Vollständige Version anzeigen : Europas politisch instabile Verhältnisse bergen hohes Risiko


raid-rush
01.12.2016, 10:29

Die politische Instabilität in Europa macht der Zukunftssicherheit zu schaffen. Investoren und Unternehmen ohne Planungssicherheit ziehen sich zurück. Dazu kommen verschleppte Reformen in Südeuropa die diese Länder Wettbewerbsfähiger machen sollten, sowie marode Banken in Italien.

Mit der Eurozone stehen Millionen Arbeitsplätze auf dem Spiel und damit eine Kreditblase am Immobilienmarkt. Der Anteil an Krediten für Immobilien ist explodiert mit den Preisen. Sollte es durch Arbeitsmarktverwerfungen und Arbeitslosigkeit zu Zahlungsausfällen kommen stehen die Banken vor einem großen Problem, vor allem auch Sparkassen und Volksbanken.

Genau dieses Szenario ergab sich vor 10 Jahren in den USA.

Das Risiko für einen Zerfall der Eurozone ist gewachsen und der damit verbundene Crash würde vor allem einfache Arbeiter, kleine und mittlere Einkommen sowie Rentner hart treffen.

Ohnehin ist das bisher kalkulierte Rentenmodell auf Basis aktueller Daten berechnet (beste Konjunktur) ohne mögliche Szenarien. Realistisch gesehen ist das Rentensystem mit der aktuellen Demographie kaum finanzierbar im Hinblick auf die vermutlich noch länger anhaltende Niedrigzinsphase und Aussichten im EU-Binnenmarkt.

Ein Passendes Zitat:


Rodriks Ansicht nach wäre es wichtig gewesen, über die Schuldenkrise als gemeinsame Krise der EU zu sprechen. Nicht als Krise von Griechenland, Spanien, Portugal oder Irland. Stattdessen seien der „fleißige Deutsche und Nordeuropäer gegen faule und verschwenderische Südeuropäer“ ausgespielt worden.

Das hatte laut Rodrik fatale Folgen. Der Ökonom sagt: „Diese moralische Erzählung hat es erheblich erschwert, die Krise als Motor für eine weitere politische Integration zu nutzen, und hat die Grundlage für die nationalistischen Reaktionen auf die Krise bereitet;“
Q: Diese Top-Ökonomen warnen vor dem nächsten großen Crash - Business Insider Deutschland (;;;businessinsider~de/diese-top-oekonomen-warnen-vor-dem-naechsten-grossen-crash-2016-11)

Die EU hätte den Sack schneller zumachen müssen und dafür müssen die Schnüre an allen Seiten gleich gezogen werden.

Noch ist keine Entscheidung gefallen und die Wahl des Weges steht offen.

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Gutschy
03.12.2016, 18:27

Das Risiko für einen Zerfall der Eurozone ist gewachsen und der damit verbundene Crash würde vor allem einfache Arbeiter, kleine und mittlere Einkommen sowie Rentner hart treffen;

Europa macht Sinne als Militärbündnis, ein geschlossenes Europa würde sich gut gegen die USA und China behaupten können. Aber diese Europäische Union sollte nur die Wirtschaft auf Kosten des Arbeiters stärken. Die Vorteile der EU sind für 80 % der Einwohner wohl eher marginal bis defizitär. Aber ein gutes Beispiel für dieses Volk, das einem Zeigt das mit zu viel Passivität immer mehr Nachteile entstehen. Allerdings wird diese Passivität auch durch Polizeigewalt stark gefördert, was einem zwar einschränkt aber auch das nur in eine bestimmte Richtung.

Der kommende Crash, wenn er den kommt, ist pillepalle, nur ein notwendiger Schritt für die geistige Gesundung des Volkes.


bushido
03.12.2016, 20:27

Der kommende Crash, wenn er den kommt, ist pillepalle, nur ein notwendiger Schritt für die geistige Gesundung des Volkes;

Der Crash ist unausweichlich, fragt sich nur wie und wann und durch wen!


fatmoe
04.12.2016, 09:45

Genau dieses Szenario ergab sich vor 10 Jahren in den USA;
ironischerweise entspringen viele unserer Probleme der Finanzkrise aus der USA. Die USA stehen jetzt besser da, weil sie viel früher die Dollar Druckmaschinen angeschmissen hat sowie als 1 Staat schneller reagieren kann als eine EU.


