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bushido
12.02.2016, 05:48

Sicherheitskonferenz-Chef Ischinger fordert "Fakten-Ombudsmann" fürs Netz

Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, hat eine neutrale Instanz vorgeschlagen, die der vor allem in Konflikten weit verbreiteten Desinformation im Internet entgegenwirken soll.

Der Vorsitzende der ab Freitag laufenden Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat gegen die zunehmende Propaganda im Netz einen "Fakten-Ombusdmann" ins Spiel gebracht. Eine solche neutrale Vermittlungsstelle sei nötig, um der "Vergiftung des Klimas", wie sie vor allem im Ukraine- und Syrienkonflikt zu sehen sei, sagte der Ex-Botschafter am Montag zur Eröffnung des Digital Society Institute (;;;esmt~org/faculty-research/centers-and-chairs/digital-society-institute-dsi) (DSI) an der European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin.

Zensur keine Antwort auf Desinformation Zensur könne nicht die "westliche Antwort" auf Desinformation im Web sein, führte Ischinger aus. Es sei nur fraglich, ob "unsere russischen Freunde" die von ihm vorgeschlagene Instanz mittragen oder zumindest akzeptieren würden.
Weltweit habe es einen schweren Vertrauensverlust gegeben "wegen der NSA-Exzesse", beschrieb der frühere Diplomat die aktuelle Spannungslage. Die westlichen Geheimdienste könnten da nur durch "mehr Kommunikation" und "mehr Transparenz" wieder Boden gut machen für ihre Tätigkeiten, die er persönlich als "unerlässlich" einschätze. Ischinger freute sich daher, dass auf der Sicherheitskonferenz in diesem Jahr erstmals Geheimdienstchefs aus den USA, Großbritannien, einem weiteren EU-Staat und der EU-Geheimdienstbeauftragte öffentlich miteinander diskutieren würden. Nur so könnten sie sich wieder "aus der Verteufelung herausholen, die mit Snowden erzeugt wurde".
Ischinger hält "mehr Übersetzung" für nötig, damit auch "der normale Mensch" das weite Feld der Internet-Technik besser verstehen könne. Die Nukleardebatte in den 80ern sei dagegen ein Kinderspiel gewesen. Selbst Abgeordnete redeten im IT-Bereich oft über Sachen, die sie "nicht technisch voll durchdringen".
Geheimdienste sollten Propaganda entlarven Thomas Bagger, Leiter des Planungsstabs des Auswärtigen Amtes, empfahl, staatliche Überwachungsmaschinerien mit der Debatte über "Internet Governance" anzugehen. Dabei könnten immer wieder neue Allianzen geschmiedet und Verbündete gefunden werden. Nach den Snowden-Enthüllungen habe sich Deutschland etwa "mit den Brasilianern" zusammengetan, um auf der NetMundial eine Netz-Charta (;;;heise~de/newsticker/meldung/NetMundial-Zivilgesellschaft-kritisiert-Netz-Charta-2176907;html) zu verabschieden. Es biete sich auch an, etwa auf Indien, Indonesien oder Mexiko zu schauen, um zu verhindern, dass sich das "chinesisch-russische Modell mit Glocke drauf" durchsetze.
Die westlichen Geheimdienste sollten mit ihrer Aufklärung helfen, Propagandisten zu entlarven, meinte Sandro Gaycken, Leiter des neuen Strategieinstituts. Derzeit würden im Informationskrieg selbst wissenschaftliche Gutachten und Videos gefälscht. Generell nähmen die Europäer in der Digitalisierung eher die Rolle der Statisten als die der Hauptdarsteller ein. Nun sei es wichtig, auf Basis "harter Fakten" zu gestalten – "oder wir werden gestaltet".
ESMT-Präsident Jörg Rocholl verglich den von der Digitalisierung ausgelösten Umwälzungsprozess mit Goethes Zauberlehrling, dem die Lage außer Kontrolle geraten sei. Das DSI solle daher dazu beitragen, die gerufenen Geister "zumindest besser zu verstehen".
"Hacking for Executives" An dem privat finanzierten Institut, das wie die gesamte Hochschule im früheren DDR-Staatsratsgebäude residiert, sollen zunächst sechs Mitarbeiter forschen. Lehrangebote für Studenten sind nicht vorgesehen. Dafür bietet das DSI im Mai zwei erste zweitägige Managementkurse zur Cybersicherheit an, für die Interessierte je 1800 Euro netto hinblättern müssen. Einer davon trägt den Titel: "Hacking for Executives", für den sich Gaycken, der einst Mitglied im Chaos Computer Club (CCC) war, Felix Lindner alias FX von der Security-Firma Recurity Labs mit an Bord geholt hat. (anw (anw;ct~de))

Sicherheitskonferenz-Chef Ischinger fordert Fakten-Ombudsmann fürs Netz | heise online (;;;heise~de/newsticker/meldung/Sicherheitskonferenz-Chef-Ischinger-fordert-Fakten-Ombudsmann-fuers-Netz-3097464;html?wt_mc=rss;ho;beitrag;rdf)



Die feuchten orwellschen Träume eines transatlantischen Kriegstreibers...

Verwunderlich ist dies nicht, denn die westlichen MSM verlieren seit Jahren an Zustimmung. Damit droht den kranken Phantasien westlicher Eliten ein wichtiger Baustein zur Errichtung der New World Order verloren zu gehen.

Auch in Frankreich droht durch Gesetzesänderungen, eine massive Unterdrückung der Meinungsfreiheit, selbst wenn dies bis dato noch nicht offen zu Tage getreten ist.

