Vollständige Version anzeigen : Kann jeder als Freelancer arbeiten?


RichieS
25.08.2015, 11:34

Hallo zusammen!

Ich hätte ein paar Fragen zum Begriff "Freelancer". Soweit ich weiß, handelt es sich dabei ja um Personen, die freiberuflich arbeiten und somit in keinem Unternehmen fest eingestellt sind. Mich würde es einmal interessieren, wie das rechtlich festgelegt ist. Kann ich beispielsweise in einem Bereich arbeiten, in dem ich zwar keinen Abschluss habe, aber trotzdem Experte bin? Und wie fängt man am besten damit an freiberuflich zu arbeiten? Sage ich einfach "Hey hier bin ich!" oder muss ich zunächst eine Ich-AG gründen oder so etwas in der Richtung? Ich stelle mir das ziemlich schwer vor als Freiberuflicher Fuß zu fassen, da man ja mehr oder weniger von den Aufträgen abhängig ist und der Einstieg (vor allem wenn man frisch von der Uni kommt) bestimmt auch recht schwierig sein könnte.

Liebe Grüße
RichieS

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pattich
25.08.2015, 12:47

meld ein gewerbe beim gewerbeamt an und ab geht die post


Herbert1962
25.08.2015, 15:24

Genau melde einfach ein Gewerbe an und dann kannst du anfangen. Das sollte sich auch preislich im Rahmen halten.

Um dann Aufträge zu finden gibt es genug Möglichkeiten. Viele werden aber über Kontakte oder durch persönliche Empfehlungen vermittelt. Ansonsten gibt es noch genügend Plattformen wie Xing, LinkedIn oder Proitex (;;;proitex~com) bei denen Freelancer an passende Projekte oder Jobs vermittelt werden können. Solltest du über genügend Kenntnisse und Erfahrungen verfügen, solltest du da auch fündig werden.

Es kann auch nicht schaden ein eigenes Online Portfolio zu haben, in dem du nochmals deine Arbeit präsentierst und etwas über dich schreibst. Das macht natürlich auch Sinn wenn du eine Stelle im Design- oder im Webbereich suchst.


Sancho-Pancho
26.08.2015, 19:54

Kann ich beispielsweise in einem Bereich arbeiten, in dem ich zwar keinen Abschluss habe, aber trotzdem Experte bin?
Das kommt auf die Tätigkeit an. Bei manchen wirst du einen Nachweis über deine Befähigung brauchen, bei anderen wieder nicht.

Ganz davon abgesehen besteht die Gefahr, dass man als Scheinselbstständiger eingestuft wird, wenn bestimmte Kriterien nicht bzw. doch erfüllt sind.

Nach § 7 Abs. 4 SGB IV sind Anzeichen für eine Scheinselbstständigkeit: Keine eigenen Mitarbeiter, nur ein Auftraggeber, vergleichbare Tätigkeit, unternehmerisches Handeln und vorherige Beschäftigung beim Auftraggeber. Dazu lag die Beweislast beim Selbstständigen.
Das ist seit 2003 wieder anders, die Kriterien sind gestrichen worden und die Beweislast trägt der Selbstständige auch nicht mehr.

Hier gilt nur noch § 7 Abs. 1 Satz 2 SGB IV mit dem Wortlaut: (1) Beschäftigung ist die nichtselbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis. Anhaltspunkte für eine Beschäftigung sind eine Tätigkeit nach Weisungen und eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers;

Aber: Rentenversicherungspflichtig ist man auch als Selbstständiger, wenn man regelmäßig keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigt und auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig ist.


Ist man rechtlich (durch die Rechtsform) und wirtschaftlich (unternehmerisches Risiko) selbstständig?
Werden die Aufgaben unabhängig von Weisungen erfüllt?
Trägt man die Kosten der Arbeitsausführung und das unternehmerische Riskiko?

Ist die Arbeitszeit nach Beginn und Ende und Dauer durch Auftraggeberfestgelegt?
Ist man unmittelbar in den Arbeitsablauf und die Organisation von Auftraggebern integriert?

Können die ersten drei Fragen mit Ja und die letzten beiden Fragen mit Nein beantwortet werden, liegt höchstwahrscheinlich keine Scheinselbstständigkeit vor.


Dan_k1983
06.03.2016, 21:33

Hallo

Vorneweg die Definition ( hab ich mal bei Wikipedia geklaut :P )

Ein Freiberuf oder freier Beruf ist eine selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit (§ 18 EStG und § 1 PartGG), die nicht der Gewerbeordnung unterliegt. Wesentliche Folge der Freiberuflichkeit ist die Befreiung von der Gewerbesteuer;

Also ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen das man selbst als Dj und Musikproduzent (was ja eindeutig in die Kategorie künstzlerische Tätigkeit gehört) bekommt man nur in ausnahmefällen die freiberufliche Gewerbeform. Ist immer eine einzelfall entscheidung und liegt wohl an der Stimmung des bearbeiters :P
Freiberuflich ist wohl nur für die oberen 1000 oder so :D
Ein Gewerbe kannst du immer anmelden kostet je nach Stadt/Bundesland um die 30-40 € (in Köln sind es mittlerweile glaube 32€. Mir wurde, gerade wenn man sich nicht sicher ist wo es hinpasst oder oder oder..;, empfohlen es einfach als sogenanntes Kleingewerbe zu starten. Ich weiß man zb. als Freiberuflicher Veranstaltungstechniker, bei die Firmen von denen man gebucht wird, ganz besonders auf diesen Bereich geschnittene Unfall- und Haftpflichtversicherungen nachweißen muss.

Als wie du es schreibst "ungelernter Profi" ist es glaube nicht so einfach den Status Freiberufler zu bekommen. Ungelernte Veranstaltungstechniker oder eher gesagt "Helfer in der Veranstaltungstechnik" werden "Hands" (Handlanger) genannt. Diese besitzen meiner Erfahrung nach nie den Status Freiberufler sondern sind normale Gewerbetreibende.

Ich hoff die steigst durch mein gelaber durch und das ich dir evtl. weiterhelfen konnte.

Mfg Dan_k1983


Kaltduscher
08.09.2016, 22:12

Ich habe mal mehrere Monate bei dieser Agentur als Freelancer gearbeitet: Link-Team~net - hochwertige Forenlinks, SEO und mehr (;;;link-team~net) Ich habe ein Gewerbe dafür angemeldet und schon konnte ich mir so mein Studium finanzieren. Wer Interesse hat, die suchen immer zuverlässige Leute.


Sancho-Pancho
09.09.2016, 12:37

Na wenigstens hat sich für dich als Werbeh;ure dieser Thread gelohnt. :rolleyes:


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