weil der lohn nicht reicht.
doch: es gibt genug hartzler die wirklich ARBEITSlos sind. die kümmern sich nicht mal um ihre kinder, also bitte welche arbeit verrichten die denn, und erwerbslos sind sie überhaupt nicht denn ihren erwerb bekommen sie ja vom arbeitsamt - so viel zur wortklauberei.


ausserdem ist hartz4 wie arbeit!!!
ständiger stress mit behörden, zwangskürzungen,kontrollen ect...
kanns sein dass du noch nie gearbeitet hast? sonst müsstest du eigentlich wissen das DAS keine arbeit ist, das ist stress aber den haben auch arbeitende menschen, nur halt nicht mit dem arbeitsamt sondern dann mit ner anderen behörde.

man sollte eher mal fragen warum die löhne so niedrig sind??
statt wieder auf die "schwachen" zu zeigen...
das sollte man in der tat, allerdings darf man trotzdem auch über andere dinge sprechen

ausserdem ist das ziel jeder modernen gesellschaft arbeitslos zu sein!!!
bitte es gibt eine minderheit die geht gerne arbeiten -auch workaholics genannt
doch wer bitte steht gerne morgens un 4 halb 5 auf und lässt sich dann von chefs rumkomandieren??
und warum bitte werden machinen erfunden die uns die arbeit wegnehmen??
bestimmt nicht weil arbeit so geil ist.... das ist vieleicht dein traum aber nicht der aller menschen. es gibt genug menschen die gerne arbeiten, mal davon abgesehen ist es unnötig sich über kram zu unterhalten der vollkommen utopisch ist. menschen werden immer arbeiten müssen.
die maschinen werden erfunden um die arbeit zu erleichtern, nicht um sie gänzlich zu beseitigen. denk mal scharf nach, es gibt genug arbeit, die nicht von maschinen gemacht werden kann und bei der sicher auch du nicht möchstest, dass maschinen sie machen. immerhin schaffen maschinen auch genug arbeit also geht deine theorie sowiso nicht auf

graci
02.02.2010, 12:22
Das komplett falsche Mantra von Angebot und Nachfrage ist leider komplett falsch.
Die Lohndrückerei, bzw. das erheischen immer mehr unbezahlter Arbeitszeit, komplettiert durch den Prozess der Intesivierung der Arbeit, resultiert aus der Konkurrenz des Kapitals untereinander.

richtig ich als arbeitgeber habe das kapital meiner firma, wie andere auch und wir konkurrieren miteinander um aus dem kapital am meisten rauszuholen. Daher habe ich schon mal einen Grund weniger Löhne zu geben. Aber wenn es zu wenige Arbeitslose gibt, steigen die Löhne, weil mein Unternehmen sonst nicht wachsen kann.

du redest btw. wie ein Kommunist aus der Steinzeit..uups sorry, so weit ist das nicht her: aus den Industriezeitalter. Schämst du dich nicht eine veraltete politische Ansicht zu vertreten? Der Kalte Krieg ist vorbei und der Kapitalismus hat ziemlich eindeutig gewonnen.

stropharia
02.02.2010, 12:25
diese ewigen aussagelosen vergleiche. ob die usa china etc jetzt ein sozialsystem haben ist doch vollkommen egal. fakt ist das das deutsche sozialsystem wirklich sehr sehr sozial ist und da einfach niemand meckern sollte.

aha also besser fresse halten und mit sich machen lassen ;)
ich finde es zum kotzen das menschen zur ware deklariert werden!
und das der sklavenhandel wieder saloonfähig gemacht wird....
gewalt erzeugt gegengewalt das sollte eigentlich jedem klar sein
und wenn arge mensch zwingt arbeiten zu verichten die er nicht will
ja dann sind solche aktionen schon irgendwie legitim

Erneut haben Unbekannte in Berlin ein Brandanschlag auf ein Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit verübt. Gegen 2 Uhr am Mittwoch schlugen Brandmelder im Jobcenter an der Weddinger Müllerstraße an. Ein Brandsatz hatte die Eingangstüren beschädigt, richtet ansonsten aber kaum Schaden an. Als die Feuerwehr eintraf, war das Feuer bereits wieder erloschen. Die Täter hinterließen zudem mit Farbe auf das Gebäude gesprühte politische Parolen.
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Den Brandsatz hatten die Täter aus Gaskartuschen hergestellt, wie sie für Campingkocher verwendet werden. Wie daraus Brandsätze hergestellt werden können, hatte kürzlich das in der linken Szene verbreitete Magazin „Interim“ beschrieben, verbunden mit der Aufforderung, die Eigenbau-Brandsätze "gegen geeignete Ziele" einzusetzen. Mit Wirkung vom 15. Dezember beschloss das Amtsgericht Tiergarten daraufhin die Beschlagnahmung der Magazin-Ausgabe.

