Vollständige Version anzeigen : Abmahnung: Nachbarn nutzen über WLAN Filesharing


K!LL P4UL
26.02.2014, 16:35

Hi Jungs,

unangenehmes Thema.

Akt1
Ein guter Freund von mir, wir nennen ihn mal Dieter, bekam gerade einen Brief, durch den ihn eine Anwaltskanzlei auffordert aufgrund einer vermeintlichen Urheberrechtsverletzung 450;- Euro zu zahlen. Dieter allerdings, von sich aus eher Langweiler und keusch wie Narziss, hat noch nie auch nur irgendetwas von einer Filesharingbörse heruntergeladen – Geschweigedenn, ist tiefer ins Internet eingedrungen, als sich einen eigenen Simfy-Account zu erstellen. Ich glaube, selbst das fand er schon aufregend. Weiterhin ist das vermeintlich heruntergeladene Musikstück peinlicher als der Brief selbst.

Akt2
Nach etwas Recherchearbeit stieß ich auf einen, ihm unbekannten Rechner, in seinem – natürlich UNGESICHERTEN – WLan-Netzwerk mit dem Namen "AnDrO85".
Nach weiterer Detektivarbeit stieß ich auf unzählige Accounts dieses Kerles (von Facebook bis hin zu Bitshare). Nachdem uns klar wurde, dass es sich um Dieters rumänischen Nachbarn handelte, entdeckten wir Filesharingaccounts und seine Aktivität bei P2P-Diensten. Jetzt liegt natürlich der Verdacht nicht fern, dass dieser Nachbar sich auf Kosten des armen Dieters im Netz amüsiert und sich dann auf seine frittige, frisch heruntergeladene Musik richtig einen abfeiert.

Die Frage
Soweit ich weiß, ist ja nun jeder WLAN-Betreiber für sein ungesichertes Netzwerk selbst verantwortlich. Allerdings bin ich ziemlich ratlos wie wir weiter vorgehen sollten. Bei diesem Streitwert einen Anwalt zu konsultieren, ist doch Quatsch? Da zahlt Dieter doch lieber die 400 Euro und wir gehen dann noch schön in den Puff !? Hat jemand Erfahrung mit derartigen Situtationen? Auch wenn es mich nicht selbst betrifft, habe ich etwas Angst um Dieter, da er mir in dieser schweren Zeit doch etwas ans Herz gewachsen ist.


Vielen Dank schoneinmal für eure Hilfe!

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Inragee
26.02.2014, 16:58

Soll Dieter mal zum Anwalt gehen , 50 € investieren und sagen das er dann möglicherweise einen wirklichen Filesharer hat der bei ihm zieht. Das kann dann vllt nachverfolgt werden etc bla. Einfach mal nachfragen ^^

Und ja das das W-Lan ungesichert ist , ist er eigentlich selber schuld.


romestylez
26.02.2014, 17:03

Ich würde rüber gehen und die 450€ zusammen mit Dieter aus dem Nachbarn, welcher scheinbar Mitglied der bildungsfernen Schichten ist, rausprügeln. Bevor das aber für Dieter zu aufregend ist und du keinen Kurzschluss in seinem Herzschrittmacher riskieren willst versuch doch einfach den Netzwerktraffic und damit eventuelle Zugangsdaten vom Nachbarn zu sniffen.

Mit diesen Daten kann man dann sicherlich einen höheren Schaden als 450€ anrichten :)


HiGh-FlY
26.02.2014, 17:44

Die Anwaltskosten richten sich dabei immer nach dem Streitwert. Bei mir warens 800€ Mahnung. -> Ca. 120€ Anwaltskosten. Bei Dieter dann ca. 60€.

Hab hinterher nichts mehr gehört. Schon mehr als ein Jahr her das Ganze


Die_Quelle
26.02.2014, 17:52

Und ja das das W-Lan ungesichert ist , ist er eigentlich selber schuld;

Das trifft nicht immer zu.
Ich würde aufjedenfall zum Anwalt gehen. Des weiteren würde ich erstmal alles mitloggen von dem Nachbarn.


K!LL P4UL
26.02.2014, 18:33

Das trifft nicht immer zu.
Ich würde aufjedenfall zum Anwalt gehen. Des weiteren würde ich erstmal alles mitloggen von dem Nachbarn;


Vielen Dank für alle Nachrichten!!! Ich hab euch lieb!

Ich bin zwar absolut für Gewalt, aber habe total schmächtige Ärmchen und Angst.
Deswegen:

Wie genau würden wir dieses "Mitloggen" anstellen?
Sollte Dieter seinen WLAN-Account sofort verschlüsseln, auf die Gefahr hin, dass er damit nicht beweisen kann, dass sein Nachbar im Netzwerk war?

