Vollständige Version anzeigen : Die Toten kommen: Grabbeisetzung für Flüchtlinge


Michi
18.06.2015, 09:33

;;;youtube~com/watch?v=9hXoIm6M_IM

wer spenden will Die Toten kommen | Indiegogo (;;;indiegogo~com/projects/die-toten-kommen#/story)

Die Toten kommen

Europas Grenzen sind militärisch abgeriegelt. Sie sind jetzt die tödlichsten Grenzen der Welt. Jahr für Jahr sterben Tausende Menschen beim Versuch, sie zu überwinden. Europa hat den Einwanderern den Krieg erklärt – ein Krieg, dem ausschließlich Zivilisten zum Opfer fallen: am Evros, auf dem Mittelmeer und sogar in Nordafrika. Die Opfer dieses Krieges werden massenhaft im Hinterland südeuropäischer Staaten verscharrt. Sie tragen keine Namen. Ihre Angehörigen werden nicht ermittelt. Niemand schenkt ihnen Blumen.

Das Zentrum für Politische Schönheit ändert das jetzt. Die Toten Einwanderer Europas kommen in den nächsten Tagen von den EU-Außengrenzen in die Schaltzentrale des europäischen Abwehrregimes: in die deutsche Hauptstadt – direkt vors Bundeskanzleramt. In einer großangelegten Aktion werden Menschen, die auf dem Weg in ein neues Leben vor wenigen Wochen getötet wurden, direkt zu ihren bürokratischen Mördern gebracht. Wir organisieren die Beerdigungen der Opfer der militärischen Abschottung – im Herzen Europas.

„Gemeinsam mit den Angehörigen haben wir menschenunwürdige Grabstätten geöffnet und die Toten exhumiert. Sie sind jetzt auf dem Weg nach Deutschland!“
Philipp Ruch, Chefunterhändler

Die Toten sind jetzt auf dem Weg nach Deutschland. Die Angehörigen haben jeweils entschieden, was geschehen soll. Am Ende werden wir diese Opfer der Abschottungspolitik im Herzen Berlins menschenwürdig bestattet. Ihr Tod kann nicht rückgängig gemacht werden. Aber ihre sterblichen Überreste können Europas Mauern zu Fall bringen. Diese Aktion wird Europa in einen Einwanderungskontinent zurückverwandeln.


„Nach dem Willen des deutschen Innenministers sollten die Toten unsichtbar bleiben. Wir bringen sie ins Zentrum der Macht, dorthin, wo die Schießbefehle für den Europäischen Todesstreifen herkommen: in das Berliner Regierungsviertel;“
Stefan Pelzer, Eskalationsbeauftragter

zeitungsberichte
Kommentar Tote Flüchtlinge: Schmerzhaft besetzte Leerstelle - taz~de (;;;taz~de/!5204225/)
Kunstaktion: Tote Flüchtlinge, mitten in Berlin - Kultur - Süddeutsche~de (;;;sueddeutsche~de/kultur/umstrittene-kunstaktion-tote-fluechtlinge-mitten-in-berlin-1;2521823)
Zentrum für Politische Schönheit bestattet Flüchtlinge -Video - SPIEGEL ONLINE (;spon~de/vgOCb)
Künstlergruppe will ertrunkene Flüchtlinge in Berlin bestatten | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg (;;;rbb-online~de/politik/beitrag/2015/06/aktion-zentrum-fuer-politische-schoenheit-tote-fluechtlinge-vors-kanzleramt;html)
Flüchtlingsleichen in Berlin: Zentrum für politische Schönheit startet neue Aktion - SPIEGEL ONLINE (;;;spiegel~de/kultur/gesellschaft/fluechtlingsleichen-in-berlin-zentrum-fuer-politische-schoenheit-startet-neue-aktion-a-1038823;html)
Protestaktion des Zentrum für politische Schönheit: Ertrunkene Flüchtlinge sollen heute in Berlin beerdigt werden | Panorama - Berliner Zeitung (;;;berliner-zeitung~de/panorama/protest-gegen-eu-fluechtlingspolitik-vom-zentrum-fuer-politische-schoenheit-aktivisten-bringen-ertrunkene-fluechtlinge-zum-kanzleramt,10808334,30953136;html)


gute sache, hoffen wir dass es mehr wird als nur kurzes empören der büger und nach einer woche wieder egal ist was täglich passiert.

