Vollständige Version anzeigen : 3 Videos zum nach(um)denken


kokonuss86
01.01.2015, 03:11

2 kurz Videos über die erschreckenden traurigen Wahrheiten auf diesem Planeten. Verinnerlicht einmal die Worte und Bilder dieser Videos.

Das Ende ist nah – Why I Think This World Should End (Prince Ea - True Love) [German Sub]
;;;youtube~com/watch?v=pS87nZqyeRc

Unser Abdruck im Regenwald
;;;youtube~com/watch?v=GMjr8ZwpnFk

Noch ein drittes Video.
Hab es leider nicht mit deutschem Untertitel gefunden, aber unten im Spoiler ist der Text nochmal auf Deutsch.

Can we Auto-correct humanity?
;;;youtube~com/watch?v=dRl8EIhrQjQ

Übersetzung

Quelle:Can we Auto-correct humanity? / Deutsch übersetzt | robinger~de (;lifeoutsidelimits;wordpress~com/2014/10/29/can-we-auto-correct-humanity-deutsch-ubersetzt/)

Wusstest Du, dass jeder durchschnittliche Mensch im Leben 4 Jahre lang auf sein Handy schaut?
Hört sich ziemlich paradox an, oder nicht?
Wie diese Kontaktbildschirme uns dazu bringen, Kontakt zu verlieren
Aber es ist kein Wunder in einer Welt mit IMac’s, iPads und iPhones
So viele “i’s (Ich’s), so viele Selfies, nicht genug “uns” und “wir”
Schau Dich um, die Technologie hat uns mehr denn je voneinander getrennt und egoistisch gemacht
Trotz dass es uns verspricht uns zu verbinden, ist die Verbindung nicht besser geworden
Und lass es mich so ausdrücken
Mr Zuckerberg, nicht um unhöflich zu werden, Sie sollten Facebook wieder zu dem machen, was es eigentlich ist:
Ein Anti-Soziales-Netzwerk
Denn trotz unserer grossen Freundeslisten
Sind so viele von uns ohne Freunde oder völlig alleine
Weil die Freundschaften öfter zu Bruch gehen, als die Displays unserer geliebten Telefone
Wir sitzen zu Hause und messen unseren Selbstwert anhand von Likes und Followern
Gleichzeitig ignorieren wir diejenigen, die uns lieben
Es scheint als würden wir lieber einen verärgerten Post schreiben
Als mit jemandem zu reden, der uns gerne in den Arm nehmen würde
Nerve ich Dich? Erzähl Du’s mir…
Ich fragte die Tage Freunde ob wir uns treffen wollen
Sie sagten, klar um wie viel Uhr wollen wir skypen?
Ich reagierte mit Oh mein Gott, Kopf schütteln, und ist das euer Ernst?
Und ich fragte mich, wie sieht es denn bei mir aus?
Habe ich noch die Geduld eine Unterhaltung ohne Abkürzung zu führen?
Das ist die Generation die an Medien-Überflutung leidet
Chats wurden reduziert zu Schnappschüssen
Die Neuigkeiten haben maximal 140 Buchstaben
Videos laufen 6 Sekunden per Highspeed
Und Du wunderst Dich noch warum sich ADS schneller entwickelt als das 3G/LTE-Netz?
Aber, Du wirst es kaum glauben
Studien ermittelten die Aufmerksamkeitsspanne eines gewöhnlichen Erwachsenen heutzutage
Sie ist eine Sekunde langsamer als bei einem Goldfisch

Falls Du nun einer dieser Menschen oder ein Aquariumtier bist die es bis hierher geschafft haben das Video zu verfolgen, gratuliere ich Dir
Ich möchte Die am Ende sagen, Du hast eine Wahl – Ja die hast Du
Aber diese Wahl können wir nicht automatisch erledigen, dass müssen wir selbst tun
Übernimm die Kontrolle oder werde kontrolliert, triff eine Entscheidung
Was mache ich?
Ich möchte nicht länger bewegende Momente verderben indem ich diese mit dem Smartphone aufnehme
Ich werde Sie einfach behalten
Ich werde nicht mehr von all meinen Mahlzeiten unterwegs Bilder machen, ich werde Sie einfach essen
Ich möchte nicht das neue Update, die neue App oder Software
Und wenn ich ein altes Foto von mir posten möchte, wer sagt dass ich bis Donnerstag warten muss
Ich bin es leid, dieses ganze prunkgeblendete Egoistentum
Und der Anpassung an diesen akzeptierten digitalen Wahnsinn
Nenn mich verrückt aber ich träume von einer Welt in der wir lachen, auch wenn wir leere Akkus haben
Weil es bedeuten würde, dass wir wieder einen Strich näher an der Menschlichkeit wären