Am Dienstag hatte es einen - ebenfalls glimpflich verlaufenen - Brandanschlag auf ein Jobcenter in Lichtenberg gegeben. In Johannisthal wurden 23 Busse demoliert. In diesem Fall vermutet die Polizei, dass die Täter die Zusammenarbeit des Busunternehmers mit der Bundeswehr zum Anlass für ihre Tat nahmen. In allen Fällen ermittelt der Staatsschutz.

Quelle: Morgenpost

Das System ist wirklich Luxus auf der Welt. Die Welt hat ca. 200 Länder und nicht nur die 20 aus der ersten Welt, wie man in Deutschland meint. Dazu gehören auch die Länder in der 2. und 3. Welt und das ist mit Abstand die Mehrheit: Dort können die Menschen von einem Hartz4 Leben nur träumen, ich habe auf meiner Weltreise erst gar nicht erzählt, was der Staat Arbeitslosen nicht alles schenkt. Eine Waschmaschine geschenkt, lol... als ob man nicht klassisch per Hand waschen könnte, wie es in den meisten Ländern der Welt üblich ist.

willst du wirklich die brd mit z.b afrika indien ect vergleichen???
was glaubst du denn wer dafür verantwortlich ist das es denen so schlecht geht??
genau der nette weiße mann (von nebenann)!

zur info ja ich habe schon in den unterschiedlichsten bereichen gearbeitet!
das ist vieleicht dein traum aber nicht der aller menschen. es gibt genug menschen die gerne arbeiten, mal davon abgesehen ist es unnötig sich über kram zu unterhalten der vollkommen utopisch ist. menschen werden immer arbeiten müssen.
die maschinen werden erfunden um die arbeit zu erleichtern, nicht um sie gänzlich zu beseitigen. denk mal scharf nach, es gibt genug arbeit, die nicht von maschinen gemacht werden kann und bei der sicher auch du nicht möchstest, dass maschinen sie machen. immerhin schaffen maschinen auch genug arbeit also geht deine theorie sowiso nicht auf

hmm matrix könnte irgendwann realität werden schon mal daran gedacht?
ist es nicht so das heute schon machinen von machinen gebaut werden?
und klar gibt es arbeit die sogar spass macht!
ist bei meiner arbeit nicht anders ;)
doch davon sollte auch nicht die rede sein denn die mehrheit macht doch jobs die einfach nur zum kotzen sind ;) wer bitte will klos putzen oder lehrer sein, oder gar bei schlecker anschaffen??
und jetzt mal gar nicht an die bezahlung sondern nur an die arbeitsbedingungen gedacht...
(lehrer sollten eine gefahrenszulage bekommen ;) )
und mir fallen da sicher noch mehr jobs ein in denen sicher ganz viele "ich hab kein bock mehr auf den scheiss" meinungen vertreten sind ;)
ich denk da mal spontan an: polizisten,ärzte,erzieher,pfleger,müllmann,kfz leutz eigentlich aus allen bereichen!
und ich finde das argument ich habe gerade keine lust zu arbeiten ist ok ;)
ich habe auch nicht jeden tag lust brot mit käse zu essen...

Para
02.02.2010, 12:33
gewalt erzeugt gegengewalt das sollte eigentlich jedem klar sein
und wenn arge mensch zwingt arbeiten zu verichten die er nicht will
ja dann sind solche aktionen schon irgendwie legitim

Falsch. Der Mensch will ja gar nicht arbeiten. Hartz 4 hat so viele Vorteile, das man alleine gut über die Runden kommt und mit Familie und ein paar Kindern teilweise mehr Geld zur Verfügung hat als eine Familie mit 1 berufstätigen Person (Vollzeit).

Das ist schon richtig so. Wer körperlich in der Lage ist zu arbeiten und sich weigert die vorhandene Arbeit auszuführen, gehört gezwungen. Entweder früh morgens abholen und/oder das Geld nur noch in Form von Lebensmittel- und Kleidermarken auszahlen. Das wäre ein Anfang.

Kabio
02.02.2010, 13:40
diese ewigen aussagelosen vergleiche. ob die usa china etc jetzt ein sozialsystem haben ist doch vollkommen egal. fakt ist das das deutsche sozialsystem wirklich sehr sehr sozial ist und da einfach niemand meckern sollte.

dann sprich denjenigen an, der den vergleich gestartet hat und nicht mich. mir ist leidiglich bei dieser unsinnigen behauptung, dass deutschland das einzige land wär, in dem man "durch nichts tun" rumkommen würde der kamm geschwollen und solchen populismus bzw. solche lügen aufzuklären wird ja wohl noch gestattet sein. muss ja nicht sein, dass das unkommentiert stehen bleibt und es am ende noch irgendjemand glaubt. dass dennisedry anscheinend auch nicht mehr in der lage ist zu antworten tut sein übriges dazu.

access denied
02.02.2010, 14:50
du redest btw. wie ein Kommunist aus der Steinzeit..uups sorry, so weit ist das nicht her: aus den Industriezeitalter. Schämst du dich nicht eine veraltete politische Ansicht zu vertreten? Der Kalte Krieg ist vorbei und der Kapitalismus hat ziemlich eindeutig gewonnen.

