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Offenbar inspiriert durch die bekannte Whistleblowing-Plattform WikiLeaks hat das Online-Kollektiv Anonymous seine eigene Leak-Plattform ins Leben gerufen. Auf der Seite "HackerLeaks" sollen Hacker, Hacktivisten und andere Personen, die im Netz geheime Daten erbeuten, diese veröffentlichen können_
Die Website HackerLeaks ist nur der jüngste einer Reihe von WikiLeaks-Klonen, die mit den unterschiedlichsten Spezialgebieten und Motivationen in den letzten Monaten entstehen. Bislang hat keine dieser Websites den großen Durchbruch geschafft. Mit HackerLeaks will es das berühmt-berüchtigte Hacktivisten-Kollektiv Anonymous - genauer gesagt dessen Untergruppe "Peoples Liberation Front" nun besser machen. HackerLeaks folge bei Sicherheit und Strategie eng dem Vorbild von WikiLeaks, erklären die Gründer. Man wolle eine sichere und anonyme Möglichkeit für Hacker schaffen, sensible Informationen zu veröffentlichen. Dabei legt man angeblich besonderen Wert darauf, aus den Uploads alle Informationen zu entfernen, die Hinweise auf den Angreifer liefern könnten. Daneben will man - wie WikiLeaks - dafür sorgen, dass das veröffentlichte Material die größtmögliche mediale Aufmerskamkeit erhält. Auch die Strukturierung der eigentlichen Website ähnelt durchaus dem großen Vorbild.
Es wird sich zeigen, ob die Hacker-Community Gebrauch von der neuen Website macht. Das Konzept unterscheidet sich insbesondere insofern von anderen Plattformen, als es weniger auf Whistleblower als vielmehr auf Angreifer von außerhalb setzt, die sensible Informationen ans Tageslicht bringen sollen. Dieses Konzept könnte sich als innovativ und hilfreich, ebenso aber auch als äußerst missbrauchsanfällig erweisen. Einen Mangel an Hackern und Hacktivisten, die auf der Jagd nach sensiblen Dokumenten sind, scheint es jedenfalls nicht zu geben.
__-gulli-com/news/16483-hackerleaks-leak-plattform-extra-fuer-hacker-gegruendet-30-06-2011