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Videos zum Thema
Video Loading...
n0b0dy
02.01.2015, 12:41

Ein paar Anmerkungen:
Gegen die Zumutungen von Geld & Profit setzt er im ersten Video die Selbstveränderung zu mehr Liebe & Mitgefühl. Das klingt zwar sympathisch, ist aber bestenfalls naiv. Geld & Profit sind Teil des Systems namens Kapitalismus. Also muss man gesellschaftliche Strukturen und asymmetrische Machtverhältnisse angreifen und langfristig den Kapitalismus überwinden. Für die normativen Grundlagen einer herrschaftsfreien & klassenlosen Gesellschaft ist Empathie sicher nicht unwichtig, aber ich würde behaupten, dass die meisten Menschen implizit ähnliche Grundwerte teilen, welche richtig interpretiert völlig ausreichend für eine befreite Gesellschaft wären (Freiheit, Gleichheit, Demokratie usw;). Selbst Egoisten sollten kein Interesse daran haben von Großkonzernen ausgebeutet zu werden.
Bei der Umweltzerstörung sollte es offensichtlich sein, dass diese untrennbar zum Kapitalismus gehört. Wenn das einzige strukturelle Ziel die Profitmaximierung ist, dann wird sowohl der Mensch wie die Natur diesem Zweck unterworfen und entsprechend zugerichtet. Das ist auch nicht gerade ne neue Erkenntnis.
„Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter;“ (K. Marx, Kapital I;: 530)

Grade das zweite Video ist mir zu technikpessimistisch. Das Problem war noch nie Technik an sich, sondern unser Umgang damit. Kapitalismus ist darauf angewiesen, möglichst schnell viele Waren zu verkaufen. Dafür initiieren Unternehmen immer wieder neue Trends und Medien & Werbung hämmern die in unsere Hirne. Das fördert natürlich massiv die Existensweise des Habens im Gegensatz zu jener des Seins (Vgl. Erich Fromm: Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft). Das Problem von "Haben" ist nicht Technik oder materieller Wohlstand an sich, sondern wenn man seine Persönlichkeit an das bloße Besitzen von Dingen hängt und sich damit identifiziert oder z;B. irgendwelche Dinge ansammelt, die man gar nicht benutzen kann oder will. "Sein" meint hingegen die lebendige Erfahrung, die sich insbesondere im menschlichen Kontakt abspielt. Gegen Selbstveränderung ist an sich wenig zu sagen, aber sie bleibt notwendig beschränkt, da es kein richtiges Leben im Falschen gibt und wird zu keiner gesamtgesellschaftlichen Veränderung führen. Für letzteres braucht man den politischen Kampf. Mit neuen sozialen Bewegungen und Parteien wie Podemos in Spanien oder Syriza in Griechenland gibt es dafür endlich in Europa wieder Gründe zur Hoffnung.


Siebenstein
02.01.2015, 13:40

wie auch die dinosaurier, wird auch die menschheit untergehen. nur mit dem unterschied, die dinos konnten nichts dafür, wir allerdings, graben uns unsere eigene grube.....;und egal wieviele tolle videos wie die hier geposteten es geben wird. wir graben trotzdem solange weiter, bis es uns nicht mehr gibt, wetten ?!?


raid-rush
02.01.2015, 14:19

Bei der Umweltzerstörung sollte es offensichtlich sein, dass diese untrennbar zum Kapitalismus gehört;

Im Punkt Umwelt und Ressourcen unterscheidet sich Sozialismus und Kapitalismus nicht grundlegend. Der Verbrauch und die Nachhaltigkeit sind unabhängig vom System sondern hängen direkt von der (auch Persönlichen) Ressourcennutzung ab.

Zeitlich gesehen mag die Umweltverschmutzung langsamer voranschreiten aufgrund des gebremsten Wirtschaftswachstums, aber der Fortschritt könnte dafür auch langsamer sein. (War zumindest bisher immer so)

Die Umweltzerstörung ist sowohl in sozialistischen/kommunistischen als auch kapitalistischen Systemen gemessen und Kaufkraft bereinigt sowie zeitlich summiert, gleich.