Du irrst, wenn Du der Meinung bist, da wären zwei komplett verschiedene Systeme gegeneinander angetreten. Der reale Sozialismus war nichts weiter als ein komplett bürokratisierter Kapitalismus. Das hatte mit einer befreiten Gesellschaft nichts zu tun.

sash
02.02.2010, 16:19
Bei Hartz 4 habe ich nur 2 Standpunkte:

1. Hartz 4 ist nicht zu hoch, sondern die Löhne in vielen Bereichen sind zu niedrig. Dadurch entstehen erst die Probleme

2. Es gibt nicht soviele Hartz 4 Empfänger, weil alle faule Säcke sind, sondern weil es in vielen Gebieten einfach keine Arbeit gibt bzw. nur Jobs, bei denen die Leute genausoviel oder sogar weniger als Hartz 4 bekommen. Und ganz ehrlich, wer geht schon arbeiten, wenn er für`s nichtstun genausoWENIG bekommt, wie für 40 Stunden arbeiten?

Dies ist meine Meinung als Teil der arbeitenden Bevölkerung, nur damit hier keine Missverständnisse aufkommen. Klar ist niederqualifizierte Arbeit nicht so teuer wie hochqualifizierte Arbeit, aber irgendwo gibt es einfach Grenzen. Ich kenne auch genug Leute mit Ausbildung im Bürobereich, die dort auch arbeiten und mit 1200 / 1300 € Brutto nach Hause gehen. Wenn das noch normal sein soll, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Die verdienen praktisch um die 900 bis 1000 € netto im Monat, brauchen noch 100€ und mehr an Fahrtkosten (die sie nicht mal von der Steuer absetzen können, da man mit so wenig Lohn, fast keine zahlt). zahlen im Monat nochmal locker 50 bis 100 € für ein seriöses Auftreten (Anzüge, Hemden, Blusen, Krawatten, etc. pp.). Was also übrig bleibt sind (ohne eigenes Auto wohlgemerkt!!!) 700 bis 800€ im Monat. Davon rechnest Du noch 500€ Miete weg, 40€ Strom, 30€ Telefon. Was bleibt: 130 bis 230 € zum "Leben", also weniger als mit Hartz 4. Dafür gehen Leute mit ner guten Ausbildung in Deutschland arbeiten. Traurig.
Dass der Staat eigentlich noch verlangt, dass man von diesem Riesenlohn eine private Haftpflicht, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eigentlich auch noch eine private Altersvorsorge finanziert ist hier noch nicht einmal mit einberechnet. Genausowenig sind hier laufende Kosten oder Anschaffungskosten für ein Auto eingerechnet oder für Freizeit (Kino, Schwimmbad, etc.)

DAS ist die traurige Realität. Ich sag`s nochmal, Hartz 4 ist nicht zu hoch, sondern die Stundenlöhne sind zu niedrig, die Leute werden ausgebeutet.

PS: Fernseher und Waschmaschinen bekommen Hartz 4 Empfänger schon bezahlt. Aber keine neuen Geräte, sondern nur irgendwelche Gebrauchten Geräte. Wenn irgendeine Hartz4 Familie nen Flatscreen zu Hause hat, dann hatten die den schon vor der Arbeitslosigkeit oder die haben den von ihren 325€ im Monat zusammengespart.

graci
02.02.2010, 16:20
Du irrst, wenn Du der Meinung bist, da wären zwei komplett verschiedene Systeme gegeneinander angetreten. Der reale Sozialismus war nichts weiter als ein komplett bürokratisierter Kapitalismus. Das hatte mit einer befreiten Gesellschaft nichts zu tun.

befreite gesellschaft? soll ich lachen? kommunismus hat mit Freiheit gar nix zu tun. DAs Ziel ist doch, dass jeder sich für den anderen bzw. für die Gesellschaft opfert und genau das ist im Ostblock geschehen: das Individuum war völlig egal, hauptsache der Staat ist der Gewinner. aber ich sehe, wir reden einander vorbei, für dich ist eine befreite gesellschaft, wenn es wohl kein geld mehr gibt, damit keiner mehr leisten muss. in so einer struktur gehe ich auch nicht mehr arbeiten, sondern hänge nur noch vor dem rechner und lasse mir die birne mit vodka zusaufen.

chryzzle
02.02.2010, 16:30
arbeitet jemand nicht - aus welchen günden auch immer -, ist er in der tat unproduktiv, wenn man hier die volkswirtschaftliche definition von produktivität nimmt.

dieser jemand beteiligt sich nicht an der erwirtschaftung des volkseinkommens, zahlt nur bedingt steuern und erhält seinen lebensunterhalt durch soziale transferleistungen finanziert.

man muss sich hier wirklich auf einen produktivitäts-definition einigen, denn sonst reden alle aneinander vorbei...

ein arbeitsloser hartz-4-empfänger kann sich trotzdem in den dienst der gesellschaft stellen, auch ohne direkt geld dafür zu erhalten bzw. etwas für die erwirtschaftung des volkseinkommens zu tun - und sowas wird eben doch von den menschen wertgeschätzt.

die aussage deines zitates kommt für ich ziemlich materialistisch-orientiert daher.