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Sancho-Pancho
18.06.2015, 20:12

gute sache, hoffen wir dass es mehr wird als nur kurzes empören der büger und nach einer woche wieder egal ist was täglich passiert;
Wird es natürlich nicht.
Letztendlich ist sich sowieso jeder selbst der Nächste und in ein oder zwei Wochen gibt es dann wieder ein neues, wesentlich wichtigeres Thema als tote Flüchtlinge.
Mehr noch - nur ein toter Flüchtling ist ein guter Flüchtling. Denn der kommt nicht hierher und möchte etwas von unserem Wohlstand abhaben. Wäre ja auch noch schöner. Sich erst von uns ausnutzen lassen und dann auch noch unser Geld wollen. :rolleyes:

PS:
Bisher gibt es in Deutschland nicht nur das Problem "Flüchtlingsleiche" nicht, sondern auch nicht das Problem "Flüchtlinge". Denn dank dem Abkomen von Dublin muss dort das Asylverfahren in Gang gesetzt werden, wo man als Asylbegehrender zuerst eingereist ist. Und welcher Flüchtling kann sich schon die Schlauchbootfahrt über die Nordsee leisten, um direkt nach Deutschland einzureisen?
Fakt ist: Deutschland nimmt (bisher) anteilig viel zu wenig Flüchtlinge auf.


raid-rush
18.06.2015, 21:04

Die Verteilung wird deshalb neu geregelt. Deutschland bekommt in Zukunft geschätzte 400;000 Flüchtlinge pro Jahr. Zumindest gut fürs Volkswachstum ^^ die Zuwanderung ist stärker als die Geburtenrate.

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Quelle:
Brüssel will Flüchtlinge umverteilen: Deutschland soll 9000 aufnehmen | tagesschau~de (;;;tagesschau~de/ausland/fluechtlinge-eu-kommission-101;html)


bushido
19.06.2015, 09:42

Eine wirklich ganz hervorragende und unterstützenswerte Aktion!


Togijak
19.06.2015, 11:00

Eine wirklich ganz hervorragende und unterstützenswerte Aktion!

Im Prinzip ja, aber außer den Medien, einigen Gaffern (denen das Thema egal ist), Flüchtlingen und ein paar Berufsdemonstranten wird es nicht viele Menschen anziehen weil Berlin zu viele Demos hat, die Menschen es nicht oder kaum noch beachten. Auch für eine Stadt wie Berlin sind quasi täglich 3 - X Demos auf die Dauer zu viel.


Sancho-Pancho
19.06.2015, 12:55

Die Verteilung wird deshalb neu geregelt. Deutschland bekommt in Zukunft geschätzte 400;000 Flüchtlinge pro Jahr. Zumindest gut fürs Volkswachstum ^^ die Zuwanderung ist stärker als die Geburtenrate;
Ich weiß - wir sollen sogar (zumindest vorübergehend) anteilig mehr bekommen, weil wir uns bisher recht erfolgreich gedrückt haben.
Für dich dürfte das Vorhaben positiv sein, weil wir so natürlich wieder viele, insbesondere billige, Arbeitskräfte bekommen werden, die teils sogar eine gute fachliche bis hervorragende Qualifikation haben. (Sry, aber den Seitenhieb konnte ich mir jetzt doch nicht verkneifen. ;))

Und die netten Leserbriefschreiber erst, die demnächst wieder wettern können, dass straffällige Flüchtlinge doch gefälligst ausgewiesen werden sollen - und das so schnell wie möglich. (Werden sie zwar bei entsprechend schweren Straftaten, natürlich erst nach der eigentlichen Bestrafung nach StGB - aber das ist ja unwichtig;)
Nicht zu vergessen die Pharma-Industrie, die sich über eine Umsatzsteigerung bei Herz-Kreislaufmedikamenten freuen kann. Zumindest ich bräuchte bei den ganzen Idioten mit ihrem dämlichen, ausländerfeindlichen Gelaber, eigentlich einen Blutdrucksenker.