Produkte benötigen Ressourcen. Der unterschied besteht also hauptsächlich in der Menge der Produkte pro Zeit, also auch dem Konsum und der wird auch durch die Verfügbarkeit kontrolliert bzw nicht kontrolliert. Hier liegt dann auch der Unterschied - der Kapitalismus setzt auf die freie Entscheidung und das natürliche Verhalten des Menschen. Der Sozialismus hingegen setzt auf Kontrolle, sofern das Verständnis dafür nicht bei jedem erreicht wird.

Es gibt sicher Vorteile einer Kontrolle aber die Einschränkungen können auch die Entwicklung blockieren und damit langfristig mehr Ressourcen verbrauchen als Fortschritt geschehen ist. Das funktioniert als nur wenn der Mensch seinen eigenen Nutzen in dem Nutzen aller erkennt. Das ist nicht einfach, den Überlebens-technisch denkt der Mensch immer noch kurzfristig, das ist letztendlich bis zum Fortpflanzungstrieb zurückzuführen.

Kontrolle hat auch ein weiteres Problem - Stagnation oder Missbrauch. Ein solches System hätte also so oder so nur dann Sinn, wenn es demokratisch entsteht und die Mehrheit mit Sinnen dahinter steht und dem bewusst ist welche persönlichen Einschränkungen aber auch Schutz und Garantien damit verbunden sind.

Das politische bestreben den Sinneswandel voranzutreiben sehe ich skeptisch, grundsätzlich ist das ja gut, ich befürchte aber auch einen Kontrollversuch beim scheitern.

Mit Sozialismus verbindet man nicht zu unrecht negative Dinge, die Geschichte hat es immer wieder belegt das es langfristig kein Erfolg bringt und eine enorme Rückentwicklung ist die viele Opfer fordert.

Umweltschutz durch Rückentwicklung sehe ich nicht als Lösung. Die Saurer haben durch Stagnation lange überlebt. Das nächste mal könnte der Planet durch kosmische Einwirkungen auch zerstört werden.

Der Mensch kann alles riskieren, denn das Schicksal werden wir Höchstwahrscheinlich mit den Sauriern teilen - deshalb ist der LifeCode dazu ausgelegt dieses 1% Chance zu nutzen, koste es was es wolle.

Zeitlich gesehen und statistisch gesehen ist es aber wohl genauso wahrscheinlich das wir durch Umweltzerstörung einen Rückschritt erleiden, deshalb könnte eine Phase der Besinnung und Stagnation auch ein weiterer Schritt der Entwicklung sein um wieder starke Fahrt aufzunehmen.

Da ich keine Ahnung hab wie viel Zeit noch bleibt, kann ich auch nicht beurteilen was für die nächsten 100 oder 1000 Jahre besser wäre.

Es ist seltsam das einem die Natur mit ihrer rabiaten Art widerstrebt obwohl man selbst ein Teil davon ist. Das ganze Prinzip von Vergänglichkeit und Zerstörung oder auch Wandel genannt, widerstrebt dem Überlebensinstinkt und der Vorstellung einer schönen Welt.

Für Neues muss Altes weichen, Energieerhaltung, deshalb sollte man sich Bewusst werden, dass die Leistung zu Lebzeiten nur bestand hat wenn die nächste Generation entsteht und die Kette fortführen kann.

Deshalb ist Nachhaltigkeit grundsätzlich wichtiger als Fortschritt, und das ist System unabhängig.


n0b0dy
02.01.2015, 16:31

Die Umweltzerstörung ist sowohl in sozialistischen/kommunistischen als auch kapitalistischen Systemen gemessen und Kaufkraft bereinigt sowie zeitlich summiert, gleich.

Produkte benötigen Ressourcen. Der unterschied besteht also hauptsächlich in der Menge der Produkte pro Zeit, also auch dem Konsum und der wird auch durch die Verfügbarkeit kontrolliert bzw nicht kontrolliert. Hier liegt dann auch der Unterschied - der Kapitalismus setzt auf die freie Entscheidung und das natürliche Verhalten des Menschen. Der Sozialismus hingegen setzt auf Kontrolle, sofern das Verständnis dafür nicht bei jedem erreicht wird;

Sozialismus ist demokratisch oder es ist keiner. Eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft war der sog. "Realsozialismus" des Ostblocks nicht im geringsten. Bei einer zentralistischen Kommandowirtschaft ist es kein Wunder, dass das Wirtschaftswachstum (gezwungenermaßen) geringer ist, da man eine komplexe Wirtschaft nicht zentral planen kann. Für eine vernünftige Planung braucht man die Mitwirkung der Vielen, also Demokratie! Die wurde aber mit allen Mitteln verhindert, weil es die Macht der Partei in Frage gestellt hätte.
Die Führung hatte auch kein Interesse am Umweltschutz. Im Gegensatz zum Kapitalismus hat also nicht das Kapital, sondern die Staatspartei die gnadenlose Ausbeutung der Natur diktiert. In einem demokratischen Sozialismus gibt es zwar auch keine Garantie für weniger Umweltzerstörung, aber die Menschen können sich diesbzgl. frei entscheiden! Das ist der Punkt.