Du vergisst immer, dass es in Deutschland nicht genug Arbeitsstellen gibt. Also ist ein großer Teil der Bevölkerung gezwungen, unproduktiv im volkswirtschaftlichen Sinne zu sein, wird aber dafür stigmatisiert und diskriminiert.

maha.rishi
02.02.2010, 16:31
aha also besser fresse halten und mit sich machen lassen ;)
ich finde es zum kotzen das menschen zur ware deklariert werden!
und das der sklavenhandel wieder saloonfähig gemacht wird....
gewalt erzeugt gegengewalt das sollte eigentlich jedem klar sein
und wenn arge mensch zwingt arbeiten zu verichten die er nicht will
ja dann sind solche aktionen schon irgendwie legitim
weißt du was ich zum kotzen finde? dieses ständige rumgeheule und die maßlosen übertreibungen. lern mal die bedeutung von gesellschaft!




willst du wirklich die brd mit z.b afrika indien ect vergleichen???
was glaubst du denn wer dafür verantwortlich ist das es denen so schlecht geht??
genau der nette weiße mann (von nebenann)! du hast echt keine ahnung. denen geht es schlecht weil sie in einem kontinent leben, auf dem es keine rohstoffe gibt. ihnen fehlt jegliche grundlage für wohlstand. das son paar ölqellen und edelsteinchen keinem ganzen volk zu wohlstand verhelfen ist ja logisch. und warum soll man den vergleich nicht machen? du verlangst doch auch dass man erstmal problee auf dem arbeitsmarkt bekämpft bevor man sich an die harzt4ler macht. also, kann ich auch sagen geht erstmal die echten probleme an und dann kann man immernoch sich über die eigenen situation beschweren, die um vieles besser ist als die von millionen von anderen menschen.



hmm matrix könnte irgendwann realität werden schon mal daran gedacht?
ist es nicht so das heute schon machinen von machinen gebaut werden?
und klar gibt es arbeit die sogar spass macht!
ist bei meiner arbeit nicht anders ;)
doch davon sollte auch nicht die rede sein denn die mehrheit macht doch jobs die einfach nur zum kotzen sind ;) wer bitte will klos putzen oder lehrer sein, oder gar bei schlecker anschaffen??
und jetzt mal gar nicht an die bezahlung sondern nur an die arbeitsbedingungen gedacht...
(lehrer sollten eine gefahrenszulage bekommen ;)
und mir fallen da sicher noch mehr jobs ein in denen sicher ganz viele "ich hab kein bock mehr auf den scheiss" meinungen vertreten sind ;)
ich denk da mal spontan an: polizisten,ärzte,erzieher,pfleger,müllmann,kfz leutz eigentlich aus allen bereichen!
und ich finde das argument ich habe gerade keine lust zu arbeiten ist ok ;)
ich habe auch nicht jeden tag lust brot mit käse zu essen... :D sry aber :D:D ich kann nicht mehr. nur mal so zur info, ich bin selbst lehramtsstudent und glaub mir ich kenn genug leute die das studieren weil es ihnen spass macht. allein bei uns sind es pro jahrgang über 300 leute. es gibt genug jobs die spassmachen können, deswegen werden auch nur solche jobs wie putzfrau etc von maschinen ersetzt. mal davon abgesehen: willst du deine kinder von maschinen unterrichten lassen? glaub nicht. und übrigens, wenn einem der job spass macht dann ist es vollkommen laterne ob man damit reich wird, wenns fürn anstädiges leben reicht. lehrer verdienen genug, es könnte sicher mehr sein aber wem sein job spass macht, für denn ist das zweitrangig. die leute d

mr.knut
02.02.2010, 17:30
Es ist ja nicht ganz richtig, das Menschen die nichts tun in der Gesellschaft verachtet sind. Es gibt genug Eigentümer, die bei ihrem täglichen Rundgang durch die Fabrik nichts weiter tun als Leute anbrüllen und löhne zu kürzen, danach nach hause gehen und dafür noch mehr als das hundertfache als ein Hartz4 Empfänger verdienen.

Ja da hast du recht. kapitalisten sind auch alles monster mit 3 augen und einem horn auf der stirn.
gehts idiotischer? das einzig wahre an diesem post ist, dass sie 100mal soviel verdienen wie hartz4 empfänger - und das zurecht!

und unter 12€ keinen job annehmen! haha schonmal daran gedacht das du dir diesen stundenlohn verdienen solltest? denkst du ernsthaft kapitalbesitzer haben mit ihrem lohn von kleinauf angefangen?

