Vollständige Version anzeigen : Die Gier der Pharmaindustrie!


bushido
15.12.2013, 15:10

;youtu~be/XEiUlN5NkFM


Die Pharmaindustrie bekommt, so wie u;a. auch der Bankensektor, einfach nicht den Hals vor. Die Gesundheit der Menschen steht in jedem Fall NICHT im Vordergrund.

Die von der Branche vorgebrachten Argumente sind, wie aus dem Frontal Beitrag deutlich wird, aus der Luft gegriffen bzw. nicht verifizierbar.

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raid-rush
15.12.2013, 15:20

Das größte Problem sind Preismonopole bei Medikamenten die durch Patente geschützt sind. Damit wird das Sozialsystem bzw die Krankenkassen extrem abkassiert und belastet.

Leider gibt es kaum rechtliche Grundlagen dagegen, denn die hohen Preise werden durch den Entwicklungsaufwand begründet.

Ob es ein Kartell oder Absprachen unter den Unternehmen gibt, wäre zu prüfen, hier ist der einzige Hebel an dem angesetzt werden könnte.

Ein Gesetzt das Medikamentenpreise reguliert wäre denkbar aber müsste sehr gut angepasst sein um keine weiteren Probleme wie Qualitätsverlust zu verhindern.

Eine Begrenzung könnte beispielsweise zu Folge haben das alle Medikamente gleich Teuer sind.

Welche Vor und Nachteile sich dadurch ergeben müsste langfristig erörtert werden.


sunrise52
17.12.2013, 13:18

Ein Satz aus dem Video hat es auf den Punkt gebracht:

"Die indischen Gesetze stellen das Patientenwohl über den Patentschutz;"

Das indische Gesetz zeugt von Menschlichkeit, während den Pharmaunternehmen ihr Gewinn um Einiges wichtiger ist, als das Wohlergehen der Kranken.
Am schlimmsten finde ich die Werbung von Novartis bei 6:37 mit dem offensichtlich kranken Kind auf dem Bild.
Pharmaindustrie? Wohl eher Pharmamafia!


zvei
21.12.2013, 21:33

EU zwingt Pharmaindustrie zu mehr Transparenz
[..;]Indem es Pharmafirmen und andere Organisationen, die Medikamente testen, dazu zwingt, die entscheidenden Ergebnisse ihrer Studien öffentlich zu machen.

Klinische Studien offenbaren ein Dilemma. Sie sind die Grundlage dafür, neue Medikamente auf den Markt zu bringen, von denen man nicht weiß, ob sie tatsächlich besser wirken als bestehende Therapien. Oder ob Nebenwirkungen die Patienten gefährden. Und dennoch ist es notwendig, diese Mittel an Hunderten bis Tausenden oftmals schwerkranken Menschen zu erproben. Diese Patienten stimmen in der Hoffnung auf Besserung einer Therapie zu, deren Ausgang sie nicht kennen. Diesen Ausgang werden sie auch bis dato in der Hälfte der Fälle niemals erfahren, wie eine Arbeit zeigt, die untersuchte, wie viele registrierte Studien in den USA jemals veröffentlicht werden.

Transparenz für klinische Studien

Das soll sich nun ändern. "Zu lang wurden Studien mit unvorteilhaften Ergebnisse verheimlicht", sagt Glenis Willmott aus dem EU-Gesundheitsausschuss, die die EU-Verordnung für klinische Studien leitete. Die Neuregelung sieht vor, dass alle Studien unabhängig davon, ob sie in oder außerhalb Europas durchgeführt werden, in einem zentralen und öffentlichen Register gelistet werden. Dass eine Zusammenfassung ihrer Ergebnisse spätestens ein Jahr nach Ende Studie veröffentlicht wird. Und dass dies geschieht, ganz gleich, ob das Medikament zugelassen wurde oder nicht. "Das ist eine dringend notwendige Änderung, damit endlich verhindert wird, dass mehrfach ein Wirkstoff an Patienten getestet wird, der möglicherweise nicht hilft. Nur weil man die erste Studie nicht kannte", erläutert Wolf-Dieter Ludwig, der Vorsitzende der deutschen Arzneimittelkommission. [..;]

Arzneimittelverordnung: EU zwingt Pharmaindustrie zu mehr Transparenz | ZEIT ONLINE (;;;zeit~de/wissen/gesundheit/2013-12/eu-verordnung-arzneimitteltests-studien-transparenz)

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!

Derweil bahnt sich bei dem neuen Herzinfarkt Wirkstoff Ticagrelor ein Skandal an. Das US-Justiz Ministerium prüft eine Klage gegen das Unternehmen AstraZeneca dass das Medikament unter den Namen Briliante in den USA und Brilique im deutschsprachigem Raum verkauft.
Durch die in multizentrischen, weltweit durchgeführte Plato-Studie (;;;nejm~org/doi/pdf/10;1056/NEJMoa0904327) bekam AstraZeneca die Zulassung. In der Studie wurde Ticagrelor ein signifikant besserer Schutz vor erneuten Infarkten und eine bessere Überlebensrate gegenüber dem bis dahin etablierten Medikament Clopidogrel bescheinigt. Ein Teil dieser Zentren wurde von einem unabhängigen Research Institut betreut und ein anderer Teil wurde von dem Pharmakonzern selbst betreut. Jetzt hat sich herausgestellt, dass der beschriebene Vorteil sich nur in Polen und Ungarn gezeigt hat und es in den USA, Russland und Georgien keinen signifikanten Unterschied gab. Die Zentren in Polen und Ungarn wurden durch AstraZeneca betreut. Offenbar wurden 23 Patienten mit einem Major Event (z;B. ein zweiter Infarkt oder gar Tod) in der Ticagrelor Gruppe weggelassen und bei anderen Patienten Major Events verharmlost. Dieser Effekt ist in den Zentren, die vom unabhängigen Research Institut betreut wurde nicht aufgetreten.
Quelle (;;;medpagetoday~com/Cardiology/AcuteCoronarySyndrome/40841)