Die politische Instabilität in Europa macht der Zukunftssicherheit zu schaffen. Investoren und Unternehmen ohne Planungssicherheit ziehen sich zurück. Dazu kommen verschleppte Reformen in Südeuropa die diese Länder Wettbewerbsfähiger machen sollten, sowie marode Banken in Italien;
Diese "Schreckensmeldungen" lese ich schon seit 2012. Spaniens Wirtschaft wächst dieses Jahr um fast 4% ohne Regierung, Banken können gerettet werden und Griechenland ist wohl doch Systemunrelevant.


Gutschy
04.12.2016, 22:43

Der Crash ist unausweichlich, fragt sich nur wie und wann und durch wen!
Na ja, es sieht eher nach nicht Crash aus. Interessante Links dazu.
Die Produktion wird im asiatischen Raum immer teurer.
Made in Germany - Hersteller produzieren wieder in Deutschland (;;;deutschlandfunk~de/made-in-germany-hersteller-produzieren-wieder-in-deutschland;724;de;html?dram:article_id=372173)
Dazu noch die Entwicklung die es wohl in den USA gibt.
Globale Wirtschaft - Die Rückkehr des Protektionismus (;;;deutschlandfunk~de/globale-wirtschaft-die-rueckkehr-des-protektionismus;724;de;html?dram:article_id=370813)

Interessant wäre zum Thema Protektionismus noch anzumerken das die Preise für Arbeit gerade überall steigen und das schon seit ein paar Jahren. Also macht es bei der gestiegenen Automatisierung sowieso jetzt keinen Sinn mehr ins Ausland zu gehen. Und da wird uns plötzlich Protektionismus als Maßnahme zum wohl des Volkes verkauft.

Was für Labertaschen, und die Medien würden nicht in einer Millionen Jahren einen solchen Zusammenhang herstellen.

Man, könnte ich kotzen.


bushido
05.12.2016, 04:51

Na ja, es sieht eher nach nicht Crash aus;

Ein Crash kann auch künstlich herbeigeführt werden.


Gutschy
05.12.2016, 09:23

Es ist der Elite grundsätzlich alles zuzutrauen, aber hier würde ich deine Aussage von künstlich herbeigeführt, zu in billigend in kauf nehmend, abschwächen. Aber auch das erwarte ich nicht, ist mehr so ein Gefühl. Hier gibt es ja schon einen niedrig Lohn Sektor, ich glaube die werden dem Volk nicht noch mehr zumuten.


Sancho-Pancho
05.12.2016, 10:23

Na ja, es sieht eher nach nicht Crash aus. Interessante Links dazu;
Der Crash muss und wird kommen. Ganz einfach, weil der Kapitalismus das mit sich bringt. Tatsächlich ist es noch anscheinend nicht so weit. Wenn ich an Lufthansa denke und eine Arbeitnehmervertretung (der Betriebsrat) ein Demo gegen streikende Mitarbeiter startet, sieht man, wie dumm zumindest die Deutschen sind. Auch wenn die Forderungen der Piloten vielleicht doch etwas überzogen sind, habe ich für das Agieren des Betriebsrats kein Verständnis.
Unsere Eliten freut es aber, wenn sich die Armen immer noch gegeneinander ausspielen lassen. Und zu arm zähle ich dann auch den sogenannten "Mittelstand", der noch so viel verdient, dass er damit gut über die Runden kommt.

Interessant wäre zum Thema Protektionismus noch anzumerken das die Preise für Arbeit gerade überall steigen und das schon seit ein paar Jahren. Also macht es bei der gestiegenen Automatisierung sowieso jetzt keinen Sinn mehr ins Ausland zu gehen. Und da wird uns plötzlich Protektionismus als Maßnahme zum wohl des Volkes verkauft;
In erster Linie zeichnet sich der Protektionismus durch Abschottung gegen fremde Märkte aus. Und das wird gerade Deutschland als Exportland negativ treffen.