Mr.y
02.02.2010, 19:48
also ich kenne beide seiten....
menschen die gut verdienen
und menschen....die hinter leistung beziehen, in ihre heimatländer für so 4-5 monate wegfahren um verwandte zu sehen, während hier das geld auf ihr konto fließt, und leute die einfach jedes jahr ne weltreise machen....
aber auch welche, die nciht im stande sind zu arbeiten, weil sie krank und alt sind.
Ich hasse deswegen unsere Politik.
Leute arbeiten schwer....
Leuten können nicht arbeiten
und leute, die auf der tasche der allgemeinheit sitzen....
und es wird nichts getan.....

access denied
02.02.2010, 20:05
befreite gesellschaft? soll ich lachen? kommunismus hat mit Freiheit gar nix zu tun. DAs Ziel ist doch, dass jeder sich für den anderen bzw. für die Gesellschaft opfert und genau das ist im Ostblock geschehen: das Individuum war völlig egal, hauptsache der Staat ist der Gewinner. aber ich sehe, wir reden einander vorbei, für dich ist eine befreite gesellschaft, wenn es wohl kein geld mehr gibt, damit keiner mehr leisten muss. in so einer struktur gehe ich auch nicht mehr arbeiten, sondern hänge nur noch vor dem rechner und lasse mir die birne mit vodka zusaufen.

Im realen Sozialismus war der einzelne nichts sondern nur ein Produktivitätsfaktor für die Arbeiterpartei. Im Kapitalismus ist der einzige nicht, sondern nur als Produktivitätsfaktor für das Kapital. Wie gesagt, beide Systeme waren in sich gleich.
Die befreite Gesellschaft ist das Prinzip der Allgemeinheit unter Aussöhnung mit dem Besonderen.
Geld ist nur ein Äquivalent der gesellschaftlichen Arbeitszeit und insofern nicht Kern der Problematik.

Dark_Fenix
03.02.2010, 02:12
Materialistisch im Sinne des Marx#schen Materialismus, ja.

Ich bin der Meinug, deine Vorgehensweise ist, wie bei vielen Anhängern der kritischen Theorie, eher idealistisch als materialistisch.

Du schreibst:

Im realen Sozialismus war der einzelne nichts sondern nur ein Produktivitätsfaktor für die Arbeiterpartei. Im Kapitalismus ist der einzige nicht, sondern nur als Produktivitätsfaktor für das Kapital. Wie gesagt, beide Systeme waren in sich gleich.
Die befreite Gesellschaft ist das Prinzip der Allgemeinheit unter Aussöhnung mit dem Besonderen.
Geld ist nur ein Äquivalent der gesellschaftlichen Arbeitszeit und insofern nicht Kern der Problematik.

Natürlich sind beide Gesellschaftsformen nicht kommunistisch, können sie nicht sein, weil Wert produziert wird. Bis dahin stimme ich dir zu. Die Produktionsverhältnisse haben im Realsozialismus auch immer noch die Produktivkräfte bestimmt, mit Sicherheit lag auch ein gewisser Klassenantagonismus vor. Die Produktionsweise unterschied sich aber von den kapitalistischen Ländern im Westen dadurch, dass sie zentralisiert war.

Man kann sogar sagen und das werden viele bürgerlich-liberale nicht verstehen, dass der westliche Kapitalismus dem Ideal einer befreiten Gesellschaft, im Sinne neomarxistischer Kritik, näher ist als der Realsozialismus der Sowjetunion.

stropharia
03.02.2010, 07:49
h kann nicht mehr. nur mal so zur info, ich bin selbst lehramtsstudent und glaub mir ich kenn genug leute die das studieren weil es ihnen spass macht. allein bei uns sind es pro jahrgang über 300 leute. es gibt genug jobs die spassmachen können, deswegen werden auch nur solche jobs wie putzfrau etc von maschinen ersetzt. mal davon abgesehen: willst du deine kinder von maschinen unterrichten lassen? glaub nicht. und übrigens, wenn einem der job spass macht dann ist es vollkommen laterne ob man damit reich wird, wenns fürn anstädiges leben reicht. lehrer verdienen genug, es könnte sicher mehr sein aber wem sein job spass macht, für denn ist das zweitrangig. die leute d

aha und du musst nicht nebenbei arbeiten ums studium zu finanzieren?? reiche eltern??
logisch lehrer verdienen genug gerade soviel das es reicht...ach komm ;)
mach dir doch selbst nichts vor....
und ähhm wenn ich so drüber nachdenke wäre mir ein pc der meine imaginären kinder unterrichtet lieber als unqualifizierte lehrer mit machtkomplexen ...

du hast echt keine ahnung. denen geht es schlecht weil sie in einem kontinent leben, auf dem es keine rohstoffe gibt. ihnen fehlt jegliche grundlage für wohlstand. das son paar ölqellen und edelsteinchen keinem ganzen volk zu wohlstand verhelfen ist ja logisch. und warum soll man den vergleich nicht machen? du verlangst doch auch dass man erstmal problee auf dem arbeitsmarkt bekämpft bevor man sich an die harzt4ler macht. also, kann ich auch sagen geht erstmal die echten probleme an und dann kann man immernoch sich über die eigenen situation beschweren, die um vieles besser ist als die von millionen von anderen menschen. bullshit die haben keine rohstoffe weil die westlichen länder ihnen die ROHstoffe rauben/klauen/wegnehmen!!!