Nun kann man momentan noch nicht sagen ob es sich um mutwillige Manipulation handelt oder um einen Fehler durch die Zentren. Ich persönlich glaube eher an ersteres. ;) Die PLATO Studie wurde auch zur Argumentation des deutlich höheren Preises herangezogen:
Ticagrelor Jahresdosis: 1;092 Euro
Clopidogrel Generikum Jahresdosis: 32 Euro (;de;wikipedia~org/wiki/Ticagrelor#Gesundheits;C3;B6konomie)
Immerhin sind nach aktuellen Einschätzungen keinem Patienten schaden zugefügt worden. Dafür wurden aber die Krankenkassen quasi betrogen, da seit 2011 das teurere Ticagrelor das billigere Clopidogrel ersetzt hat.
Es geht nicht in meinen Kopf rein wieso Pharmafirmen immer wieder versuchen zu bescheißen, denn gerade bei einem Medikament dass verbreitet ist fliegt sowas auf - auch wenn es 4 Jahre dauert. Aber wahrscheinlich reichen die 4 Jahre um sich eine goldene Nase zu verdienen.


fissy
21.12.2013, 23:56

ein weiteres Problem ist die Statistik. Die Pharmavertreter sagen oft, dass ihr Produkt X besser ist als Produkt y. Ein Beispiel: Ohne Therapie versterben 3/100 Patienten mit dem Medikament X nur 2/100. Die "verbesserung" ist somit 33,3%. Seltener wird die Number needed to thread angegeben, sprich wie viele Patienten behandelt werden müsssen damit ein Pstient gerettet werden kann. In dem Beispiel 100. Somit müssen 100 Patienten ein Medikament schlucken um 1 zu "retten" also 1%. Natürlich wird nur die 33,3% den Haus- und Fachärzten präsentiert. Außerdem darf man ja auch nicht vergessen, dass die 19% an den Staat gehen.


haseeb
22.12.2013, 00:54

Es geht nicht in meinen Kopf rein wieso Pharmafirmen immer wieder versuchen zu bescheißen, denn gerade bei einem Medikament dass verbreitet ist fliegt sowas auf - auch wenn es 4 Jahre dauert. Aber wahrscheinlich reichen die 4 Jahre um sich eine goldene Nase zu verdienen;

eben aus dem selben grund warum aus aids forschung nur hautcreme rauskommt.
letzendlich ist das ganze auch nur eine investition und investoren wollen gewinn sehen.


raid-rush
30.12.2013, 11:25

Man könnte es auch Verallgemeinern, die Gier des Menschen.

Die gesammte Chemieindustrie ist doch ein rießiges Kartell?

DEO - 250ml Gift (Herstellungskosten 5 Cent), Verpackung (Herstellungskosten 15 cent) + 1EUR Gewinnaufschlag + >250% Händleraufschlag = 3EUR

250g Süßkram von Nestle (Herstellungskosten/Wert 20cent) + 1EUR Gewinn + >250% Händleraufschlag = 3EUR

Dann das genaue Gegenteil: 1000g Scheinebraten 3EUR


Das eine ist zu Billig das andere zu Teuer?

Letztendlich ist der Kunde und sein Kaufverhalten auch mitschuldig am Qualitätsverlust.

Womöglich sind Lebensmittel auch einfach nur zu billig.

Geiz ist geil == Gier des Menschen

Darum wird sich nie etwas ändern... der Mensch schuf sich sein eigenes System.


bushido
30.12.2013, 12:33

Man könnte es auch Verallgemeinern, die Gier des Menschen.

Die gesammte Chemieindustrie ist doch ein rießiges Kartell?

DEO - 250ml Gift (Herstellungskosten 5 Cent), Verpackung (Herstellungskosten 15 cent) + 1EUR Gewinnaufschlag + >250% Händleraufschlag = 3EUR

250g Süßkram von Nestle (Herstellungskosten/Wert 20cent) + 1EUR Gewinn + >250% Händleraufschlag = 3EUR

Dann das genaue Gegenteil: 1000g Scheinebraten 3EUR


Das eine ist zu Billig das andere zu Teuer?

Letztendlich ist der Kunde und sein Kaufverhalten auch mitschuldig am Qualitätsverlust.

Womöglich sind Lebensmittel auch einfach nur zu billig.

Geiz ist geil == Gier des Menschen

Darum wird sich nie etwas ändern... der Mensch schuf sich sein eigenes System;



Lebensmittel mit Medikamenten zu vergleichen ist schon mehr als absurd!


raid-rush
30.12.2013, 13:19

Ich habe nirgends Medikamente erwähnt... oder ist DEO für dich ein Medikament?

Das Chemieprodukte vermutlich zu teuer sind habe ich doch geschrieben, hat also mit dem Thema zu tun. Chemie und Pharmaindustrie hängen eng zusammen.

Dein Kommentar macht so keinen Sinn oder ich habe ihn falsch verstanden.


Wenn die Lebensmittelqualität bzw Ernährung gut wäre könnte man sich auch das ein oder andere Medikament sparen. Also da gibt es auch Zusammenhänge. Der Medikamentenkonsum steigt auch immer weiter.


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