Hier liegt dann auch der Unterschied - der Kapitalismus setzt auf die freie Entscheidung und das natürliche Verhalten des Menschen. Der Sozialismus hingegen setzt auf Kontrolle, sofern das Verständnis dafür nicht bei jedem erreicht wird;
Quatsch. Das was ich meine gabs noch nie (außer während der anarchistischen Revolution in Spanien). Der Kapitalismus zwingt die Unternehmen zur ewigen Konkurrenz um die maximale Kapitalakkumulation. Alles ist dem Gewinninteresse der Kapitalisten untergeordnet. Das hat mit "natürlich" nix zu tun. Der Kapitalismus belohnt systematisch die moralisch schlechtesten Verhaltensweisen. Daran ist auch nix natürlich. Demokratischer Sozialismus setzt auf Basisdemokratie und gemeinschaftliche Verwaltung der Wirtschaft. Der Mensch ist sowohl fähig zu Konkurrenz wie zur Kooperation, um seine Ziele zu erreichen.


raid-rush
02.01.2015, 17:22

In einem demokratischen Sozialismus gibt es zwar auch keine Garantie für weniger Umweltzerstörung, aber die Menschen können sich diesbzgl. frei entscheiden! Das ist der Punkt;
Die Menschen können sich im (real)Sozialismus nicht mehr oder weniger frei entscheiden als es jetzt der Fall ist. Da Spielt doch eher die Aufklärung und die Disziplin zum Umweltschutz eine Rolle als das System an sich. Du sagst es ja selbst, Aufgrund dieser "Freiheiten" gibt es auch im Sozialismus keine Garantie darauf das es besser ist.

Den (real)Sozialismus gab es bisher meines wissens noch nicht, zumindest kein Beispiel das man als gelungen erklären könnte. Das muss nicht heißen das es schlecht ist oder gar nicht geht, aber ich hab eben meine Bedenken das diese Initiale Idee sich relativ schnell wieder Zentralisiert und in die bisher bekannten Schemen verfällt.

Der Kapitalismus belohnt systematisch die moralisch schlechtesten Verhaltensweisen;

Der Mensch entscheidet sich doch für ein Verhalten und die Moral legt er auch fest. Die Moral entstammt doch auch aus diesem System, das hängt wohl auch mit dem Gewissen zusammen. Das ist sicher in einem anderen freiem System genauso, außer es ist wieder Zentral nach einer bestimmten Moral ausgerichtet, andernfalls steht eher die Funktionalität im Vordergrund. Nord Korea hat auch seine eigene Moral und das hängt eng mit einer Ideologie zusammen. Die sind davon überzeugt das das so richtig ist. Ich kann nur die Ergebnisse vergleichen und da schneidet keiner besser ab.

Der Kapitalismus zwingt die Unternehmen zur ewigen Konkurrenz um die maximale Kapitalakkumulation
Die Konkurrenz der Firmen ist doch dem Verhalten der Kunden zu verdanken. Der Kunde entscheidet was gut ist und was nicht und mit seinem logischem abwägen vergleicht er Preis/Leistung. Die Firmen müssen sich also dem Kunden orientieren und das Preisleistungsverhalten verbessern. Die Natur ist dabei bisher völlig egal, die Ressourcen werden immer verwendet.

So der Kunde ist aber auch drauf gekommen das er etwas Nachhaltiges verbessern und fördern kann, wenn er das Produkt kauft und die Menschen können das. Sie kaufen jetzt auch Bio und Öko was teurer ist weil sie darin einen langfristigen Nutzen erkennen.

Die Verbesserung der Umwelt kommt also vom Umweltbewusstsein der Menschen und das drücken sie auch demokratisch aus, was die Politik dann auch zu entsprechenden Handlungen veranlasst.

Das Thema Umwelt rückt erst dann wirklich vor, wenn es die Menschen direkt betrifft, weil was weit weg ist das interessiert dann letztendlich doch keinen.