Para
03.02.2010, 07:55
logisch lehrer verdienen genug gerade soviel das es reicht...ach komm

So üppig sind die Beamtenbezüge auch nicht mehr,wenns nicht gerade der höhere Dienst ist.

und ähhm wenn ich so drüber nachdenke wäre mir ein pc der meine imaginären kinder unterrichtet lieber als unqualifizierte lehrer mit machtkomplexen ...

Ein strenger Lehrer ist mir lieber als eine grün/links-kopfgewaschene Lehrer-Ökoaktivistin

stropharia
03.02.2010, 08:03
Ein strenger Lehrer ist mir lieber als eine grün/links-kopfgewaschene Lehrer-Ökoaktivistin

ach para du bist ja so süüüüss hätte gerne sowas wie dich zuhause so als inventar....
ich denke das man das nicht so verallgemeinern kann!!
es gibt gute-strenge lehrer
es gibt gute linke lehrer
es gibt gute konserative lehrer
usw doch es gibt auch einfach viel zu viele lehrer die überfordert bzw den beruf verfehlt haben!

Para
03.02.2010, 08:08
Ich habe bisher keinen linken Lehrer erlebt, der eine gesunde Strenge an den Tag gelegt hat. Die haben eher den Schülerinnen auf den Arsch gegafft, sich frühzeitig nach Hause begeben oder statt zu unterrichten von ihren Kommunen-Abenteuern berichtet.

Wenn dann solche Witzfiguren dann auch noch den Vogel abschießen und raten, die späteren Kinder antiauthoritär zu erziehen oder in politischen Fächern die Schüler benachteiligen, die nicht politisch konform mit dem Lehrer sind, sehne ich mir die guten alten konservativen strengen Kreide-werf-Lehrer zurück, wo ich mir in der Grundschule vor Angst fast ins Höschen gepinkelt habe.

doch es gibt auch einfach viel zu viele lehrer die überfordert bzw den beruf verfehlt haben!

Das steht ausser Frage.

stropharia
03.02.2010, 08:15
Ich habe bisher keinen linken Lehrer erlebt, der eine gesunde Strenge an den Tag gelegt hat. Die haben eher den Schülerinnen auf den Arsch gegafft, sich frühzeitig nach Hause begeben oder statt zu unterrichten von ihren Kommunen-Abenteuern berichtet.

Zitat:
doch es gibt auch einfach viel zu viele lehrer die überfordert bzw den beruf verfehlt haben!
Das steht ausser Frage.

um mal wieder zum thema zurückzukommen ;)
also wenn es klar ist das sagen wir 1/3 der lehrer pfeifen sind....
hmmm wie soll dann die zukunft in deutschland ausschaun??
ohne qualifizierte lehrer keine guten schüler ohne gute schüler -> na?
genau zu wenig qualifizierte arbeitnehmer ;)
und natürlich auch viel zu wenig neue ausbildungsmöglichkeiten...
da (wieder mal ein hauch ironie) ja ehh keiner mehr seinen meister schafft und somit ausbilden darf ;)
nee im ernst sie sagen scheiss assi pack ohne ausbildung doch dann gibt es einfach für 7 von 10 keine ausbildung....fehler im system

Para
03.02.2010, 08:19
Die Lösung wäre eine erfolgsorientierte Bezahlung für Lehrkräfte und keine Verbeamtung mehr. Skandinavien machts vor. Was meinst du wie das die "Motivation" der Lehrkräfte erhöhen würde.
Dank unserer Beamtenlobby nicht machbar, wir hinken im Bildungssektor 30 Jahre hinterher.

graci
03.02.2010, 08:57
Dank unserer Beamtenlobby nicht machbar, wir hinken im Bildungssektor 30 Jahre hinterher.

gegenüber wen? warum muss sich deutschland immer mit den besten der besten vergleichen. das können experten tun. Ich vergleiche deutschland mit der welt und da gibt es schulen, da kann man sich nur an den kopf fassen und das nicht nur in der dritten welt, auch in der zweiten welt sind die schulen einfach katastrophal. In einem Land wie Brasilien (2. welt auf dem weg zu den mächtigsten Ländern der welt aufzusteigen) können die Leute keine andere sprache ausser portugiesich, nicht vernünftig rechnen, und reiche kinder können eh nie durchfallen.

Para
03.02.2010, 09:04
gegenüber wen? warum muss sich deutschland immer mit den besten der besten vergleichen. das können experten tun.

Weil wir von unserem Wissen leben. Deshalb muss die Bildung dementsprechend sehr gut sein.

maxi122
03.02.2010, 09:10
http://jungle-world.com/artikel/2010/04/40240.html

Den Deutschen ist nichts mehr ein Graus, als das jm. nichts tut. Etwas tun, das ist fester Bestandteil der deutschen Ideologie. Alle Viere gerade sein lassen, nichts tun, so etwas ist gesellschaftlich verachtet.
Der Wert eines Individuums steht nicht, wie in wirklichen westlichen Demokratien, als Wert an sich, sondern wird in Deutschland ausschliesslich an der Produktivität für die Gesellschaft gemessen. Diese menschenverachtende Sklavenhalter- bzw. Untertanenmentalität durchzieht alle Klassen.
Zu wünschen wäre, dass sich die Hartz4-Empfänger endlich erheben, aber genau das wird durch diese Untertanenmentalität verhindert.