Die Produktion in die Zielländer zu verlegen, würde da erst recht Sinn machen. Allerdings stehen dem z;B. Qualitätskriterien entgegen. So ist bspw. Steiff schon vor einigen Jahren mit seiner Produktion wieder nach Deutschland zurückgekehrt, weil die Qualität in China einfach nicht gegeben war.
Natürlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle, wie Zeit, Image und nicht zuletzt die Lohnkosten. Die sind dank Rot-Grün vor 10 Jahren ja zu einem beträchtlichen Teil gering gehalten bzw. verringert worden. Was die heutige Politik leider immer noch fortsetzt. Aber da weise ich einfach mal auf den ersten Absatz hin. So lange die Armen gegen die Armen kämpfen, lacht das Bonzenherz.


raid-rush
05.12.2016, 13:37

Der Crash muss und wird kommen. Ganz einfach, weil der Kapitalismus das mit sich bringt.
Darauf würde ich mich nicht verlassen, weil man sich Heute im klaren ist das dieses Risiko in derartigen Spekulationsgebilden immer besteht, aber sehr viel davon abhängt und es wäre fahrlässig das nicht besser zu Kontrollieren, Regulierungen oder Schutzmechanismen einzubauen. (Welche Trump dann wieder abbaut..;) Die Zentralbanken greifen an den Märkten ein wenn es zu Turbolenzen kommt.

Letztendlich befinden wir uns immer noch im ersten "Crash" der entsprechend abgefangen wurde. Die aktuelle Entwicklung in Europa ist dennoch ein weiterhin großes Risiko und die Weltwirtschaft wächst langsamer als gewünscht, also Grund genug wachsam zu sein.

Die Zentralbanken kaufen italienische Banken-Anleihen um diese zu stabilisieren. Ohne die Eingriffe wären vermutlich schon Korrekturen die Folge gewesen.

Allerdings darf man die Märkte auch durch den Schutz nicht dazu motivieren weiterhin fröhlich zu Spekulieren sondern auch andere Investitionsmöglichkeiten wieder in betracht zu ziehen die der Realwirtschaft helfen, wobei das schwer wird mit der derzeitigen politischen Lage, in der man sich auf den EU Zusammenhalt womöglich nicht 100% verlassen kann und damit Investitionen zurückhält. Das kostet mittelfristig auch Arbeitsplätze.

Die Idee mit dem Südeuro der an den Nordeuro gekoppelt ist könnte eine Option werden, damit würde der jetzige Euro wieder aufwerten, in wieweit das die verbleibenden Euroländer mit ihrer Wettbewerbsfähigkeit hinbekommen ist dann fraglich.

Klar ist das die Reallöhne in vielen Bereichen nicht mehr steigen dürfen bzw können, der Druck in vielen produzierenden Industriebereichen ist noch stärker als vor der Krise.


Ein Crash kann auch künstlich herbeigeführt werden.
Das ist grundsätzlich richtig, alleine die Marktmacht weniger Großbanken mit entsprechend gut plazierten Verkäufen könnten einen Crash herzaubern. Ebenso lässt sich aber auch einer Verhindern. Einen Knieschuss wird sich aber keiner selbst setzen. Langfristig gäbe es damit keine Gewinner, Negativwetten bzw Leerverkäufe rechnen sich nur innerhalb des System wenn Kapital da ist. Beim Crash sind Optionen auf fallende Kurse ebenso Wertlos, da die nur rein "virtuelle" Bankprodukte sind die keinen realen Bezug haben und deren Rückzahlung vom (Bank)System abhängig sind, welche auf Renditen und positiven Kursentwicklungen der realen Wirtschaft basieren. Und genau das ist das ganze Risiko, es werden "Optionen/virtuelle Bankprodukte" verkauft die über reale Werte gar nicht abgesichert sind. Spekulationen mit Spekulationen abzusichern birgt ein hohes Risiko.

Da der Markt extrem fixiert auf Chartanalysen Arbeitet und so ein massives Herdenverhalten abzeichnen, lassen sich Kurse mit gut platzierten Käufen oder Verkäufen, in nicht einmal allzu großen Volumen, beeinflussen. Und das wird auch von mehreren Seiten praktiziert mit mehr oder weniger hohen Erfolgschancen weil natürlich viele Akteure gegeneinander arbeiten.

Sich also auf logische Schlussfolgerungen an den Märkten zu verlassen kann kontraproduktiv sein, die Märkte reagieren völlig anders als viele es vermuten würden und auch die Chartanalysen sind Tricky. Das Herdenverhalten ist für Anleger das sicherste Prinzip, so lange es "gut" geht und keine echte Korrektur einsetzt. Die Reaktionsträgheit normaler Anleger ist dem Hochfrequenthandel unterlegen und die Verlierer stehen fest.