Jemand eine Idee, welche Anwälte hier in Frage kämen?


unleashed
26.02.2014, 21:57

Ich würde rüber gehen und die 450€ zusammen mit Dieter aus dem Nachbarn, welcher scheinbar Mitglied der bildungsfernen Schichten ist, rausprügeln. Bevor das aber für Dieter zu aufregend ist und du keinen Kurzschluss in seinem Herzschrittmacher riskieren willst versuch doch einfach den Netzwerktraffic und damit eventuelle Zugangsdaten vom Nachbarn zu sniffen.

Mit diesen Daten kann man dann sicherlich einen höheren Schaden als 450€ anrichten :)


ich muss zugeben: ich hab sogar kurz gelacht.

ABER:

Du bist echt ultra g;y, selten so ne dumme meinung gehoert, nur dadurch gibs ständig unendlichen streit.

2t - scheiß einfach drauf geh rüber und sag er solls bezahlen und dann soll er dir eben im monat 10 eier fürs internet geben und p2p lassen.
zeig ihm och!


romestylez
27.02.2014, 12:19

ich muss zugeben: ich hab sogar kurz gelacht.

ABER:

Du bist echt ultra g;y, selten so ne dumme meinung gehoert, nur dadurch gibs ständig unendlichen streit.

2t - scheiß einfach drauf geh rüber und sag er solls bezahlen und dann soll er dir eben im monat 10 eier fürs internet geben und p2p lassen.
zeig ihm och!


War auch vollkommen ernst gemeint von mir. Sorry aber wenn ich den ersten Post hier lese dann kann man hier nicht mit einer wirklich ernsten Antwort rechnen :D


nailstk
27.02.2014, 15:36

Du bist schon verantwortlich dafür was in deinem W-Lan passiert aber wenn du schlüssig nachweisen kannst das das dein Nachbar war solltest du vor Gericht schon Chancen haben. Die Frage ist nur ob du dir das antun willst.


access denied
02.03.2014, 09:11

Protokolle kann man anlegen und auch speichern. Dann den Typen anzeigen.


esage
02.03.2014, 10:49

Die Anwaltskosten richten sich dabei immer nach dem Streitwert;

So ist es. Die verlangten 450€ sind viel zu hoch angesetzt und dienen nur der Abschreckung. I;d;R. kann man davon ausgehen, dass die Anwälte auf solche Abmahnungen spezialisiert sind und massenhaft solche rausschicken. Ich hatte dazu schon mal etwas in 'nem anderen Thread geschrieben:

Du kannst davon ausgehen, dass der Anwalt, von dem du die Post erhalten hast, etliche von diesen Schreiben rausschickt. Es handelt sich vermutlich um ein standardisiertes Schreiben, welches nur hinsichtlich des Adressaten und des Zitates angepasst wird. Ferner kannst du davon ausgehen, dass die veranschlagten 500EUR viel zu hoch angesetzt sind. Dein Anwalt könnte dir also z;B. ein Schreiben formulieren, in dem z;B. verlangt wird, die Höhe des verlangten Schadensersatzes zu rechtfertigen;


Protokolle kann man anlegen und auch speichern. Dann den Typen anzeigen.

Welche Straftat hat der Nachbar denn begangen? Surfen in einem offenen bzw. ungeschützten WLAN ist nicht strafbar (;;;heise~de/newsticker/meldung/Amtsgericht-Wuppertal-Doch-keine-Strafbarkeit-bei-der-Nutzung-eines-offenen-WLAN-1058637;html).


eSo
02.03.2014, 11:20

ich würde in jedem fall seine netzwerkaktivität protokolieren und alles was du bisher gefunden hast dokumentieren (p2p aktivitäten, accounts). wenn du denjenigen, der für die urheberrechtsverletzung, benennen kannst bzw. eindeutige indizien hierfür vorliegen, ist das schonmal gut. lass dir von den "abmahnern" die macadresse geben und gleich sie ab. ansonsten am besten inflagranti mit der polizei erwischen lassen, da es dann schwaz auf weiß hast, dass dieser user derjenige sein könnte, auf dem die indizien hinweisen.


Sancho-Pancho
02.03.2014, 15:29

Das trifft nicht immer zu;
Im Sinne einer Störerhaftung ist das durchaus zutreffend. Sogar höchstrichterlich durch ein BGH-Urteil bestätigt.


elf4
02.03.2014, 17:39

Ich würde mit meinen liebenswerten sympatischen Art zum Nachbar von Dieter gehen und ihn lieb mit Nachdruck fragen ob er bereit wäre den Betrag zu zahlen.


access denied
02.03.2014, 22:08

Er hat den Film geladen, wenn der TE ihn anzeigt und es bewiesen werden kann, ist der Nachbar in der Zahlungspflicht.


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