Alles in allem eine absolute Win-Win-Win-Situation, wäre es zumindest. Aber wirklich etwas ändern wird sich trotz allem nicht.

Auch für eine Stadt wie Berlin sind quasi täglich 3 - X Demos auf die Dauer zu viel;
Wann und wo sollen die denn sein? Abgesehen davon, dass man so eine Aktion durchaus auch bundesweit durchführen könnte und sollte.
Bei dem Sch..;eiß den manche Leute so in den (sozialen) Medien verzapfen, sollte man unbedingt mal daran erinnern, dass die Flüchtlinge auch Menschen sind.


XXXLutz
21.06.2015, 17:31

Heute wurden, zumindest zu meinem Erstaunen, doch einige symbolische Gräber vor dem Bundestag ausgehoben.

Die Toten kommen | Indiegogo (;;;indiegogo~com/projects/die-toten-kommen#/story)
Graves for Unknown Refugees (;unknownrefugees;tumblr~com/)

Zur Flüchtlingsdebatte bzw. der Berichterstattung und medialen Diskussion war vor kurzem ein sehr guter Kommentar auf SPON, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Berichterstattung über Flüchtlinge: Die zurechtgestutzte Katastrophe

Wenn eine Künstlergruppe Flüchtlingsleichen zu Grabe trägt, sprechen Medien von "politischer Pornografie". Der Journalismus hat einen Panzer gebildet gegen die Erschütterungen der Welt - die Grenzen, an denen Menschen sterben, werden im Feuilleton neu errichtet.

Der Journalismus ist ein merkwürdiges Metier. Angetrieben einerseits von einem gewissen Geltungsdrang und andererseits zerfressen von einem psychoanalytisch wohl leicht zu deutenden Selbsthass - was dazu führt, dass das mächtigste Buh immer darin besteht, dass irgendjemand oder irgendetwas zu "medienwirksam" ist.

Es ist natürlich ein performativer Widerspruch, wenn man jemandem vorwirft, dass er zu sehr nach der Aufmerksamkeit giert, die man ihm genau in dem Augenblick gewährt - und damit eigentlich das Problem erst herstellt, das man beklagt.

Aber andererseits ist es ja auch gar kein Problem: Es ist der Job der Journalisten, sie stellen Öffentlichkeit her oder sollten das jedenfalls tun - und so ist der Vorwurf der "Medienwirksamkeit" nicht nur oft gespeist von eigenen Ressentiments, sondern im Grunde auch nicht besonders demokratisch.

Der Trick dabei ist, dass man sich mit so einer Kritik selbst ins Recht setzt - außerdem lässt sich der Vorwurf je nach Lage und Laune beliebig eskalieren, bis hin zur guten alten "Pornografie": Ein Urteil, das so viele Widersprüche und Annahmen zusammen knautscht, dass es unentwirrbar ist.

Was soll es zum Beispiel heißen, wenn jemand sagt, die Aktion des Zentrums für Politische Schönheit, tote Flüchtlinge in Berlin zu begraben, sei "politische Pornografie", wie es in der "Süddeutschen Zeitung" zu lesen war: Wer geilt sich denn genau daran auf, dass Menschen sterben, weil die westliche Politik es zulässt?

Wer soll hier diskreditiert werden? Die Menschen, die sich davon bewegen lassen? Wie roh muss man sein, um in diesem Fall eine Verbindung von Tod und ;ualität so drastisch herzustellen?