Da haben die Medien mehr Einfluss als die Politik, den keiner lässt sich vorschreiben was er zu Essen und zu Kaufen hat. Die Menschen wollen anhand der Informationen selbst entscheiden ob sie es für nötig halten etwas zu ändern oder nicht, dabei spielen Informationen und Wissen eine große Rolle. Deshalb ist es wichtig das es Dokumentationen gibt die einem Zeigen was passiert wenn ich mir billige Fischstäbchen kaufe.

Die Fischstäbchen wird es im (real)Sozialismus genauso geben wie jetzt, also ist das Problem nicht durch einen Systemwechsel lösbar.

Auch wird der Kunde nicht unbedingt aufhören diese Produkte weiter zu kaufen trotz des Wissens, weil keine direkte Gefahr dadurch erkannt wird. Hier liegt das Problem. Der Mensch sieht nicht die fatalen Folgen weil sie ihn zu Lebzeiten vll gar nicht betreffen und der Mensch ist bisher noch auf seine Lebzeit getrimmt, auch unterbewusst (Egoismus). Das ist also eine Großhirnleistung sich klar zu machen, dass all die Leistung die wir erbringen nur dann bestand hat, wenn diese Nachhaltigkeit ist und für die nächste Generation das Überleben sichert.

Ein Tier denkt auch nur in seiner Lebzeit und nicht über das danach, der Mensch tut es zwar aber handelt nicht. Das ist nicht so das er böse wäre, er kann sich seinen Instinkten einfach nur schwer widersetzen. Das würde sicher viel einfacher fallen, wenn das durch Erziehung schon grundlegend etwas Einprogrammiert wird also über Disziplin.

Das System findet also überwiegend in den Köpfen der Menschen statt, nicht in der Politik.
Die Politik könnte das sicher über gewisse Maßnahmen verändern aber das ist ein langfristiger Prozess, der demokratisch nur schwer zu überleben ist, weil es eben nicht unbedingt erwünscht ist den alten Pfad zu verlassen und sich mehr zu bemühen als nötig.

Sicher könnte es Umwelt-technisch nötig werden, dass die Politik stärker reagiert auch wenn das gegen die Stimme ist. Also ist nicht ausgeschlossen das die Demokratie durch ihre Trägheit an Entscheidungskraft und der zu schnell wachsenden Welt dem Umweltziel nicht näher kommt.


n0b0dy
02.01.2015, 18:46

Die Menschen können sich im (real)Sozialismus nicht mehr oder weniger frei entscheiden als es jetzt der Fall ist;
Nochmal: Für die Kommandowirtschaft Sowjetunion (genannt "Realsozialismus") richtig, für einen bisher noch nicht realisierten basisdemokratischen (z;b. rätedemokratischen) Sozialismus falsch. Die einzigen Versuche waren die libertär-sozialistischen Revolutionen in Ukraine & Spanien, die von Faschisten, Kapitalisten , Leninisten & Stalinisten militärisch zerschlagen wurden. Mir fallen auch keine logischen Gründe ein, warum sich sowas automatisch zentralisieren sollte. Das Umweltbewusstsein spielt natürlich ebenfalls ne wichtige Rolle, aber hängt wenn dann nur partiell mit dem System zusammen.
Der Mensch entscheidet sich doch für ein Verhalten und die Moral legt er auch fest;
Die moralischen Werte stehen fundamental im Widerspruch zu dem wie der Kapitalismus funktioniert. Wenn du Leute nach guten moralischen Werten fragst, nach dem man sich richten sollte, dann kommt alles mögliche, aber sicher nicht möglichst radikale Ausbeutung der Arbeiter und der Natur. Der Kapitalismus belohnt letzteres aber systematisch. Vernünftigerweise sollte ein System aber das Gegenteil belohnen (Demokratie, Umweltschutz, gute Arbeitsbedingungen usw;).

Die Verbesserung der Umwelt kommt also vom Umweltbewusstsein der Menschen
Das mag in Randbereichen klappen, es ist aber für den Kunden völlig unmöglich für alle Produkte und Vorprodukte, also für die teilweise unglaublich langen Wertschöpfungsketten in diversen Ländern der Welt, bei den unterschiedlichsten Unternehmen die Informationen zum Beispiel zu deren Umgang mit der Umwelt herauszufinden. Selbst wenn das theoretisch gehen würde und man alle Informationen in Sprachen, die man versteht, finden könnte, würde das zu viel Zeit in Anspruch nehmen und die Unternehmen werden alles tun, um solche Informationen zu verheimlichen und zu schönen.
Da kann ich mir dieses tolle Video von Slavoj Zizek zu Charity nicht verkneifen:
;;;youtube~com/watch?v=hpAMbpQ8J7g


access denied
02.01.2015, 20:27

Die Konkurrenz der Firmen ist doch dem Verhalten der Kunden zu verdanken. Der Kunde entscheidet was gut ist und was nicht und mit seinem logischem abwägen vergleicht er Preis/Leistung;


Nein ist sie nicht, sondern dem Zwang, stetig Kapital akkumulieren und weiter verwerten zu müssen. Dies geschieht hauptsächlich durch die systematische Absenkung des Lebensstandards der ArbeiterInnen.