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raid-rush
12.02.2016, 08:41

Ich bin da vollkommen der Meinung vom Ischinger das Netz wird zunehmend vergiftet und die Klärgruben werden immer größer.

Immer mehr Privatunternehmen und Netzwerkbetreiber blockieren anonyme Verbindungen oder Zugriffe aus Ländern die nicht Kunden oder Interessenten sind, weil die Flut an Angriffen und Propaganda/Spam massiv zu nimmt.

Nur die USA stellt sich quer weil deren Geheimdienste stark von diesen Netzwerken profitieren. Ich bin der Meinung man sollte die großen US-Internet-Konzerne dazu auffordern mehr Verantwortung zu übernehmen und notfalls mit Konsequenzen drohen.

Oder die Alternative, gleiches mit gleichem bekämpfen und dann wird das Internet wohl gar nicht mehr brauchbar sein.


Oggy
12.02.2016, 12:34

Das ist doch immer wieder die alte Leier!
Macht den Menschen angst und man kann Gesetze durchbringen unter dem Deckmantel der "Sicherheit".
Das war schon vor tausend Jahren so...


bushido
12.02.2016, 15:56

Das ist doch immer wieder die alte Leier!
Macht den Menschen angst und man kann Gesetze durchbringen unter dem Deckmantel der "Sicherheit".
Das war schon vor tausend Jahren so..;


Ischingers Vorschlag soll zur Rückgewinnung der Meinungshoheit auf dem "Schlachtfeld" Internet führen. Da ist der Westen nämlich mittlerweile deutlich unterlegen. Das damit verbundene zunehmende politische Erwachen großer Massen ist eine massive Gefahr für die feuchten Träume der New World Order Eliten. Leider scheint raid-rush dies ebenso wenig erkennen zu können / wollen wie die Tatsache, daß damit der Zensur Tür und Tor geöffnet werden. Wer soll denn entscheiden was Wahrheit und was Lüge ist. Das zukünftige "ormerkelsche" Wahrheitsministerium?


Nihilokrat
12.02.2016, 16:09

Wieso sollte das eine Gefahr sein? So, wie sich die Menschen dort hochstacheln, ist es doch gar nicht aus der Welt gegriffen, dass sie irgendwann ihre Mistgabeln im realen Leben anwenden und gegen das "establishment" mit der Waffe in der Hand wüten. Dann hat man bürgerkriegsähnliche Zustände, in denen man wunderbar eine "neue Weltordnung" oktryieren kann.


bushido
12.02.2016, 17:28

Wieso sollte das eine Gefahr sein? So, wie sich die Menschen dort hochstacheln, ist es doch gar nicht aus der Welt gegriffen, dass sie irgendwann ihre Mistgabeln im realen Leben anwenden und gegen das "establishment" mit der Waffe in der Hand wüten. Dann hat man bürgerkriegsähnliche Zustände, in denen man wunderbar eine "neue Weltordnung" oktryieren kann;

Wenn ausgerechnet die Menschen im Westen eine Kontrolle des Internet fordern, die für haufenweise Angriffskriege verantwortlich sind bzw. diese unterstützt haben, dann sollte es auch dir nicht schwer fallen die von mir angesprochene Gefahr zu erkennen. Noch einmal die Frage, wer entscheidet was Wahrheit und was Lüge ist?


Sancho-Pancho
13.02.2016, 07:12

Noch einmal die Frage, wer entscheidet was Wahrheit und was Lüge ist?
Fakten!
Aber Typen wie du würden jeden noch so unabhängigen "Schiedsrichter" sowieso jegliche Neutralität absprechen. Sieht man ja hier auch wieder.


fatmoe
13.02.2016, 10:03

Ischinger hält "mehr Übersetzung" für nötig, damit auch "der normale Mensch" das weite Feld der Internet-Technik besser verstehen könne. Die Nukleardebatte in den 80ern sei dagegen ein Kinderspiel gewesen. Selbst Abgeordnete redeten im IT-Bereich oft über Sachen, die sie "nicht technisch voll durchdringen";
Damit hat er ja recht, vielen ist die Tragweite von Überwachung & Datenschutz nicht bekannt. Gründe sind hierfür Desinteresse oder einfach mangelndes Verständnis.

Und Genau mit dieser Forderung, würde er die "Verteuflung" noch weiter anheizen.


Ein "Fakten-Ombudsmann" ist Blödsinn, solang es nicht der Dalai Lama ist ;)
Interessant wird es erst, wenn sich das Weiterentwickelt und eine automatische Faktenanalyse durch perfekt programmierte, unbestechliche Programme/Maschinen vorgenommen wird.


Oggy
13.02.2016, 12:09

Mir fällt da noch Ignoranz ein...

Das wäre doch mal was. :D
Diese Programme wäre dann am besten Open-Source, wie Linux.
Damit jeder sehen kann ob es tatsächlich objektiv arbeitet.
Außerdem könnte man es im Kollektiv weiter entwickeln.


bushido
13.02.2016, 12:59

Fakten! Aber Typen wie du würden jeden noch so unabhängigen "Schiedsrichter" sowieso jegliche Neutralität absprechen. Sieht man ja hier auch wieder;

Du meinst wohl die Fakten, die Menschen, die glauben die Deutungshoheit innezuhalten, absondern! Das sind keine Fakten! Das Typen wie du einen derartigen "Schiedsrichter" begrüßen würden, kann ich mir gut vorstellen. Endlich eine Anlaufstelle bei der ihr Menschen mit anderen Positionen denunzieren könnt.


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