Und wann genau wurde etwa Thomas de Maizière oder überhaupt ein Politiker mit ähnlich scharfen Worten kritisiert? Mit wie vielerlei Maß wird hier gemessen?

Und überhaupt: Was soll es heißen, wenn in der "Süddeutschen Zeitung" weiter zu lesen ist, diese Aktion nehme den Toten "das Letzte, was sie haben"?

Undurchlässigkeit für die Erschütterungen der Welt

Ihre Würde also? Warum genau? Weil sie unter Teilnahme der Medien beerdigt wurden? Was ist daran schlecht? Vor allem aber, und das steht in dem Text nicht: Die Frau, um die es geht, lag zuvor in einem anonymen Grab, verscharrt, irgendwo, und ihre Familie wusste nicht, wo sie war.

Wenn sie nun in Berlin ein Grab gefunden hat, wie genau, liebe "Süddeutsche", hat sie dann das Letzte verloren, was sie hat?

Und ist es nicht gerade andersherum das Problem, dass der Journalismus in Deutschland zu sehr einen Panzer gebildet hat, ein professionelles Hinnehmen und Schulterzucken, eine Undurchlässigkeit für die Erschütterungen der Welt.

Was bedeutet es also, wenn in der "Frankfurter Allgemeinen" in einem Text über diese Aktion des Zentrums für Politische Schönheit folgender Satz zu lesen ist: "Paradoxerweise demonstriert das eine Grenze der Kunst in ihrem Grenzverletzungsfuror: In diesem Fall wäre sie der Realität näher gekommen, wenn sie eine Grenze respektiert hätte;"

Merkt der Autor gar nicht, welche bittere Ironie darin steckt, in einem Satz fast zwanghaft dreimal das Wort Grenze zu wiederholen - in einem Text, in dem es genau darum geht, wie Menschen ihr Leben riskieren und verlieren, weil sie an Grenzen scheitern, realen Grenzen, die hier mit feuilletonistischem Schnischnaschnu wieder errichtet werden?

Irgendetwas ändert sich

Aber sie sind eben immer schnell da, die Bedenkenträger von der Behörde, die noch jeden Völkermord, noch jede humanitäre Katastrophe zurechtstutzen, wenn sie über ihren Schreibtisch wandert, zwischen Lunch und Coffee Break - der eine sagt, Schlingensief war besser, was gerade aber nichts zur Sache tut, die andere sagt, es ist alles zu verwirrend, ich wäre auch lieber ein besserer Mensch, aber es geht leider nicht.

Der Stunt, den diese Aktion bedeutet, die Radikalität, auch gedanklich, der Mut, der Schock, all das findet nicht statt in diesem tiefgefrorenen Milieu: Sie sind gern bereit, über Europas Werte und Ideale zu debattieren, wenn es darum geht, die ganze griechische Nation zu erziehen - aber wenn es um Tote und die humanitäre Realität Europas geht, finden sie das pornografisch.

"Die Ordnung herrscht in Berlin", so hat der Philosoph Francesco Masci diesen Zustand beschrieben: Eine Politik, die sich in der eigenen Machtlosigkeit einrichtet, eine Kultur, die diese Machtlosigkeit restaurativ oder reaktionär überwölbt.

Es wird also wieder ein Flüchtling begraben, es wird wieder ein Schiff kentern, es wird wieder ein Weltflüchtlingstag ignoriert an diesem Samstag, es wird den "Marsch der Entschlossenen" geben am Sonntag, es geht zum Kanzleramt, mit Baggern und Parolen, und weil die Welt auch am Montag noch die gleiche sein wird, werden die Schulterzucker wieder sagen, seht ihr, wir hatten doch recht, es ist wie immer.

Aber irgendetwas ändert sich, wir werden es schon noch merken;


Flüchtlinge: Protest-Beerdigung in Berlin*- Kommentar - SPIEGEL ONLINE (;;;spiegel~de/kultur/gesellschaft/fluechtlinge-protest-beerdigung-in-berlin-kommentar-a-1039642;html)

MfG


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