Zum Thema Umwelt: in einer befreiten Gesellschaft sehe ich sehr wohl das Potenzial, unsere Ressouircen in wirklicher Nachhaltigkeit zu nutzen. Erstens: mit das massivste Umweltproblem ist auf die Nahrungsproduktion zurück zu führen, in den letzten Jahren kam noch die grüne Energie dazu. Im Kapitalismus werden Lebensmittel in enormen Ausmaßen vernichtet, die durch dem System immanente Überproduktion schafft die Notwendigkeit der Stabilhaltung von Preisen. Über 50 Prozent der landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden zerstört. Gleichzeitig sind die ANbaumethoden so Energielastig, das sie ineffizient sind und ohne Subventionen gar nicht funktionieren würden. Die Landwirtschaft folgt der gleichen Logik wie alles andere, nämlich der Notwendigkeit, Kapital immer weiter zu verwerten. Immer größere Maschinen, immer größere Felder, immer mehr Gift, immer größere Ställe, in die mehr Tiere eingepfercht werden, immer weitere Verkürzungen von Ablaufdati, damit man mehr verkaufen kann, ein Grauen eines irrwitzigen Ausmaßes bar jeglicher Vernunft. Jedoch sind gerade die kleinen, Mischkultur, Permakultur oder ähnliches betreibenden Bauern und Bäuerinnen, die schonend mit der Erde umgehen, den Boden nicht auslaugen und vergiften und dabei effizienter produzieren als alle großen Bauernhöfe. Im Sozialismus kann genau dieses Potenzial abgeschöpft und ausgebaut werden, weil die Notwendigkeit zur Vernichtung von Lebensmitteln wegfiele. Gleichzeitig fiele auch ein nicht unbeträchtlicher Teil des Energiebedarfs weg.
Die grünen Energieformen sind ein guter Ansatz, aber im Kapitalismus ist jede Form vernünftiger Energieerzeugung auf ökologischer Basis extrem eingeschränkt. Die Entwicklung neuer Techniken ist notwendig, die sich aber keine Firma leisten möchte, weil das Ergebnis zu wenig Kapital einbringt. Auch hier ist viel Potenzial, wenn erstmal der Zwang zur Verwertung des Wertes wegfällt.


raid-rush
02.01.2015, 21:25

Ich bin bisher immer von dem Sozialismus ausgegangen (der wie ich jetzt gelernt habe, Realsozialismus heißt, dass habe ich im vorherigen Post falsch verstanden und habe Realsozialismus verwechselt mit Sozialismus) Ich muss ehrlich zugeben das ich mich nur rudimentär mit dem Modernen-Sozialismus befasst habe, auch politisch eher distanziert, weil ich der Linken aus verschiedenen Gründen noch wenig Vertrauen schenke. Das hat unter anderem auch damit zu tun, dass wie in jeder "Partei" diverse Anteile eine radikalere oder eben in diesem Fall "Realsozialistische/Kommunistische etc" Ideologie vertreten und ich nicht die Struktur dahinter kenne, um sicher zu stellen wer wirklich was Umsetzen will. Gut das Risiko ist gering weil wenn es so wäre, würden die sicher schnell abgesägt werden und zudem sind sie für eine Europapolitik. Dennoch bleibt eben ein Risiko das man wohl erst in Kauf nimmt, wenn nichts mehr geht.
Die bisherige Konservative ist halt leicht durchschaubar und jeder weiß das sie kapitalistisch ticken, so wie wir das System seit klein auf kennen und verstehen.