Haha, warum wohl. Vielleicht sind sie zu faul und lassen mal wieder alle Viere gerade sein.

Ihr könnt den ganzen Tag garnix tun, das ganze Leben wenns ginge sogar 2 mal. Das juckt mich ganz und garnicht. Aber dann sollte euch auch kein einziger Euro geschenkt werden.
Warum sollte jemand der keinen Nutzen für die Gesellschaft hat belohnt werden. Warum? Was hat das mit Sklaverei zu tun ? Wenn keiner Arbeitet hat schließlich auch keiner Geld, auch ihr HarzIV Menschen nicht. Was machen wir dann ?
Das ist doch wie bei Kindern, die haben in der Pupertät auch Probleme und rebelieren gegen die Eltern, nachdem man ihnen eine Weile die Schokolade verwehrt hat hören sie auf und verstehen, dass sie einfach noch keine Ahnung von der Welt haben.

stropharia
03.02.2010, 09:27
gegenüber wen? warum muss sich deutschland immer mit den besten der besten vergleichen. das können experten tun. Ich vergleiche deutschland mit der welt und da gibt es schulen, da kann man sich nur an den kopf fassen und das nicht nur in der dritten welt, auch in der zweiten welt sind die schulen einfach katastrophal. In einem Land wie Brasilien (2. welt auf dem weg zu den mächtigsten Ländern der welt aufzusteigen) können die Leute keine andere sprache ausser portugiesich, nicht vernünftig rechnen, und reiche kinder können eh nie durchfallen. dann vergleich mal das schulsystem mit russland ;)
oder das gesundheitssysztem mit kuba.....
ich finde das solche vergleiche nichts bringen!

maha.rishi
03.02.2010, 09:42
aha und du musst nicht nebenbei arbeiten ums studium zu finanzieren?? reiche eltern??
also mal davon abgsehen dass ich nebenbei arbeite um mehr geld zu haben, könnte ich auch ohne dieses zubrot einigermaßen zurecht kommen. übrigens meine mutter ist grundhschullehrerin, mein vadder zwar net aber der verdient ungefähr genauso viel. damit sind meine eltern sicher alles andere als reich, aber immerhin verdienen sie soviel, dass ich kein anspruch auf bafög hab. und dann soll mal einer erzählen lehrer nagen am hungertuch

logisch lehrer verdienen genug gerade soviel das es reicht...ach komm ;)
mach dir doch selbst nichts vor.... weißt du eigentlich was so ein lehrer verdient: ein grundschullehrer zb der rund 26 stunden in der woche arbeitet verdient knapp über 2000 falls er beamter ist. wenn man aber dann die zeit dazu rechnet die man die stunden vorbereitet, und, da kommt mindestens nochmal die hälfte drauf, das ist von fach zu fach unterschiedlich ist das n lohn von dem man leben kann der aber nicht unbedingt angemessen ist wenn man die verantwortung, die ein lehrer haben sollte betrachtet und vor allem auch die ewig lange ausbildung.


und ähhm wenn ich so drüber nachdenke wäre mir ein pc der meine imaginären kinder unterrichtet lieber als unqualifizierte lehrer mit machtkomplexen ... ja schön dann wissen wir ja jetzt alle was du von schule hälst, dass erklärt dann auch so einiges, zb deinen absolut bescheuerten satz der im anschluss kommt.


bullshit die haben keine rohstoffe weil die westlichen länder ihnen die ROHstoffe rauben/klauen/wegnehmen!!!

access denied
03.02.2010, 10:33
Die Produktionsweise unterschied sich aber von den kapitalistischen Ländern im Westen dadurch, dass sie zentralisiert war.


Das meinte ich ja mit völlig bürokratisiert!

sash
03.02.2010, 10:42
Die Lösung wäre eine erfolgsorientierte Bezahlung für Lehrkräfte und keine Verbeamtung mehr. Skandinavien machts vor. Was meinst du wie das die "Motivation" der Lehrkräfte erhöhen würde.
Dank unserer Beamtenlobby nicht machbar, wir hinken im Bildungssektor 30 Jahre hinterher.

Ich weiß nicht, wie es in den alten Bundesländern ist, aber in den neuen Bundesländern gibt es mindestens seit einem Jahrzehnt keine Verbeamtung von Lehrern mehr. Aber ganz ehrlich, glaubt jemand ernsthaft, dass das irgendwelche Vorteile hat? Wenn man die Lehrer jetzt auch noch einem Leistungsdruck aussetzt, dann geht die Bildung doch ganz den Bach runter. Eine gesunde Erziehung / Bildung lebt nicht vom Druck, sondern von Zeit, die man sich nehmen kann um Schülern zu helfen. Alles andere führt nur zu Aktionismus.