Gutschy
06.12.2016, 20:59

Der Crash muss und wird kommen. Ganz einfach, weil der Kapitalismus das mit sich bringt;
Es Kräscht ja, ;-) Aber vielleicht nicht in BRD.

- - - - - - - - - - Beitrag zusammengefügt - - - - - - - - - -

In erster Linie zeichnet sich der Protektionismus durch Abschottung gegen fremde Märkte aus. Und das wird gerade Deutschland als Exportland negativ treffen;
Nope, ich schätze da wird Deutschland die Ausnahme von der Regel sein. Wenn du etwas aus Deutschland kaufst ist es eh schon Teuer und wahrscheinlich nur in Deutschland zu bekommen. Ich könnte mir ernsthaft vorstellen das Deutschland von diversen Sanktionen ausgenommen wird und falls nicht dann werden diese vielleicht nicht so krass ins Gewicht fallen. Vielleicht wird es für die BRD schlechter werden aber es wird anderen noch mehr die Luft abschnüren, was dann wieder für uns alle (hoffentlich) heißt, alles toll.


raid-rush
06.12.2016, 21:20

In erster Linie zeichnet sich der Protektionismus durch Abschottung gegen fremde Märkte aus. Und das wird gerade Deutschland als Exportland negativ treffen.
Nope, ich schätze da wird Deutschland die Ausnahme von der Regel sein.

Ein drittel der Arbeitsplätze in Deutschland hängen vom Export ab. Deutschland ist der größte Profiteur von Freihandel.

Vor allem auch der Euro und die damit gestiegene Kaufkraft anderer EU Mitglieder hat dazu geführt, das die BRD ihren Außenhandel innerhalb der EU fast verdoppelt hat.

Derzeit ist die globale politische Entwicklung für Deutschland alles andere als rosig. Die BRD wird einer der größten Verlierer sein, es gibt bis auf wenige Rohstoffexporteure kaum Länder die das so stark vom Export abhängen.

Sancho hatte mit Industrie 4;0 auch teilweise recht, auch wenn kaum neue Arbeitsplätze dadurch geschaffen werden, zumindest wandert die Produktion nicht ganz ab und die Gewinne bleiben im Lande. Auch Zulieferer und Logistik blieben so beschäftigt. Das die einfache Arbeit immer weniger wird lässt sich ohnehin nicht verhindern bei steigenden Löhnen vs Anschaffungskosten vs Import.

Das führt ohnehin dazu das kleine Unternehmen von großen geschluckt werden weil die sich solche Anschaffungen nicht leisten können und das Risiko zu hoch ist. Oder die ausländische Konkurrenz verdrängt sie vom Markt.

Technologiedruck sowie Preisdruck führt zu immer weniger großen Unternehmen. Das kann zu einer Monopolstellung führen, da neue Konkurrenz praktisch nicht möglich ist, weil die hohen technologischen Standards und Preisansprüche nicht finanziell stemmbar sind.

Unternehmergeist darf nicht zur Krümelsuche werden, das kann langfristig der vielseitigen Entwicklung schaden. Die fehlende Dynamik im Markt birgt auch große Risiken. Wir wissen alle wie Konzerne agieren und wer wirklich dafür haftet.


Gutschy
06.12.2016, 22:31

Technologiedruck sowie Preisdruck führt zu immer weniger großen Unternehmen. Das kann zu einer Monopolstellung führen, da neue Konkurrenz praktisch nicht möglich ist, weil die hohen technologischen Standards und Preisansprüche nicht finanziell stemmbar sind.

Unternehmergeist darf nicht zur Krümelsuche werden, das kann langfristig der vielseitigen Entwicklung schaden. Die fehlende Dynamik im Markt birgt auch große Risiken. Wir wissen alle wie Konzerne agieren und wer wirklich dafür haftet;

Na ja, dein Szenario wird kommen, aber ich glaube erst in frühestens 100 Jahren, dann wird wahrscheinlich sogar jede Form von Wissen/Information/Fertigkeit so stark reglementiert sein das wir so ganz gemütlich in eine Post-Zivilisatorische Phase driften. Uga Uga!

Aber kurzfristig ist ja auch noch anzumerken das Technologie immer billiger wird, also könnten aufgrund von Vernetzung über Nacht Global Player entstehen, einfach weil sich 20 Spezialisten zusammen getan haben. Diese Art von Entwicklung könnte aber auch von Banken/Konzernen geblockt werden.

Sicher ist nur eins, wir werden alle Sterben.


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