Noch weniger durchschaubar ist für mich die AfD die allerdings auch noch sehr neu und unstrukturiert ist. In dieser Partei ist mir der Erfolgsdrang auf kosten der Qualität auch etwas ungeheuer - so sammeln sich dort Radikale an, die dort die Chance wittern und haben. Die Partei hat also keine feste Position gefunden und Wackelt stark.
Schwer einzuschätzen ob die AfD einen wirklichen alternativen Weg beschreiten will, oder ob es dann doch nur um Rechtsradikale Politik geht im Seriösitäts-Mantel verpackt. Sicherlich sind da Leute dabei die ihr Herzblut auch auf positive Weise reinstecken und versuchen da etwas brauchbares zu machen (die ich nicht als Radikal bezeichnen würde), aber auf Letzt setzen sich doch immer die Rechtspopulisten durch und dann ist es zu spät. Die Widersprüchlichkeit in der Partei ist jetzt schon so groß, dass kann nichts gutes bedeuten.


Noch mal zur Moral, die Moral ist für uns eine optimale Vorstellung wie es sein sollte. Vom Gefühl her, das uns sagt Fair und Gerecht sollte es sein. Jeder kennt dieses Gefühl, das etwas Fair und Gerecht sein sollte. Interessant dabei wäre doch mal herauszufinden warum das so. Sind das nicht eigentlich die Regeln einer gesellschaftlichen Grundlage? Sozial sein hat Vorteile (zumindest im aktuellem Mensch sein) sonst würden wir das vermutlich aus evolutionären Gründen nicht können.

Aber der Mensch hat auch andere Eigenschaften, wie Neid und Gier die in gewissem Maß scheinbar nützlich waren/sind für sein Überleben in der Natur. Die Bedeutung wird immer geringer, je mehr das Überleben von der Gesellschaft abhängt und weniger von der eigenen Leistung oder dem vorhandenen Kapital welches zur Absicherung dient.

So weit kann ich die Vorteile noch erkennen, aber was ist mit Macht? Diese Struktur ist fast überall zu finden, und hat scheinbar enorme Bedeutung in einem Gruppen-System.

Es macht (oder hat gemacht) also in der Natur scheinbar Sinn, das sich eine Spezies intern einen Wettkampf betreibt um festzustellen wer der Mächtigste ist. Die Gruppe profitiert also scheinbar davon, wenn jemand der sich Durchsetzen kann ansehen und Respekt genießt. Das macht Sinn, wenn jemand Klug und Fähig ist. Die Frage ist nur, ob das auch noch gut funktioniert wenn diese Macht durch Kapital verzerrt werden kann.

Generell ja, wenn sich jemand ein Unternehmen aufbaut und gute Ideen hat kann der gar nicht so Dumm und verkehrt sein. Zumindest so lange wie alles noch Persönlich abläuft. Bei Konzernen und Banken gerät dieses Prinzip von Macht und Anerkennung ins wanken.

Auch heute profitieren viele von (geistigen) Leistungen weniger Menschen - macht es denn nicht Sinn, wenn diese mehr zu sagen haben als der Rest? Ja, aber braucht er dazu auch Macht? Eigentlich nur dann, wenn nicht alle damit einverstanden sind - so stellt die "Natur" möglicherweise sicher das sich die "Besten" auch durchsetzen können im zweifel auch ohne Respekt und Vertrauen der Anderen.

Vermutlich dienen diese Eigenschaften in der Natur auch zur Selektion, denn letztendlich geht es doch bei Macht auch um das recht auf Überleben und Fortpflanzung.

Im Gegensatz zur Tierwelt hat der Mensch keine externen Feinde und die Population stagniert auch nicht sondern ist explodiert - das könnte eine Selektion überflüssig gemacht haben, denn der Erfolg auf der Erde ist soweit sicher.

Eines ist klar, egal welche Vorteile eine große Population hat - die Schattenseiten wird es immer geben, denn die Ressourcen sind begrenzt und damit auch das Recht darauf. Das Recht auf Ressourcen sichert sich also der Stärkste und hier geht die Selektion wieder los.

Es gibt also nur einen Weg, effektiver und sparsamer mit den Ressourcen der Umwelt umgehen. Ohne Gesetze wird das wohl zu lange dauern... deshalb muss ein möglichst Flächendeckender Schutz geschaffen werden und das geht nur durch eine globale Zusammenarbeit bzw Politik.

Wenn ich es mir recht überlege hat der Kapitalismus wohl schon die besseren Vorrausetzungen für einen Raubbau an der Natur geschaffen - dennoch sehe ich auch im Kapitalismus Chancen für Umweltschutz. Das muss dann wohl von oben kommen in Form von Gesetzen.