Wie sollen denn die Leistungen der Lehrer geprüft werden? Durch Sichtung der Schulnoten? Dann werden halt einfach die Tests einfacher gestaltet und schon sind die Schulnoten besser.
Ich finde, wir haben weit größere Sorgen als unser Schulsystem. Sicher, wir sind nicht die Besten, aber auch nicht die schlechtesten. Durch unsere strikte Trennung von Gymnasium, Real- und Hauptschule schicken wir sowieso schon mehr "schlechte" Schüler zu den Tests als Länder, die nur eine Gesamtschule haben und dort von den Schülern nur die Elite (vergleichbar mit Gymnasiasten) hinschicken.

Terrorbeat
03.02.2010, 10:54
Das ist doch wie bei Kindern, die haben in der Pupertät auch Probleme und rebelieren gegen die Eltern, nachdem man ihnen eine Weile die Schokolade verwehrt hat hören sie auf und verstehen, dass sie einfach noch keine Ahnung von der Welt haben. Wie authentisch du das doch beschreiben kannst ^^

Als Fan der Arbeitslosigkeit gehts mir ja nicht darum irgendwie Leute zu verarschen, ihnen ärger machen zu wollen, sie zu Quälen. Ich bin auch nicht faul. Ich möchte nur nicht Anhängsel meines eigenen Lebens sein. Ich will nicht Dinge tun, die ich nicht verstehe. Ich will nicht an einem Fließband stehen und das Produzieren was der Chef verlangt, egal obs Kochtöpfe oder Bomben sind. Passivität und Gleichgültigkeit ist nichts für mich, mein Leben soll Selbstbestimmend sein. Haste schon mal den typischen Zeitarbeiter betrachtet? Das sind doch nur noch leere Hüllen, wie Zombies. Die sind Zuschauer ihres eigenen Lebens, absolut keine Entscheidungsfähigkeit mehr. Lohnarbeit ist scheiße!

Para
03.02.2010, 11:06
Wie sollen denn die Leistungen der Lehrer geprüft werden? Durch Sichtung der Schulnoten? Dann werden halt einfach die Tests einfacher gestaltet und schon sind die Schulnoten besser.

Dieses Problem würde sich durch das Bildungsministerium angefertigte, allgemeingültige Prüfungen und Tests erübrigen.

Ich finde, wir haben weit größere Sorgen als unser Schulsystem. Sicher, wir sind nicht die Besten, aber auch nicht die schlechtesten. Durch unsere strikte Trennung von Gymnasium, Real- und Hauptschule schicken wir sowieso schon mehr "schlechte" Schüler zu den Tests als Länder, die nur eine Gesamtschule haben und dort von den Schülern nur die Elite (vergleichbar mit Gymnasiasten) hinschicken.

Das Schulystem legt die Zukunfts-Weichen für Deutschland. Kommen aus den Schulen nur noch "dumme" Absolventen, sieht es für die Wirtschaft düster aus. Wir exportieren unser Know How, das solltest du dir verinnerlichen.
Die strikte Trennung zwischen Gym,Haupt- und Realschule wird schrittweise aufgehoben. Jetzt wird doch schon geplant die Hauptschule abzuschaffen, damit die Statistik schöner aussieht. Aus dem Auge, aus dem Sinn. Das dementsprechend der Wert eines Realschulabschlusses in den Keller geht und die Wirtschaft gezwungen ist Abitur als Grundvorraussetzung festzulegen ist dann eine logische Konsequenz.

stropharia
03.02.2010, 11:14
ja schön dann wissen wir ja jetzt alle was du von schule hälst, dass erklärt dann auch so einiges, zb deinen absolut bescheuerten satz der im anschluss kommt.

lern doch mal ironie zu verstehen.
und es ist einfach fakt das der westen die "schwächeren" ausbeutet!
und bitte was ist wichtiger als das schulsystem zu refomieren?
vieleicht hartzlern das geld kürzen?
oder die banken retten?
oder ein bischen krieg spielen?
oder die "komischen" ausländer abschieben?
Alles für Alle! – Für die soziale Revolution!
so schauts aus ;)
und es ist einfach sc**** wenn mann/frau für bildung zahlen muss....
studiengebühren und die preise für schulbücher und sonstige kosten (klassenfahrten,papiergeld,kopiergeld,essensgeld ect) sind zum teil pervers!!!
schau dir doch mal die staatlichenschulen an....(haupt-realschule)
das sind oft total runtergekommene gebäude mit total überalterten
lehrmaterialien...(bücher von vor 50 jahren pentium 1 ect)
das steigert natürlich jegliche motivation (lehrer/schüler)
um noch mal pispers zu zitieren
deutschland wird nicht am hindukusch verteidigt sondern in der hauptschule

Das Schulystem legt die Zukunfts-Weichen für Deutschland. Kommen aus den Schulen nur noch "dumme" Absolventen, sieht es für die Wirtschaft düster aus. Wir exportieren unser Know How, das solltest du dir verinnerlichen.

da geb ich dir recht ;)

raid-rush
03.02.2010, 11:14
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