Ein sozialistisches System sollte die Demokratische-Struktur mit Gewaltenteilung wie bisher beibehalten. Möglicherweise macht es Sinn mehr Experten und Philosophen als Räte einzusetzen und weniger "Gesichts"-gewählte Politiker. Vll sollte eher ein Eignungstest bestimmen als die Frisur oder Parole.


access denied
02.01.2015, 23:57

Symbiose und Kooperation sind in der Natur vielfach mehr vorhanden als Konkurrenzkampf und survival of the fittest. Ohne Kooperation zwischen Lebewesen würde es uns nicht geben.
Ich bin ja im grünen Bereich tätig, die Umweltgesetze sind allgemein hin ein Witz. Und das ändert sich auch nicht, weil Lobby XY dann mit Jobverlust droht.


raid-rush
03.01.2015, 11:34

Generell stimmt das schon, das Umweltschutz auch Jobs kosten kann, aber es können auch neue entstehen.

Ressourcenausbeutung bringt immer Jobs und Geld, das Paradebeispiel für sinnlose Gier und Umweltzerstörung ist Goldabbau. Es ist in rauen Mengen vorhanden damit könnte die Industrie bei anhaltendem Verbrauch 500 Jahre auskommen ohne auch nur ein Gramm davon zu Recyceln.

Dort sind natürlich auch Arbeitsplätze die dann dauerhaft wegfallen können. (Ist natürlich ein Extrembeispiel in jeder Hinsicht)

Beim Nachwachsenden Rohstoffen ist das einfacher, denn das Aufforsten und das optimierte entnehmen von Biomasse aus der Natur kann aufwendiger sein und Arbeitsplätze schaffen und Nachhaltig sein. Möglicherweise steigen dann die Kosten aber das ist ja nicht schlimm. Nur wird keiner diesen Preis bezahlen wenn er viel Billiger die gleiche Qualität bekommt, die nicht Nachhaltig ist. Hier kommt wieder der Kunde ins Spiel... Also rein durch ein Systemwechsel ändert sich das Prinzip nicht, sondern wenn dann durch die Gesetzgebung und die ist unabhängig davon.

Das sind also keine Systemprobleme - das Systemproblem ist eher das es eine Gesetzgebung erschwert, weil kapitalistische Interessen im Vordergrund stehen.

Umweltschutz könnte auch auf Kapitalistischen Weg funktionieren und zwar wenn wir die Ressourcen der Welt als endlich auf die Anzahl der Menschen verteilen und diese als Zertifikate handeln.

Wenn also ein Mensch oder Unternehmer keinen Gewinn macht oder wenig, und dafür die Umwelt schützt erhält er Umweltzertifikate die er dann gegen Geld eintauschen/verkaufen kann.

So könnten also Unternehmen entstehen (das ist schon fast sozialistisch) die eigentlich nicht Rentabel sind, aber durch das Bewusstsein das die Umwelt bares Geld wert ist, eben mit diesen Zertifikaten belohnt werden.

Jetzt kommt auch der Trick, die Zertifikate werden dann von anderen Firmen benötigt die zb jetzt Abholzen oder Ölsand abbauen wollen und diese müssen dann die Zertifkate teuer kaufen. Und der Preis wird enorm hoch sein oder steigen durch Angebot und Nachfrage.

Denn die Zertifikate sind ja begrenzt auf die Rohstoffe und auf die Umweltschutzleistung von Firmen die hier etwas "Reparieren". Es kann also nur so viel Kaputt gemacht werden wie eine andere Firma wieder gut macht.

Die Idee ist aber auch wohl nur beschränkt einsetzbar, weil dafür müsste Weltweit jeder nach diesem Prinzip arbeiten. Es gibt aber genug Länder die vom Raubbau leben und die würden da nie mit machen.

Abgesehen davon fällt mir noch ein weiteres Problem ein, man müsste die Zertifkate detailiert aufteilen, weil es macht wenig Sinn wenn jetzt jeder sauberes Wasser "herstellt" aber eigentlich genug davon da ist nur die Luft ist verschmutzt. Also müsste jedes Zertifikat für jede Umweltressource extra gehandelt werden.

So viel zu meiner utopischen Vorstellung ^^


access denied
06.01.2015, 12:05

HIer mal eine Doku aus Detroit, wo sich das Kapital aus der Nahrungsmittelproduktion und dem Verkauf nahezu gänzlich zurückgezogen hat. Die Antwort ist urban farming.
;;;youtube~com/watch?v=aZoYtDfefbE


raid-rush
06.01.2015, 13:03

Urban-Farming: Ohne den Soli könnte es in den neuen Bundesländern wohl auch so aussehen, ist auf jeden Fall eine gute Idee wenn nichts mehr geht. Da will ich nur hoffen das es nicht nötig wird wo anders.


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